Änderungen auf jazznrhythm.com (Part II): Features und Tonspuren

Änderungen auf jazznrhythm.com (Part II): Features und Tonspuren

Diskografie von TOM MESS (Symbolfoto für eine der Bands, die als erstes Betrachtet werden)
Diskografie von TOM MESS (Symbolfoto für eine der Bands, die als erstes Betrachtet werden)

Im Zusammenhang mit dem Karlsruher Archiv werden sich einige Themen auf jazznrhythm.com wieder in den Vordergrund drängen. In der Vergangenheit wurden die Vinyl-Reviews in der Kategorie Tonspur veröffentlicht.  

Tonspur wird weiterhin ein besonderer Teil von jazznrhythm.com bleiben, der leider zugunsten der Konzert-Reviews etwas in den Hintergrund geraten ist. Das wird sich ändern, fortan soll Tonspur einen wichtigen, gleichwertigen Anteil neben den Konzert Reviews bekommen.

Das heißt konkret: In der Woche werden voraussichtlich 3 Vinyl-Besprechungen neben den Berichterstattungen über die Events zu finden sein. In der Regel sollten diese Schallplatten-Rezensionen 300 Wörter umfassen, und damit etwas kürzer als andere Beiträge sein.

Im Idealfall – wenn alles klappt – können sie von einigen kurzen Hinweisen, Features, Artikel und Verweise auf das Archiv begleitet werden. Das heißt auch: Es sollen bei den Tonspuren – nicht nur, aber mehrheitlich – Künstler aus der Region besprochen werden.

Die Features, die damit verbunden sind, sollen einen weiteren Blick auf die Kreativen werfen, und eventuell zusätzliche Informationen enthalten.

Möglicherweise braucht es dazu Mithilfe und Material derjenigen, die besprochen werden. Kann also sein, dass ich mich mit Fragen an die Bands und MusikerInnen wende. Vielleicht auch Interviewwünsche, möglicherweise in transkribierter oder Podcast-Form.

Der Hintergrund ist: Das Karlsruher Archiv birgt momentan weit über 1000 Abbildungen. Diese sind in Form von Fotos, Plakaten, Tickets, und ähnlichen Dingen bereits verfügbar und zu finden. Was allerdings fehlt, dass sind Texte, Hintergründe, Anekdoten und Verweise.

Also Material und Geschichten von Bandmitgliedern, Aktive und ZeitzeugInnen.  Dazu gibt es die Kommentarfunktion, aber natürlich auch das persönliche Gespräch, Hinweise per Mail oder Messenger.

Die bisherigen Tonspuren, die sich eher mit überregionalen Künstlern und Themen beschäftigen sind hier zu finden:

(Erstaunlicherweise gibt es keine Nummer 29. Ich überlege verzweifelt, wohin die verschwunden ist)

Änderungen auf Jazznrhythm.com: Veranstaltungstipps und GastautorInnen

Änderungen auf Jazznrhythm.com: Veranstaltungstipps und GastautorInnen

Festival-Symbolbild (Das Fest)
Festival-Symbolbild (Das Fest)

Auf Jazznrhythm.com gab es bis Ende letzten Jahres einen Veranstaltungskalender, der mehr oder weniger aktuell geführt wurde. Das Thema war allerdings zeitaufwändig, arbeitsintensiv und zeigt auch viel Änderungsbedarf im Laufe der letzten Monate an.

Es war ein schwerer Entschluss, aber jetzt steht es fest: Der Veranstaltungskalender in seiner bisherigen Form kann nicht weitergeführt werden. Dazu sind die Arbeiten am Karlsruher Archiv zu wichtig. In diesem Bereich traten sukzessiv mehr Verzögerungen ein, so dass es Sinn macht, diesen Teil zu intensivieren.

Trotzdem werden hier immer wieder Acts und Events angekündigt werden, allerdings einzeln, dafür prominenter und vollkommen subjektiv. Sind Bands bereits auf Jazznryhthm.com besprochen worden, so wird diesen der Vorzug gegeben und ihre Konzerte selbstverständlich hier aufgeführt. Denn zum einen liegt in der Regel dann schon Material vor, zum anderen sind sie einem natürlich ans Herz gewachsen.

Zu Jazznrhythm.com selbst eine kurze Erklärung, warum es Abstriche geben muss und geben wird – aber auch, warum manche Ideen (Podcasts etc.) unter Umständen länger brauchen. Aktuell handelt es sich um ein Ein-Mann-Projekt, das mit Hilfe vieler Informationen und Zulieferern am Leben gehalten wird. Es ist umkommerziell, kommt ohne Werbung aus, bezieht keine Unterstützung und bezahlt 95% der Eintrittskarten für die Konzerte selbst.

Es gibt aktuell keine Zusammenarbeit mit Labels, Veranstalter oder Ticketlieferanten. Zwar geht es um Vernetzung, aber monetäre Vorzüge oder Zuwendungen gibt es keine. Kommt es zu Bemusterungen durch Bands oder MusikerInnen, dann wird darauf hingewiesen.

Einladungen werden gerne angenommen, Material gerne besprochen. Der Zeitpunkt jedoch bis es zu einer Besprechung kommt, kann lange, bedauerlicherweise sehr lange dauern. Auch wenn es hin und wieder schneller geht, soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Arbeitsanfall schwer abzuschätzen ist und manche Themen voranging behandelt werden.

Das ist mit ein Grund, warum der Veranstaltungskalender aus dem Angebot verschwinden musste. Er bedurfte sorgfältige Pflege und Flexibilität, die neben dem Artikel schreiben, der Social Media Promotion und der archivarischen Arbeit am Karlsruher Archiv schlicht nicht zu leisten war.

Ich möchte weiterhin darum bitten, dass Presseinformationen über Auftritte an andreas@jazznrhythm.com gesandt werden, denn auch in Zukunft wird es Artikel zu Konzerten geben, und in der Regel danach auch ein Review.

Ein Punkt, der für die Zukunft angedacht ist: Wer in der Region Karlsruhe unterwegs ist, Konzerte besucht, und selbst gerne Reviews schreibt, oder aber über seine Lieblingsplatten berichten möchte – dann würde es mich freuen hier GastautorInnen begrüßen zu dürfen.

In diesem Sinne, schreibt einfach mal in die Kommentare, was euch besonders gefällt, was nicht und was man alles noch machen könnte.

Ankündigung: Joya im Kult-Cafe in Stutensee-Friedrichstal am 27 März 2026

Ankündigung: Joya im Kult-Cafe in Stutensee-Friedrichstal am 27 März 2026

Ankündigung: Joya im Kult-Cafe in Stutensee am 27.März 2026

Wer die Gruppe Joya im Mikado verpasst hat, dem bietet sich nun kurzfristig am Freitag den 27 März 2026 nochmal die Möglichkeit die Band bei einem Konzert zu erleben. Joya setzt sich aus versierten und bekannten Mitglieder der hiesigen Balkanszene zusammen. Ihr Repertoire deckt einen großen Teil der europäischen Musikkultur ab, ist beschwingt, lebensfroh und wird in den Details virtuos vorgetragen.

Joya gehört zu den Karlsruher Bands, die sich in den letzten Jahren und Monaten sukzessiv eine Fangemeinde erspielen, und mit großer Begeisterung ihre Kenntnisse einzusetzen wissen. Ihre Konzerte sind damit vor allem für die Freunde variantenreicher Folkmusik aus den Bereichen Gipsy, Swing, sowie griechischen Anleihen und rumänischen Roots ein Vergnügen.

Sie laden zum Tanz und einem spannenden Abend ein. Das Ganze auf Spendenbasis im Kult Cafe in der Rheinstraße Ost 14 in Stutensee-Friedrichstal.

Externe Links:

Joya – https://joya-music.de

Kult Cafe – https://www.familienzentrum-friedrichstal-kult-cafe-stutensee.de

Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026

Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026

Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026
Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026

Sieht man Florian Ostertag zum ersten Mal auf der Bühne, dann ist das wahrscheinlich schon ein Fehler. Tatsächlich ist der Mann so umtriebig, ja, überall irgendwie schon mal gewesen, und in Kreisen bekannt, die man selbst schätzt, dass eigenen Wege seinen Lebenslauf irgendwann gekreuzt haben müssten.

Sein Wikipedia-Artikel hat eine Biografie, von der andere nur träumen können. Die Namen, die mit ihm verbunden sind, sind die kleinen Perlen darin, und die Preise erstaunlich. Und dann tritt er mit einer Lässigkeit und einem Charme vor das NUN-Publikum, der Großes verrät und im Kleinen brilliert. 

Florian Ostertag stellte ein Repertoire vor, das Übung, Sicherheit, aber vor allem ein ganz eigenes Geschick im Songwriting verriet. Umgeben von nichts als drei Saiteninstrumente (2 Gitarren, 1 Mandoline), einem alten Tonbandgerät, das eigensinnig mit Aufnahmen umgeht, sowie einer Schreibmaschine, die mit taktischer Gnadenlosigkeit für den Rhythmus verwendet wurde, zeigte er sich als einer jener Künstler, die ohne Berührungsängste ihr Publikum sofort gefangen nehmen.

Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026
Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026

Er tat das mit einer Leichtigkeit, die wirkte, als ob er Auftritte nebenher und im Vorübergehen mitnimmt, aber eigentlich das Leben geniesst. Weil er es  so liebt, in seinen Songs verarbeitet und gar keine Eile hat. Mit dem Charterflug, oder was sonst so drohen könnte. 

Dabei möchte man seine Werke allen hinterher tragen und seine Titel ins Freundebuch schreiben.

Es fallen einem viele Namen ein, die heute Stadien füllen, die man als Vergleiche hervorziehen will. Doch wird man das Gefühl nicht los, dass all das Lockere und die Slackness eines ewigen Hipsters dann irgendwie wohl genau das sind, was den Charme seiner Werke ausmacht. 

Er hatte versprochen eine neue Platte zu machen, bis er wieder im NUN auftaucht. Aber das scheint schon einige Jahre her zu sein, und was er mitbrachte, das war geschliffen, fein und auf dem Punkt gebracht, so dass man ihn dafür nicht böse sein konnte. Ein bißchen drängen sollte man ihn vielleicht doch, denn unterm Strich möchte man sein Talent natürlich so oft wie möglich geniessen.

Florian Ostertag wußte nicht nur in seinen Songs, die kleine Alltagsweisheiten verarbeiten zu überzeugen, sondern verknüpfte sie auch mit Geschichten, Anekdoten, die in ihrer Farbigkeit das Liebenswerte unterstrichen und seine Erzählungen nachvollziehbar machten.

Das Tonband war die Drummachine, die hin und wieder den Takt angab, die Effektgeräte – gleich einem Keyboard – zu seinen Füßen, waren für Loops und Nachhall genau jene Bandanteile, die das Konzert zu einem vollen, kraftvollen Abend werden liessen. Dabei einfach ständig das Gefühl vermittelten, der Mann kann eine ganze Menge, ziemlich viel und das zusammen mit seiner Stimme ausgesprochen gut. 

Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026
Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026

Mit der Ruhe eines Entertainers, der geübt in seinem Oeuvre ist, gereichte der Abend zu einer kleine Überlänge, die – so kurzweilig, wie es war – schlicht gar nicht bemerkt wurde. 

Und: Hätte er irgendwann alles wiederholt, hätte man es dankend angenommen, denn es war schwer festzustellen, welchem Song man den Vorzug geben sollte. Hatten sie doch alle Qualitäten, die ihnen einen Platz im Herzen gewähren konnten. 

Florian Ostertag gehört damit zu jenen, die das NUN zu einem Ort machen, an dem man verflixt gute Leute erleben kann.

Externe Links:

Florian Ostertag – https://florianostertag.de

NUN – https://nun.cafe