Misa

Misa Teil 21

Wir waren nackt. Keine Kunstfasern hingen an uns. Recycling und der Kompostierung unserer fleischlichen Hüllen hätte also nichts im Wege gestanden. Ich fand es ausgesprochen bedauerlich, Amanda und George in einer überwindbaren Entfernung nackt zu wissen. Und gleichzeitig zu ahnen, wie wir in Kürze gemeinsam, in tausend Fetzten gerissen irgendwo herumliegen würden. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Zustand der Nacktheit zu anderen Optionen führen hätte können.

Nova Orleans (vormals “Ach, Bankea!” bzw. “Bankea reloaded”)

Bis zum Januar 2016 pflegte ich in unregelmäßigen Abständen eine Webseite mit einem Blogroman. Das Projekt hatte verschiedene Namen (“Ach, Bankea!”, “Bankea reloaded” und “Nova Orleans”). Da ich immer wieder dazu neigte, alles zu überarbeiten, an allen Ecken und Enden weiter zu schreiben, ohne es fertig zu bekommen, erstarb irgendwann das komplett Projekt und wurde…

Misa (Anfang 63 v. 300 – Teil 6)

Er sah nach fleißiger Arbeit, sauberer Moral und vorbildhaftem Lebenslauf aus. Es war wahrlich kein Wunder, das ich ihn ausgesucht hatte. Neben ihm lag eine Proviantbüchse, eine obligatorische Pfeife, in der der Tabak noch glühte und eine umgekippte Flasche Wein. Seine Nase hatte einen leicht rötlichen und glänzenden Teint, wie man es öfters bei Alkoholikern sah, und auch das Weiß seiner Augen hatte etwas gelbe Farbe angenommen. Näher betrachtet war er alles andere als ein gütiger Opa. Zu gut gelebt, zu viel gesoffen, reif für alles, was nun kommen sollte.

Misa (Anfang 63 v. 300 – Teil 2)

(Ausnahmsweise ist dieser Anfang etwas länger als die bisherigen, und daher in zwei, vielleicht auch mehr Kapitel aufgeteilt. Sorry, aber ich wollte ein bißchen experimentieren. Aber es wird ein Anfang bleiben, keine Sorge) Es war die Analogie, die bestechend die Geschichte der irdischen Handelswege nach spielte. Wir waren die Meuterer, das waren die Piraten. Grobschlächtige,…

Bloggen gegen das Vergessen!

Das Mindesthaltbarkeitsdatum für Bücher oder was tun gegen die Opfer der Hektik Über Bücher bloggen ist eine seltsame Angelegenheit. Man tut es aus vollkommener Liebe und Leidenschaft zur Literatur, muss aber gleichzeitig feststellen, wie sehr der Markt seinen eigenen Gesetzen folgt. Und diese sind unter Umständen gnadenlos. Gerade junge Nachwuchsautoren müssen feststellen, dass sie nur…

Jetzt doch: Das obligatorische Buchmesse-Selfie (so muss es sein)

So sehe ich aus, wenn ich Halle 3.0  Samstag-Nachmittags um 16:00 verlasse: Alt, verknittert, angeschlagen, und ziemlich seltsam gelaunt. Aber alles in allem, bis auf dieses Selfie, das ich gerade bei Tinder und Co. hochgeladen habe,  und einer Postkarte, die mir kurz vor Schluss lächelnd und überzeugend zugesteckt wurde (“Wenn sie jetzt schon so lange…

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