Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026
Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Manchmal kommt es vor, dass das NUN in den Jazzclub umzieht. Das passiert dann meistens, wenn der Ansturm auf die Tickets erwartungsgemäß größer ist, die Musik kraftvoller und verstärkt präsentiert wird und damit die größere Bühne benötigt wird.

Der Jazzclub, mit seiner Heimat im ehemaligen Kurbel-Kino in der Kaiserpassage, bietet sich dann als Ausweich-Location an. Haben die Räumlichkeiten doch den richtigen Umfang für ein Event wie es das Konzert von Lùisa und ihrer Band darstellte.

Mit Clara John als Support entsprach schon der Einstieg in den Abend einer anderen Tonart, als man es vom NUN gewohnt war. Tanzbar, elektronisch, mit kraftvoller Stimme, aber auch der Entschlossenheit, die deutsche Sprache in all ihren Varianten zu nutzen, präsentierte sich die junge Interpretin ihrer eigenen Stücke als jemand, die die Themen sowohl mit dem richtigen Verständnis für Pop als auch einer ehrlichen Sprache angehen will. 

Clara John im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026
Clara John im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Ausgestattet mit Keyboard, Synthie und Computer war die Bühne in ihrer Größe eine Herausforderung, doch Clara John packte in ihr Konzept Kraft genug, um das Thema zu meistern, ihre Anliegen herausfordernd zu verpacken und mit NDW-Anleihen in die Köpfe und Füße zu gelangen. So zeichnet sie der Mut – jedoch ebenfalls die Präsenz ihrer Stimme beim Verpacken durchaus kritischer Texte – aus, und gibt ihr in dieser Form der Präsentation ein Alleinstellungsmerkmal. 

Kein Problem also für Lùisa hier anzuknüpfen. Es war der erste Abend der aktuellen Tournee. Lùisa, schon bekannt durch eine Stadion-Tournee im Vorprogramm von Simply Red, kamen als vierköpfige Band auf die Bühne (Keyboard, Bass/Gitarre, Schlagzeug und Vocals/Gitarre) und brachten ihr neues Album im Gepäck mit. 

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026
Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Eigentlich ist Lùisa das Projekt der gleichnamigen Singer-/Songwriterin aus Hamburg, aber in der Zusammensetzung ein harmonisches, festes zusammengeschnürtes Bündel aus MusikerInnen, die in ihrem Sound so kompakt wirken, dass man es sich nur in dieser Kombination vorstellen kann. 

Sehr präsent, straight nach vorn, im Tempo und den Rundungen durchaus an der stärkeren Seite des Pops orientiert, hatten sie ein Material mitgebracht, dass qualitativ und beeindruckend ihre ausgereiften Seiten zeigte. In ihrer Position als Sängerin und Frontfrau, aber auch mit der Verantwortung für die Texte und Komposition, zeigte sich Lùisa in vollem Einsatz. Sie nutzte die Bühne, tanzend, oder mit ihr Gitarre in voller Länger,  und wußte mit Stimme, Gesang und großen Gesten zu überzeugen. 

Der Jazzclub war ausverkauft, die Stehplätze voll, und all das machte Sinn. Denn Lùisa groovten, konnten begeistern, rissen mit und schafften es auch in den Texten, die zwischen den Songs erläutert wurden, die richtigen Botschaften zu verpacken.

Das aktuelle Album „Call me the witch“ zeigte sich daher mit seinem gleichnamigen Titelsong als Hymne.  Mit viel Potential und Anspruch. 

Das all das wunderbar funktionierte war spürbar. Gefeiert von den Anwesenden war die Eröffnung der Tour gelungen. Ein grandioser Start. Eine Bühne – geschmückt mit übergroßen Papierblumen – die passte, und eine Band, die sie mitreißend in Anspruch nahm. 

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026
Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Lùisa gehören zu jenen Bands, die erfolgreich am Popsong werkeln, und das Zeug dazu haben, ihm den Background zu geben, den es braucht, um das Ding glaubhaft rüberzubringen. Mit Anspruch, mit Seele und der dazugehörigen Portion Ehrlichkeit. Handwerklich versiert, bündig in der Umsetzung und an den richtigen Stellen routiniert. 

Externe Links:

Lùisa – https://listentoluisa.net

Clara John https://clarajohn.com

NUN https://nun.cafe

Matt Elliott im Kohi, Kulturraum am 10.04.2026

Matt Elliott im Kohi, Kulturraum am 10.04.2026

Matt Elliott im Kohi, Kulturraum am 10.04.2026
Matt Elliott im Kohi, Kulturraum am 10.04.2026

Wenn er seine Gitarre wie eine Laute hielt, die Balladen langsam und karg anging, dabei düstere Walzer anstimmte, erschien Matt Elliott wie ein Gegenargument zu dieser Zeit. Bewusst ruhig zelebrierte er seine Drinking-Songs (Titel des letzten Albums), die sich sie dann furios zu instrumentalen Saxophon-Passagen steigerten.

Matt Elliotts Besuch im KOHI war ein ernsthaftes, verzwicktes Arrangement aus den Tiefen der dunklen Seele und den experimentierfreudigen Möglichkeiten der vielstimmigen Loops. Sehr ernsthaft, mit zurückhaltender Ironie gewürzt, kündigte er seine Werke an. Nicht ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass er sich Zeit nimmt, die Stücke gerne mal eine Viertelstunde gehen können. 

Damit war er schon gegeben, der Hinweis auf die Vielschichtigkeit. Jene Reise, die zumeist mit tiefer Stimme, wohl gesetzten Refrains, klassischen Anklängen in einer Ballade landete, die irgendwann – während die Saitenklänge im Hintergrund hängen blieben, zu einem Saxophonspiel übergingen, das nachdrücklich und gewaltig wie Orgelklänge sein konnte.

Matt Elliott im Kohi, Kulturraum am 10.04.2026
Matt Elliott im Kohi, Kulturraum am 10.04.2026

Die Nähe zur Elektronik war gegeben, das Spiel mit den Klängen durchaus auch mal verzerrend, so daß die Verwandtschaft zu den Wilden und Schnellen sichtbar blieb, aber bei ihm immer mit Bedacht und vorsichtigen Schrittes einfloss.


Er bewies, dass er es konnte – den Wohlklang zerfasern, dem spartanischen Krach huldigen, aber blieb dennoch im Rahmen eines hochmusikalischen Verständnisses. 

Matt Elliotts Auftritt war gleichzeitig eine Huldigung an jene Sänger, die alleine mit der Gitarre und ihrer Stimme eine Atmosphäre aus Zerfall, zarter Hoffnung und dem Unverständnis gegenüber dem Lauf der Dinge ausmalen. 

Bilder, die er entwarf, formte er aus dem Entsetzen über die Kriege, der Warnung vor ihren Auswirkungen und dem Wunsch nach Frieden. 

Aber es waren auch gefühlvolle Zeichnungen, die aus dem kleinen Instrumentarium – Gitarre, Saxophon und Loop – zu einem Feuerwerk aus bluesigen, sowie jazzeigen Elementen in einen Zwischenbereich aus Bar- und Kammermusik gelangten.

Es ist ein ganz eigenes, manchmal brachiales Verständnis, dass seine Ruhe, sein Gefühl für Zeit und den Möglichkeiten seiner Werke präsentierte. Mit sich selbst im Chor, in der puren Lust am Klang, und dem volltönenden Blasinstrument auf mehreren Spuren, sprengte er die Beschränkungen der Genres und der klassischen Möglichkeiten. 

Seine Liebe zum Spiel mit den Einzelteilen, der nerdigen Zuneigung zu Samples und Effekten konnte an dem Publikum manchmal die Grenzen austesten. Aber auch hin und wieder mit einer Begeisterung geführt werden, die Zeugnisse von so manchen Tüfteleien sein durften.

Matt Elliott im Kohi, Kulturraum am 10.04.2026
Matt Elliott im Kohi, Kulturraum am 10.04.2026

Matt Elliott stellte sich als faszinierender Grenzgänger vor. Als Liedermacher mit einem klassischen Verständnis, der Offenheit für all die Möglichkeiten, die sich ihm bieten, jedoch ebenso, als einer, der mit seinem komplexen Vorgehen das Thema ausreizen möchte. 

Es braucht sie. Jene, die verstehen, wie das Ding funktioniert, und es dann mit neuen Mitteln zerlegen. So hatte er alles, was man erwartet. Und konnte dennoch überraschen.

Externe Links:

Matt Elliotthttps://mattelliott.bandcamp.com

KOHI https://kohi.de

FILO im Wohnzimmerkonzert, Tollhaus am 31.03.2026

FILO im Wohnzimmerkonzert, Tollhaus am 31.03.2026

FILO beim Wohnzimmerkonzert im Tollhaus am 31.03.2026
FILO beim Wohnzimmerkonzert im Tollhaus am 31.03.2026

Mit den Wohnzimmerkonzerten hatte das Tollhaus eine Reihe aufgelegt, die aus dem üblichen Programm bewusst heraussticht. Sie findet einerseits nicht auf den Bühnen des Veranstaltungsortes statt, aber geht auch in der Präsentation und im Design andere Wege. 

In der Verantwortlichkeit legt das Tollhaus diese Konzerte ganz bewußt in die Hände der dort beschäftigten Azubis. Diese reichen sie traditionell an die folgenden Jahrgänge weiter, so dass im Laufe der Zeit etwas entstanden ist, was einen ganz eigenen Konzert-Charakter hervorgebracht hat.

Diese Events fallen in der Gestaltung und Durchführung aus dem bekannten Rahmen. Die Räumlichkeiten werden umgestaltet, die auftretenden Künstler erscheinen dabei in einem Ambiente, das tatsächlich eher einem Wohnzimmer gleicht, und das anwesende Publikum hat die Möglichkeit dafür Sessel und anderes Polstermobiliar, sowie Kissen als Sitzplätze zu nutzen.

Atmosphärisch in einem heimeligen Kokon angesiedelt, entwickeln diese kleinen Musik-Aufführungen einen Sympathiewert, der mehr wie eine Feierlichkeit im vertrauten Freundeskreis, als wie ein kommerzielles Konzert wirkt.

Einen Getränkeausschank gibt es nicht, dafür holt man sich selbst seine Flaschen aus eine bereit gestellten Kühlschrank und bezahlt wird über eine offene Kasse. Ebenso gibt es die Möglichkeit am Ausgang eine Spende zu geben, die fortan ähnliche Konzerte ermöglicht. Denn die Wohnzimmerkonzert sind günstig, 5 Euro ist der Eintritt. Deswegen nicht weniger liebevoll und mit sehr viel Sinn fürs Detail gestaltet.

So werden Lampen neben Topfpflanzen aufgestellt, der Hintergrund für die MusikerInnen gleicht einer Tapete, und seit Neuestem bietet sich das Ambiente auch für gestaltende KünstlerInnen an.

Anna Stitz, eine Karlsruher Künstlerin, stellte in diesem Rahmen ihre abstrakten, vielschichtigen Gemälde aus und präsentierte damit ihr Werk einem interessierten Publikum. Eine Option, die sicherlich auch in Zukunft eine gute Chance für weitere Kreative darstellen kann.

Die Auszubildenden des Tollhauses zeigten, dass dieses Konzept zukunfts- und ausbaufähig ist, aber auch, dass es von den Innovationen der kommenden Generationen lebt und gute Chancen hat spannend zu bleiben.

Mit FILO stellten sich ein junges Duo vor, das – bestehend aus den MusikerInnen Ophelia (Gitarre) und Francis (Keyboard) – vornehmlich eigene Interpretationen bekannter Songs darboten. 

Mit dem Sound des Pianos und der Gitarre, sowie dem Gesang, gelangen ihnen dabei Varianten der Klassiker von Seal, Tina Turner, Alanis Morissette, sowie Wheatus. Diese in einem neuen Gewand zu erleben, machte einen Teil der Faszination aus. 

Reduziert und fast zugeschnitten auf die Location, überzeugten sie mit ihren Stimmen, die sie geschickt im harmonischen Duett und Wechselspiel zur Betonung der Passagen nutzten. 

FILO beim Wohnzimmerkonzert im Tollhaus am 31.03.2026
FILO beim Wohnzimmerkonzert im Tollhaus am 31.03.2026

So gewagt – zum Beispiel – die Annäherung an „Valerie“ von Amy Winehouse erscheinen mochte, so gut meisterten sie die möglichen Klimmen, und überzeugten in der eingesetzten Stimmlage.

Überhaupt bot das vorgetragene Programm mit de Komposition der Gitarristin eine Überraschung. So dass man sie gerne ermutigen möchte, auf diesem Weg weiter zu gehen, ihren Songs eine Chance zu geben, und hier eine Richtung einzuschlagen, die Potential hat.

Das Wohnzimmerkonzert mit FILO zeigt, worin die Stärken des Konzeptes liegen. Bot es doch einen geschützten Rahmen für sehr junge und neue Bands, aber auch für Ideen, die in diesem Zusammenhang entstehen können. Beiden, den Veranstaltern und auch den MusikerInnen, ist zu wünsche, dass es bestehen bleibt, sie weiterhin viel Erfolg hat und man sich unbedingt wieder sieht.

Externe Links:

FILO – https://www.instagram.com/filo.blue/

Wohnzimmerkonzerte – https://www.instagram.com/wohnzimmerkonzerte_tollhaus/

Anna Stitz – https://www.instagram.com/anna.stitz/

Schreiborte: Stuttgart (Part 1)

Schreiborte: Stuttgart (Part 1)

Die württembergische Landesbibliothek in Stuttgart
Die württembergische Landesbibliothek in Stuttgart

Mit den Möglichkeiten, die sich in Stuttgart als Schreiborte anbieten, werde ich mich mehrmals befassen müssen, denn sie sind zum Einen vielfältig, und zum Anderen nicht mit einem einzigen Besuch erfassbar. 

Es handelt sich daher bei diesen kurzen Beschreibungen nur um Notizen, die mir und anderen helfen sollen, in dieser Stadt eine Möglichkeit zum Arbeiten und Lernen mit Büchern und Schriftmaterialien zu finden.

Die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

Adresse: Konrad-Adenauer-Straße 10, 70173

Die Württembergische Landesbibliothek gehört zu den eindrucksvollsten und größten Bibliotheken des Bundeslandes. Von außen wirkt sie eher unspektakulär und zweckmäßig, von innen bietet sie jedoch unzählige Arbeitsplätze in ganz unterschiedlichen Ausstattungen und Formen. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie auf die Bedürfnisse der Lesenden und Lernenden optimal zurechtgeschnitten sind. So bieten sie alle Stromanschlüsse, in den meisten Fällen Leselampen und sind größtenteils an den Außenseiten oder in deren Nähe angebracht, so daß durch die Fenster Tageslicht auf die Arbeitsplätze fällt.

Die Arbeitsplätze befinden sich in jedem Stockwerk, allerdings liegt im unteren Bereich der Schwerpunkt auf der Nutzung des Zeitschriftenauslagen und ähnlicher Lektüre. Unabhängig davon jedoch gibt es auch hier die Möglichkeit mit dem Notebook und Büchern länger zu schreiben.

Eine Besonderheit gibt es für externe BesucherInnen zu beachten: Die Bibliothek ist frei zugänglich, somit kann sie auch während eines einmaligen Stopps genutzt werden, jedoch benötigen die Schließfächer, die Buchung der Arbeitsplätze und das interne W-Lan einen gültigen Bibliotheksausweis. Solange es keinen gebuchten Anspruch gibt, können die Tische jedoch genutzt werden. Sind allerdings freizumachen, falls jemand mit einer gültigen Buchung erscheint.

Externer Link: https://www.wlb-stuttgart.de/

Die Universitätsbibliothek Stuttgart (Stadtmitte)

Adresse: Holzgartenstraße 16, 70174 Stuttgart

Während die Württembergische Landesbibliothek aufgrund ihres Neubaus in der Regel stark belegt ist, bietet sich die Universitätsbibliothek, unweit des Hauptbahnhofs auf dem Gelände der Uni-Stuttgart an. 

Schon im Eingangsbereich finden sich weiträumige Tische, die sich als Lern- und Arbeitsbereich anbieten. Zwar ist die Ausstattung dieser Räumlichkeit nicht ganz so individuell und reichhaltig wie in der Landesbibliothek, doch der Platz, der angeboten wird, macht das unproblematisch wett. Die Steckdosen finden sich am Ende der langen Tische, so daß sie nicht von jedem Sitzplatz aus genutzt werden können, aber einfach erreichbar bleiben.

Das WLAN der Uni ist verfügbar, kostenlos und nicht zugangs-beschränkt. Zwar entspricht die Universitätsbibliothek ihrem Nutzen und ist vom Designfaktor nicht hervorstechend, trotzdem bietet sie eine ruhige Möglichkeit ein Schreibprojekt zu aktualisieren und hat dafür taugliche und ungestörte Arbeitsplätze. 

Ich nutzte dabei vor allem jenen Eingangsbereich und sah keine Notwendigkeit weitere Bereiche zu erkunden.

Externer Link: https://www.stuttgart.de/organigramm/adresse/universitaetsbibliothek-stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart

Adresse: Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Zuerst mal: Ganz egal, ob man sich für Bücher interessiert – Die Stadtbibliothek ist ein architektonisches und ikonisches Meisterwerk. Oft abgelichtet, gerne als Beispiel aufgeführt, findet sie sich in dem Stadtteil, dass neben der Stuttgart 21-Baustelle in den letzten Jahren entstand.

Eingebetet in einer Umgebung aus aktuellen Bürobauten, schicken Fast-Food-Ketten und geräumigen Plätzen gehört sie sie zu den aktuellsten Bibliotheken des Landes. Sollte man mindestens einmal besucht haben. Aufgeteilt über 8 Stockwerke, die entweder über einen Fahrstuhl oder ein luftiges, verschwenderisches Treppensystem zu erklimmen sind, bietet sie viel Raum zum Chillen, Lesen, Relaxen und die dazu erforderliche Ruhe.

Im oberen Bereich gibt es ein Cafe, sowie ein Zugang zur Dachterrasse. Die Stadtbibliothek Stuttgart hat den Charme auf ihrer Seite, aber ist natürlich auch hoch frequentiert und daher mit einem Buchungssystem für die Arbeitsplätze ausgestattet. Nicht desto trotz kann man das Café oder die Polster auf jedem Stockwerk für eine Schreibsession nutzen.

Die Atmosphäre ist angenehm, die Ausstattung der vorhandenen Plätze entspricht dem modernen Standard (Steckdosen und Licht ist vorhanden), aber man sollte im Besitz eines Bibliotheksausweis sein, wenn man dieses geniessen will. 

Sie ist wie alle Bibliotheken, die ich nennen werde, frei zugänglich, tauglich als Tagesziel und bzgl. der Architektur auf jeden Fall für Instagram-Stories geeignet. Wer es aufgeräumt, licht und hell mag, sollte unbedingt vorbei schauen.

Externer Link: https://stadtbibliothek-stuttgart.de/

Weitere Texte zu den Schreiborten:

Schreiborte: Stuttgart (Part 1)

Mit den Möglichkeiten, die sich in Stuttgart als Schreiborte anbieten, werde ich mich mehrmals befassen müssen, denn sie sind zum Einen vielfältig, und zum Anderen nicht mit einem einzigen Besuch erfassbar.  Es handelt sich daher bei diesen kurzen Beschreibungen nur um Notizen, die mir und anderen helfen sollen, in dieser Stadt eine Möglichkeit zum Arbeiten und Lernen mit Büchern und Schriftmaterialien zu finden. Die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart Adresse: Konrad-Adenauer-Straße 10, 70173 Die Württembergische Landesbibliothek gehört zu den eindrucksvollsten und größten...

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Schreiborte: Einleitung oder An welchen Orten lässt es sich in Baden-Württemberg schreiben

Ich gehöre zu jener Sorte Mensch, die – wenn sie dann mal zum Schreiben kommen – eher außerhalb ihres Wohnbereiches kreative Texte verfassen. Das können Beiträge über Musik sein, aber auch der Fortsetzungsroman, der sich in den Tiefen dieser Webseite befindet. Ich ziehe es dabei vor, ruhige Orte zu finden, die es mir ermöglichen über einen längeren Zeitraum Texte zu verfassen, ohne dass ich jemanden dabei störe. Cafés stellen in diesem Sinne eine Notlösung da, und werden auch gerne genutzt,...

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