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Konzertkalender vom 17.10-25.10.2026

Konzertkalender vom 17.10-25.10.2026

Symbolfoto (Death South) Konzertkalender

Kleines Update: Ich nenne unten noch ein paar Links mit ähnlichen, sehr gut kuratierten Kalendern für die Region. Mir wurde heute ein spannendes Projekt vorgestellt, dass ich gerne noch beobachte. https://ka-heute.de ist ein sehr gut gegliederte, vollkommen automatisierte Webseite mit ergonomischen Filtern, die eventuell die aktuelle Lücke in Karlsruhe wunderbar füllt. Ich bin sehr beeindruckt und kann es schon mal empfehlen.

Wichtig!

Ohne Gewähr und Garantie! Bitte schaut euch auf den Seiten der Veranstalter um, ob sich dort etwas geändert hat!

Konzert- und Musiktermine · 17.–25. Oktober 2026

Samstag, 17.10.2026

  • 10:00 | Konzert für die Kleinsten | Insel-Theater
  • 11:30 | Schinner – Music History of the 60’s and 70’s | Hemingway Lounge
  • 16:00 | Konzert-Lesung: Helen M. Sand (Musik: Julia Gärtner) | Fincaroasters
  • 18:00 | B-A-C-H – Der größte Musiker (Kindermusical) | Stadtkirche Durlach
  • 18:00 | Gemeinsames Konzert mit Chor aus Paris | Auferstehungskirche Rüppurr
  • 19:00 | Galakonzert zum Weinbrenner-Jubiläum | Evangelische Stadtkirche
  • 19:00 | Eröffnungskonzert der 15. Deutsch-Armenischen Jubiläumskonzertreihe 2026 | Schloss Karlsburg
  • 19:00 | Auger – The Old Arcade Tour 2026 | Die Stadtmitte
  • 19:00 | New Bands Semifinale 2026 | P8
  • 20:00 | Alte Bekannte – Mehr! Live | Tollhaus
  • 20:00 | Naturally 7 – Closer Look (25 Years) | Konzerthaus
  • 20:00 | Thérapie de Couple | Jazzclub Karlsruhe
  • 20:00 | Nicolas Sturm (10 Jahre „Angst Angst Overkill“) | KOHI
  • 20:00 | Motördeaf · Crusader · Oppower | Soundcheck One (Waldbronn)
  • 20:00 | Sebastian Krämer – Gesänge auf der Falltür | NUN Kulturraum
  • 20:00 | Brazilian Sounds: Forró Fusion / Rafael Beibi Trio | Tempel
  • 22:00 | Rosie Frater-Taylor | Jazzclub Karlsruhe
  • 22:00 | Pride Pictures Eröffnungsparty | Alte Hackerei

Sonntag, 18.10.2026

  • 10:00 | Jazz ’n‘ Breakfast 2026 | Jazzclub Karlsruhe
  • 10:00 | Konzert für die Kleinsten | Insel-Theater
  • 10:30 | Jubiläum Cantus Juvenum Karlsruhe | Evangelische Stadtkirche
  • 11:00 | Festgottesdienst: 25 Jahre Mönch-Orgel | Lutherkirche
  • 14:00 | Orgelfest: Orgelbauer Fröhlich | Lutherkirche
  • 16:00 | Orgelfest: Orgel pur | Lutherkirche
  • 18:00 | Orgelfest: Konzert-Krimi | Lutherkirche
  • 19:00 | Crank BigBand | Jazzclub Karlsruhe
  • 19:00 | Aşk Olsun – Gedichtrezitation mit Livemusik | Tempel
  • 19:00 | Sandie Wollasch & Matthias Hautsch | Bürgerzentrum Mühlburg
  • 20:00 | Deathrite + Raze | Alte Hackerei
  • 20:00 | Nina Fiva Sonnenberg | Tollhaus (Abgesagt)

Montag, 19.10.2026

  • 19:30 | Mit Rilke durch das Jahr (Ayala Rosenbaum, Klavier; Julika Hing, Rezitation) | Kleine Kirche Karlsruhe

Dienstag, 20.10.2026

  • 20:00 | Toledo Panic + The Clinch + Down II Down | Alte Hackerei

Mittwoch, 21.10.2026

  • 19:30 | Mit Rilke durch das Jahr (Ayala Rosenbaum, Klavier; Julika Hing, Rezitation) | Kleine Kirche Karlsruhe
  • 20:00 | Tingvall Trio – „PAX“ | Tollhaus
  • 20:00 | Super Jet Kinoko | Alte Hackerei

Donnerstag, 22.10.2026

  • 19:00 | Stepfather Fred ( mit Ilaender und Ferntail Fox)|Z10
  • 19:00 | Matthias Hautsch | CaféROSE
  • 20:00 | Ildikò + Kleptos | KOHI
  • 20:00 | Musa Dagh & Safi | Die Stadtmitte
  • 20:00 | Lina Bó – Asphalt und Sterne Tour 2026 | Tempel
  • 20:30 | Open Stage  | An Sibin Irish Pub (Amalienstraße 32)

Freitag, 23.10.2026

  • 16:30 | Campus trifft Kultur (mit Lehner, Felber, Miri in the Green, Sudaka und Haphazard) | Kronenplatz (TRIANGEL)
  • 18:00 | Konzertabend mit Klavier und Bläsern – HFM & Polizeimusikkorps | Polizeipräsidium Karlsruhe, Durlacher Allee 11
  • 19:00 | Musik und Lesungen | Emmauskirche (Waldstadt)
  • 19:00 | Klangwerk – Jamsession | NUN Kulturraum
  • 19:00 | Hellgreaser + Splatterghost + Bloody Nails | Graubau (Stutensee)
  • 19:30 | FreitagsOrgel (Prof. Mona Hartmann) | St. Bernhard
  • 20:00 |No Sugar, No Cream | Mikado
  • 20:00 | Tito & Tarantula – Best of Tour 2026 | Substage
  • 20:00 | Shalosh | Tempel
  • 20:00 | Alex im Westerland (Toten Hosen / Ärzte Tribute) | Die Stadtmitte
  • 20:00 | Corlyx + Latex | P8
  • 21:00 | The Sleeveens + The Ivan Dragos | Alte Hackerei

Samstag, 24.10.2026

  • 19:00 | Capriccio Fridericiana | Auferstehungskirche Rüppurr
  • 20:00 | Hattler – 25 Jahre Jubiläumskonzert | Tollhaus
  • 20:00 | Karlsunruhe: Feintonfilter + Zweifel | Substage
  • 20:00 | Miri in the green | Tempel
  • 20:00 | Four Imaginary Boys (The Cure Tribute) | Die Stadtmitte
  • 20:15 | Dapper Dan Men | An Sibin – Irish Pub
  • 20:30 | Sophie Chassée | NUN Kulturraum
  • 21:00 | Dietah und Thorsten – Das erste Grindcore-Musical der Welt | P8
  • 21:00 | Wisecräcker + Kaptain Kaizen | Alte Hackerei

Sonntag, 25.10.2026

  • 16:00 | Das Klingende Klassenzimmer – Kindermusical | Ökumenisches Gemeindezentrum Oberreut
  • 17:00 | Himmelwärts – Chormusik zwischen Himmel und Erde | Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum
  • 18:00 | Echt? Orgel! – Konzert VI | Christuskirche Karlsruhe
  • 18:00 | Nacht & Träume (Klassik trifft Pop) | Begegnungstätte Grötzingen
  • 18:00 | Jubilate Deo | Christkönig
  • 18:00 | KIT-Sinfonieorchester | Lukaskirche
  • 18:00 | Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe | Evangelische Stadtkirche Karlsruhe
  • 18:30 | By Candlelight (Live Acoustic Music mit Bloshka)| 8 Lights
  • 19:00 | Liederabend mit Werken von Fauré und Schumann |Frei_Räume, Gerwigstraße 41
  • 19:00 | Red Hot Chilli Pipers – „Back To Roots Tour 2026“ | Tollhaus

Es gibt noch weitere gute Veranstaltungskalender:

Tex Dixigas informiert regelmäßig auf Instagram über interessante Konzert in Karlsruhe und der Region: https://www.instagram.com/dixigas/?hl=de

Auch Fächerstadt-Hardcore hat eine gute Übersicht über Metal- und verwandte Konzerte: https://www.instagram.com/faecherstadt.hardcore/

Links zu den Veranstaltern findest du hier

Ankündigung (und ein kleiner Rückblick): Das Schrägfest im NUN am 21.11.2026

Ankündigung (und ein kleiner Rückblick): Das Schrägfest im NUN am 21.11.2026

Cabin on Pluto auf dem Schrägfest im KOHI am 10.10.2026
Cabin on Pluto auf dem Schrägfest im KOHI am 10.10.2026

In den letzten Monaten kristallisiert es sich fast heraus. Der Name „Schrägfunk“ – eigentlich eine regelmäßige Radiosendung auf dem Querfunk – etabliert sich mehr und mehr als eine Kette Veranstaltungen, die nicht einmal auf eine Location, sondern eher auf ein sympathisches Format festgelegt sind. 

Dabei stehen die beiden Aktiven noch nicht einmal für ein Genre, viel mehr stellen sie auf ihren sogenannten „Schrägfesten“ sehr unterschiedliche, aber zumeist unabhängige KünstlerInnen vor. Das bewerben sie per Plakat, im Social Media – aber im Ganzen immer noch in einer Art Flüsterpropaganda im regionalen Kulturbetrieb – und schaffen damit einen Qualitätsbegriff, der seine Anziehungskraft entwickelt.

City Light Thief auf dem Schrägfest im KOHI am 10.10.2026
City Light Thief auf dem Schrägfest im KOHI am 10.10.2026

Für Außenstehende faszinierend ist die scheinbare Leichtigkeit, mit der sie altgediente Recken, junge Talente, harte Rhythmen und fragiles Songwriting zusammenbringen. Dafür nutzen sie das NUN, das KOHI, das Jubez, und wer weiß was ihnen morgen einfällt.

So zeugten CABIN ON PLUTO und CITY LIGHT THIEF am 10.10. 2026 für die härtere Gangart im KOHI,  mit einer befreienden Ungestümtheit, und lieferten in ihren Sets all das was zwischen Power, Punk und purer Freude eine Schattierung findet. 

Zu gut für nur drei Griffe, zu schnell für die eigene Kunstfertigkeit und zu kompromisslos um in einem klassischen Genre gefangen genommen zu werden. 

Nachdem sie mit JULE, LAMPE und MATZE ROSSI am 10.03.2026 im Jubez geradezu klassisches Songwriting in einer kompakten Präsentation vorgestellt hatten, und dabei fast drei Generationen auf die Bühne brachten, zeigte das KOHI-Konzert, dass Spannbreite und Überraschungen Teil des Formates sind. 

Schrägfest mit Matze Rossi im Jubez, Karlsruhe am 13.03.2026
Schrägfest mit Matze Rossi im Jubez, Karlsruhe am 13.03.2026

Tina und Michael liefern damit nicht nur monatlich einen regional wichtigen Beitrag zur wuseligen Independenten-Szene, sind dazu erstaunlich gut vernetzt und als Interviewpartner geschätzt, sondern exportieren vor allem ihre Reihe in weitere unabhängige Radiostationen durch ganz Deutschland. 

Das wiederum sollte man nicht unterschätzen. In einer Szene, die zwar viel bevölkert ist, aber durch die Sparmaßnahmen im Kulturbereich immer weiter in ihren Auftritts- und Ausdrucksmöglichkeiten beschnitten wird, leisten die freien Radiosender einen wichtigen Beitrag.

Schrägfest mit Jule im Jubez, Karlsruhe am 13.03.2026
Schrägfest mit Jule im Jubez, Karlsruhe am 13.03.2026

Dieses weiter fort zusetzen und in einer eigenen Konzertreihe zu verwirklichen, ist nicht nur konsequent, sondern eine Basis zur Stärkung der Community. 

Die Unabhängigkeit dabei die komplette und befreundete Karlsruher Location-Szene zu nutzen, führt dann eigentlich zu einer Win-Win-Situation, in der die Radiosendung und die Bühne gemeinsam abstrahlen und ihr Publikum sammeln.

Das nächste Schrägfest, das man eigentlich nicht verpassen darf ( schon weil die Reihe das Potential hat, legendär und zu einer gemeinsamen Erinnerungskultur zu werden ) wird als 9.te Veranstaltung im NUN am 21. November 2026 mit den Musikern JULIAN KNOTH und FREDERIK TEBBE stattfinden. In dieser genannten Kombination verbirgt sich dahinter eine weitere Variante – handelt es sich hier doch um eine Lesung & ein Konzert.  

Schrägfest mit Lampe im Jubez, Karlsruhe am 13.03.2026
Schrägfest mit Lampe im Jubez, Karlsruhe am 13.03.2026

Auf kleiner Bühne, mit seiner legendären zurückhaltenden Atmosphäre ist das NUN dafür gut gewählt, und damit eine Empfehlung für einen spannenden, angenehmen Abend.

Externe Links:

Schrägfunk – https://schraegfunk.de

Querfunk – https://querfunk.de

Schrägfest – https://schraegfest.de

NUN – https://nun.cafe

KOHI – https://kohi.de

Jubez – https://jubez.de

Julian Knoth – https://www.instagram.com/julian_knoth/?hl=de

Frederik Tebbe – https://www.instagram.com/nulluhrachtundfuenfzig/

Cabin on Pluto – https://cabin-on-pluto.jimdosite.com

City Light Thief – https://www.instagram.com/citylightthief/?hl=de

Sandie Wollasch & Matthias Hautsch im Bürgerzentrum Mühlburg am 18.10.2026

Sandie Wollasch & Matthias Hautsch im Bürgerzentrum Mühlburg am 18.10.2026

Sandie Wollasch & Matthias Hautsch im Bürgerzentrum Mühlburg am 18.10.2026
Sandie Wollasch & Matthias Hautsch im Bürgerzentrum Mühlburg am 18.10.2026

Die Professionalität von KünstlerInnen zeigt sich meist unter den widrigsten Umständen. Bei einem Gespräch mit Frederico Albanese, einem jungen Pianisten aus der experimentellen neuen Klassik-Szene, nach einem fantastischen Konzert, bei dem jedoch kaum Publikum anwesend war, meinte dieser, dass er ungeachtet der Anzahl immer trotzdem sein Bestes gäbe. Weil – es sind ja Menschen anwesend. 

In einem anderen Fall, als bei einem Steiner und Madlaina – Konzert in Ludwigshafen die Location wegen einem Feueralarm geräumt werden musste, konnte man ein wunderschönes Konzert vor dem Veranstaltungsort auf der Straße erleben. Sie setzten es mit den Anwesenden einfach akustisch fort.

Beides blieb in Erinnerung, und zeugte von einer Haltung und Selbstsicherheit, die es erlaubt den Gedanken an Qualität und die Liebe an der Berufung in den Vordergrund zu stellen.

Wenn Sandie Wollasch und Matthias Hautsch die Bühne betreten, dann weiß man, dass sich hier MusikerInnen präsentieren, die nicht nur eine langjährige Erfahrung mitbringen, sondern die auch in unzähligen Auftritten ihr Improvisationstalent bewiesen haben. Beide haben sich in ihren Bereichen in verschiedene Genres gewagt. Sie bringen mit ihrem Verständnis für Musik eine ganze Bandbreite an Varianten und Möglichkeiten ein, und versprechen genau damit individuelle Sichtweisen.

In der Verbindung, und das beweisen sie immer wieder bei ihren Konzerten und Aufnahmen, ergänzen sie sich fruchtbar, und das wirkt wiederum dann entsprechend bereichernd. 

Sandie Wollasch & Matthias Hautsch im Bürgerzentrum Mühlburg am 18.10.2026
Sandie Wollasch & Matthias Hautsch im Bürgerzentrum Mühlburg am 18.10.2026

So war es auch kein wirkliches Manko, dass zur Eröffnung des Abends, der Sound der akustischen Gitarre leicht verstört über die Boxen klang. Beim Soundcheck noch problemlos, schlich sich ein Fehler ein, der vorerst hartnäckig bleiben wollte. 

Genug Zeit für unbegleitetes Solo von Sandie. Und damit jener Moment, der ihre klare Ausdrucksweise und die Kraft ihrer Stimme hervor hob. Es machte deutlich, wie einfach es ihr fällt, in den unterschiedlichsten Gruppierungen und Formaten, spontan oder mit kürzester Vorbereitungszeit einzusteigen.

Verfolgt man die Auftritte der Beiden, fällt auf in wie vielen Orten sie gemeinsam, alleine, oder aber in ganz anderen Zusammensetzungen auftauchen. Da steckt sehr viel Fleiß und Disziplin dahinter, aber natürlich auch eine große Bereitschaft sich einzulassen und beizutragen. Und das wiederum geht bekanntlich nur, wenn das eigene Können das unterstützt.

Erzählt Matthias Hautsch von seinen Vorbildern, dann ist es mehr als pures Namedropping. Es enthält eine Ehrfurcht und eine große Freude am Lernen. So ist es Eddie Van Halen, den er erwähnte, aber auch Mike Stern, mit dem er die Leidenschaft für eine sehr prägnante Spielweise teilt. 

Es zeichnet die „Lifetime Companions“-Konzertreihe aus, dass sie gespickt ist, mit Anekdoten, Verweisen und purer Begeisterung für jene Songs, die im Feld zwischen Jazz, Soul und gekonntem Songwriting angelegt sind. Das geht von Queen über Prince zu Frank Sinatra, und lehnt hier auch eigene Werke an. 

Doch im Grunde – allein von der Herangehensweise und der Wahl der Mittel – werden auch die bekanntesten Songs zu sehr eigenen Werke, denen sie ihre Persönlichkeit beisteuern. Was Sandie mit den großen Leistungen ihrer Stimme macht, ist bei Matthias Hautsch immer wieder ein Spiel, das auch den hölzernen Klangkörper seines Instruments mit einbezieht. 

Viel Liebe, viele spontane Einfälle, viel Tüftelei und wahrscheinlich unzählige Stunden an den Saiten, sind mit Sicherheit die Voraussetzung für eine solche Schnelligkeit, wie er sie sein Eigen nennen kann.

Beide brauchen den Anderen nicht wirklich, können sie doch locker mit ihren Fähigkeiten einen ganzen Abend komplett alleine bestreiten. Zusammen jedoch präsentieren sie mit ihrer Leichtigkeit ein eingespieltes Team, das gekommen ist, die Songs zu veredeln. 

Und darf auch mal der Einstieg etwas holpern, wenn man dafür einen unvergesslichen Moment bekommt.

Externe Links:

Sandie Wollasch – https://www.sandiew.de

Matthias Hautsch – http://matthiashautsch.de

Herz über Kopf – (Künstleragentur) https://www.herzueberkopfkultur.de

Juliane Streich (Lesung) im NUN „These Girls forever!“ Am 19.10.2026

Juliane Streich (Lesung) im NUN „These Girls forever!“ Am 19.10.2026

Juliane Streich und Julia Neupert bei der Lesung "These Girls forever!" am 19.10.2026 im NUN
Juliane Streich und Julia Neupert bei der Lesung „These Girls forever!“ am 19.10.2026 im NUN

Eigentlich ist es ein wildes Unterfangen. Wie geht man vor, wenn man die weibliche Musikgeschichte unterhaltsam und ansprechend abbilden will? Gibt es eine Musikgeschichte aus rein weiblicher Perspektive? Wäre sie eine andere, als jene, die bisher und lange Zeit von hauptsächlich männlichen Kollegen honoriert, dokumentiert und aufgezeigt wird?

Es gibt eine Menge Fragen, wenn man die Historie unter einem eher ungewohnten Blickwinkel betrachtet, und sich dabei rein auf die Frauen in der Musik und deren Auswirkungen fokussiert. Juliane Streich ging das Thema an, und es zeichnet sie aus, dass nicht sie alleine die Feder schwang, sondern Autorinnen und Journalistinnen um Mithilfe bat. Als Herausgeberin bündelte sie mittlerweile in drei Bänden, geschichtliches, aktuelles, unterhaltsames und verborgenes über weibliche Musikerinnen der populären Geschichte seit 1920. 

Dabei sind nicht die Geschmacks- oder Genregrenzen, die alle von uns haben, ausschlaggebend, sondern alleine die persönliche und allgemeine Bedeutung der Kreativen wichtig. So finden sich in ihren Bänden sowohl Nena, wie Bessie Smith, die No Angles, aber auch Not Seattle. Dazwischen mögen Welten liegen, aber es zeigt sich auch: Es gibt keinen Bereich in dem Frauen nicht mitgewirkt haben. Die Geschichte der populären Musik ist voll mit Frauen, die sie geprägt haben, aber auch ganz eigene Varianten entdeckt und entwickelten haben.

Hin und wieder sind die Spuren nur noch im Kontext zu finden, aber – auch wenn die Geschichte nicht umgeschrieben wird – so wird sie doch um einige Farben erweitert und um Role-Models bereichert.

Juliane Streich wählte dabei einen sehr persönlichen Weg, und wie ein DJ belegte sie ihre Lesung mit Klangbeispielen, ergänzte sie um eine persönliche Note und ein Hörbeispiel, das ihre eigenen Gehversuche im Punk-NDW-Umfeld dokumentierte.

Das war kurzweilig, unter der Mithilfe von Julia Neupert fast ein Talkformat und in dem kleinen NUN auf jeden Fall am richtigen Platz. Gerade die unabhängigen, fast basisdemokratischen Veranstaltungsorten, in denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren, legen verstärkt Wert auf ein Angebot, das alle berücksichtigt. 

Auf großen Festivals fällt jedoch nach wie vor auf, dass die Line-Ups, also Zusammenstellungen der auftretenden KünstlerInnen, männlich geprägt sind. Schon seit Jahren ein Thema, bieten die Bücher von Juliane Streich hier eine Diskussionsgrundlage, die die Farbigkeit der Szene hervorhebt, und das vor allem in einer unterhaltsamen, kompakten Form, die den Zugang erleichtert. 


Die Missachtung der Genregrenzen bietet Platz für Neuentdeckungen, die Vielzahl der Stimmen, die sie als Herausgeberin gesammelt hat, eine breite Palette der persönlichen Vorlieben, aber auch differente Sichtweisen.

In seiner Form eine Lesung, die versucht eigene Wege zu gehen, aber daher der Thematik am ehesten gerecht werden konnte. Und zeigte: Es gibt bestimmt noch viel zu erzählen. Man kann als mal den Platz für einen vierten Band frei halten. 

Externe Links:

Juliane Streich – https://julianestreich.de

NUN – https://nun.cafe

Sandrine Neye und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Sandrine Neye und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)
Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Eigentlich bewegen sich Wohnzimmerkonzerte in dem historischen Kontext einer „Soiree“. Sogenannte Salonkonzerte haben eine lange Tradition. Sie finden in der Regel in einem privaten Rahmen statt, bieten vor allem jungen KünstlerInnen die Möglichkeit außerhalb der etablierten Bühnen sich einem geneigten Publikum vorzustellen und sind fast ein geschützter Raum für aufstrebende Talente. Ungeachtet dessen handelt es sich meistens um hervorragend ausgewählte Begabungen.

Die Möglichkeiten der Wohnzimmerkonzerte sind normalerweise im Umfang und der Ausgestaltung begrenzt. Da sie nicht regelmäßig stattfinden, ist man in diesem persönlichen Umfeld sowieso auf Qualität bedacht. Die Gastgeber zeigen eine große Liebe zur Musik, ein außergewöhnliches Engagement für das Thema und gehören damit zu den kleinen Impressarios einer lebendigen Kulturszene.

Die meisten bekannten KünstlerInnen haben irgendwann Wohnzimmerkonzerte genutzt. Sie dienen der Vernetzung, können einen Ruf begründen und haben oft eine Wirkung als Multiplikator in einer regionalen Szene. 

Da Wohnzimmerkonzerte tatsächlich – meistens – in Wohnzimmern stattfinden, werden sie nicht öffentlich bekannt gegeben, finden sich nicht Veranstaltungskalender und werden maximal über Mailinglisten, WhatsApp oder Facebookgruppen bekannt gegeben. Man kennt jemanden, der/die jemanden kennt usw. Wenn man Glück hat – und es hat wirklich sehr viel mit Glück zu tun – gelangt man in einen der Zirkel. 

Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)
Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Es gibt mittlerweile, auch in Karlsruhe, legendäre Ort, kleine, sehr professionelle Bühnen, aber auch ganz private Veranstaltungen, die wert auf ihre Anonymität und Exklusivität legen. Man sollte das berücksichtigen, daher findet sich auch hier kein Hinweis, wo dieses Konzert stattfand.

Erhält man eine Einladung zu einem Konzert, dann sollte man sie annehmen. Ungeachtet dessen, ob der Name der Auftretenden einem bekannt ist oder nicht. Es lohnt sich in der Regel immer.  Ich würde keine Einladung zu einem solchen Konzert ausschlagen.

Ein Konzert von Sandrine Neye und Alfred Müller gehört mittlerweile zu den gut abgestimmten Kombinationen, auf die man in Karlsruhe treffen kann. Beide finden sich in ganz unterschiedlichen Gruppierungen und Auftritten, haben die verschiedensten Standbeine, aber sind vor allem im Jazz-Bereich gerne gesehene Gäste und Mitspieler.

So ist Alfred Müllers Gitarrenspiel stark beeinflusst, von den Rhythmen des Bossa Novas, aber auch mit dem richtigen Swing ausgestattet um den Gesang seiner Partnerin zu unterstützen und herauszufordern. 

Vom Soul beeinflusst, im Jazz behauptet und mit der Kraft einer variantenreichen Stimme, war das Wechselspiel der Beiden geradezu die klassische Begrenzung auf das Wichtigste. Und im Rahmen eines solchen Konzertes, dass von seiner intimen Atmosphäre lebte, ist es auch die professionelle Darbietung bei Klassikern und ihrer Interpretation, die ein ein hervorstechendes Merkmal darstellt. 

So ist es Sandrines Begeisterung für Whitney Houston und Joy Denalane zu verdanken, dass sie auch deren Songs in einer transparenten, warmherzigen Version transportierte, die die Spannbreite ihres Könnens aufzeigte. 

Ein Ausblick auf ihre eigenen Stücke, die noch sich noch eingebunden in die Klassiker finden, deuten auf einen eigenständigen Singer-/SongwriterInnen-Weg hin, der neue Varianten offenbart, aber schon jetzt von der Erfahrung zeugt, die sie stimmlich mit einbringen kann. 

Und das ist bei beiden Musikern ein spürbares Kapital. Die Beteiligungen an Jazzorchester und kleinen Ensemble auf vielen Bühnen, kristallisierte sich in dem Zusammenspiel heraus und lässt gespannt sein, auf das was noch kommt. Wie gesagt, Wohnzimmerkonzerte sollte man sich nicht entgehen lassen, sie entstammen in der Regel immer einer Aufbruchstimmung, die man gerne miterlebt.

Externer Link:

Sandrine Neye – https://sandrineneye.de/de/index.html

Alfred Müller – https://www.instagram.com/alfred_mueller_guitar