Misa Teil 18

Und plötzlich sprang ich vor. Und weiß nicht, was mich da geritten hatte. Wie ich auf die verdammte Idee kam. Und dabei sah ich seine feuchten Augen. Nochmal. Ganz nahe. Seinen verwirrten Blick, als er das Gewehr blitzschnell dreht, und mir den Kolben ins Gesicht schlug. Ich hörte etwas krachen, fühlte für eine Moment nichts. Es war als ob mich ein Sturm beiseite fegte. Dann lag ich im Waldboden, spuckte Blut, hörte Bald John stöhnen, und Amanda zu mir rennen. Mario schrie. Und erst in den nächsten Momenten, die mir den Wald wieder brachten, hörte ich seine Worte. „Fesselt ihn. Mit irgendwas, nur fesselt ihn.“

Ich dachte, er meinte mich. Ich wollte mich wehren, aber Amanda drückte mich runter, zeigte mir ihr blutiges Messer und flüsterte mir viel zu nahe ins Ohr: „Danke!“

Misa Teil 13

Und wieder griff sich Karl eine Elfe, drehte ihr den Kopf um, riss ihr die Flüge aus, quetschte die Augen in Georges Beutel und schmiss den erschlaffenden Körper nach hinten. Ich wich ihr aus. Amanda sah mich kurz an, strahlte, wischte sich den Schweiß von der Stirn und stürzte sich schreiend auf eine Gruppe Zentauren. Sie sprang dem Anführer, einem großen, edlen Burschen mit wallender Mähne, auf den Rücken, griff in sein Haar, und zog im das Messer über die Kehle. George rannte herbei, stellte sich unter den Kopf und fing abermals die Augen auf. Der Zentaure sank zu Boden. Sie schienen Spaß zu haben. Alle zusammen.

Misa Teil 11

Sie trug ihr rotes Haar wie ein geschleudertes Meerschweinchen. Die kurzen Haare standen in alle Richtungen, wirkten fest wie die Stachel eines Igels und waren von unterschiedlicher Höhe und Dichte. In ihrem Gesicht zeichnete sich alles ab, von der schlechten Gesellschaft durch ihre Gefährten, bis zu dem Gebrauch aller Substanzen, die zum Vergessen beitragen konnte. Ihr Körper war drahtig und muskulös. Um ihre Arme rankten sich die Adern wie Efeu um einen Baum, und ihre Augen blitzten mich böse an.

Misa (Anfang 63 v. 300 – Teil 7)

Dort, wo sie zuvor gewesen war, erstreckte sich nun wiederum der Park bis zu einem vermeintlichen Horizont. Und vermutlich, davon ging ich aus, war dahinter wieder nur Park, und egal wohin ich mich wenden konnte, war nur Park. Mit denselben Bewohnern, überall, die ihrem Müßiggang frönten. Zentauren, die taumelten, als hätten sie ihr Gehirn in Wein gebadet, Zwerge, die mich angrinsten und mir winkten, und Elfen verschiedener Größen, die einfach sinnlos herumflogen. Nur die Orks und Trolle waren andauernd am Spielen. Selbst federballspielende Orks waren zu erkennen. Die Trolle humpelten der Frisbeescheibe hinterher, oder versuchten sich in anderen Sportarten.

Misa (Anfang 63 v. 300 – Teil 6)

Er sah nach fleißiger Arbeit, sauberer Moral und vorbildhaftem Lebenslauf aus. Es war wahrlich kein Wunder, das ich ihn ausgesucht hatte. Neben ihm lag eine Proviantbüchse, eine obligatorische Pfeife, in der der Tabak noch glühte und eine umgekippte Flasche Wein. Seine Nase hatte einen leicht rötlichen und glänzenden Teint, wie man es öfters bei Alkoholikern sah, und auch das Weiß seiner Augen hatte etwas gelbe Farbe angenommen. Näher betrachtet war er alles andere als ein gütiger Opa. Zu gut gelebt, zu viel gesoffen, reif für alles, was nun kommen sollte.

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