Ankündigung: Joya im Kult-Cafe in Stutensee am 27.März 2026
Wer die Gruppe Joya im Mikado verpasst hat, dem bietet sich nun kurzfristig am Freitag den 27 März 2026 nochmal die Möglichkeit die Band bei einem Konzert zu erleben. Joya setzt sich aus versierten und bekannten Mitglieder der hiesigen Balkanszene zusammen. Ihr Repertoire deckt einen großen Teil der europäischen Musikkultur ab, ist beschwingt, lebensfroh und wird in den Details virtuos vorgetragen.
Joya gehört zu den Karlsruher Bands, die sich in den letzten Jahren und Monaten sukzessiv eine Fangemeinde erspielen, und mit großer Begeisterung ihre Kenntnisse einzusetzen wissen. Ihre Konzerte sind damit vor allem für die Freunde variantenreicher Folkmusik aus den Bereichen Gipsy, Swing, sowie griechischen Anleihen und rumänischen Roots ein Vergnügen.
Sie laden zum Tanz und einem spannenden Abend ein. Das Ganze auf Spendenbasis im Kult Cafe in der Rheinstraße Ost 14 in Stutensee-Friedrichstal.
Sieht man Florian Ostertag zum ersten Mal auf der Bühne, dann ist das wahrscheinlich schon ein Fehler. Tatsächlich ist der Mann so umtriebig, ja, überall irgendwie schon mal gewesen, und in Kreisen bekannt, die man selbst schätzt, dass eigenen Wege seinen Lebenslauf irgendwann gekreuzt haben müssten.
Sein Wikipedia-Artikel hat eine Biografie, von der andere nur träumen können. Die Namen, die mit ihm verbunden sind, sind die kleinen Perlen darin, und die Preise erstaunlich. Und dann tritt er mit einer Lässigkeit und einem Charme vor das NUN-Publikum, der Großes verrät und im Kleinen brilliert.
Florian Ostertag stellte ein Repertoire vor, das Übung, Sicherheit, aber vor allem ein ganz eigenes Geschick im Songwriting verriet. Umgeben von nichts als drei Saiteninstrumente (2 Gitarren, 1 Mandoline), einem alten Tonbandgerät, das eigensinnig mit Aufnahmen umgeht, sowie einer Schreibmaschine, die mit taktischer Gnadenlosigkeit für den Rhythmus verwendet wurde, zeigte er sich als einer jener Künstler, die ohne Berührungsängste ihr Publikum sofort gefangen nehmen.
Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026
Er tat das mit einer Leichtigkeit, die wirkte, als ob er Auftritte nebenher und im Vorübergehen mitnimmt, aber eigentlich das Leben geniesst. Weil er es so liebt, in seinen Songs verarbeitet und gar keine Eile hat. Mit dem Charterflug, oder was sonst so drohen könnte.
Dabei möchte man seine Werke allen hinterher tragen und seine Titel ins Freundebuch schreiben.
Es fallen einem viele Namen ein, die heute Stadien füllen, die man als Vergleiche hervorziehen will. Doch wird man das Gefühl nicht los, dass all das Lockere und die Slackness eines ewigen Hipsters dann irgendwie wohl genau das sind, was den Charme seiner Werke ausmacht.
Er hatte versprochen eine neue Platte zu machen, bis er wieder im NUN auftaucht. Aber das scheint schon einige Jahre her zu sein, und was er mitbrachte, das war geschliffen, fein und auf dem Punkt gebracht, so dass man ihn dafür nicht böse sein konnte. Ein bißchen drängen sollte man ihn vielleicht doch, denn unterm Strich möchte man sein Talent natürlich so oft wie möglich geniessen.
Florian Ostertag wußte nicht nur in seinen Songs, die kleine Alltagsweisheiten verarbeiten zu überzeugen, sondern verknüpfte sie auch mit Geschichten, Anekdoten, die in ihrer Farbigkeit das Liebenswerte unterstrichen und seine Erzählungen nachvollziehbar machten.
Das Tonband war die Drummachine, die hin und wieder den Takt angab, die Effektgeräte – gleich einem Keyboard – zu seinen Füßen, waren für Loops und Nachhall genau jene Bandanteile, die das Konzert zu einem vollen, kraftvollen Abend werden liessen. Dabei einfach ständig das Gefühl vermittelten, der Mann kann eine ganze Menge, ziemlich viel und das zusammen mit seiner Stimme ausgesprochen gut.
Florian Ostertag im NUN, Kulturraum am 21.03.2026
Mit der Ruhe eines Entertainers, der geübt in seinem Oeuvre ist, gereichte der Abend zu einer kleine Überlänge, die – so kurzweilig, wie es war – schlicht gar nicht bemerkt wurde.
Und: Hätte er irgendwann alles wiederholt, hätte man es dankend angenommen, denn es war schwer festzustellen, welchem Song man den Vorzug geben sollte. Hatten sie doch alle Qualitäten, die ihnen einen Platz im Herzen gewähren konnten.
Florian Ostertag gehört damit zu jenen, die das NUN zu einem Ort machen, an dem man verflixt gute Leute erleben kann.
PREYRS (feat. Amy Montgomery) im KOHI am 20.03.2026
Weird Gravity vollzogen ihre Feuerprobe im KOHI. Der erste Auftritt an diesem legendären Ort war für die Karlsruher jene Premiere, die ihnen sichtlich Freude bereitet. Stabiler, traditioneller Rock, der kraftvoll mit großen Rädern in den Furchen der Altvorderen wühlte. Da waren massive Kenntnisse der Geschichte, ein fetter Gitarrenboden und große Bilder drin.
Weird Gravity im KOHI am 20.03.2026
Weird Gravity kamen zu fünft, waren damit schon für einen breiten Sound aufgestellt, hatten sie doch 3 Gitarren, Vocals und das Schlagzeug mit sich. Das war folglich solides Handwerk, die klare Linie und die Referenzen zum Rock, wie er allen in den Gehörgängen sitzt. Ehrlich, ohne doppelten Boden, mit den solistischen Verweisen an eine Zeit, in der es kaum mehr brauchte um eine Band zu gründen, als den Willen, die Übung und den Mut zum lautstarken Statement.
Weird Gravity im KOHI am 20.03.2026
So überzeugten sie mit Sympathie, dem Spaß an dem Auftritt und der Eingängigkeit der selbstkomponierten Songs. Weird Gravity wußten im Brachialen das Detail zu betonen, die Ballade und dramatisierte Einleitung zu nutzen, aber vor allem zu rocken, wie sich das eben gehört. Angenehme Band, die den Abend gekonnt einleitete.
PREYRS (feat. Amy Montgomery) im KOHI am 20.03.2026
Amy Montgomery eilt mittlerweile ein berechtigter Ruf voraus. Es gibt kaum jemand, der auf der Bühne härter arbeitet, über das komplette Event den ganzen Körpereinsatz bringt, und eine ähnliche Energie freisetzt. So ist es kein Wunder, dass eine eigene Fanbase in der ersten Reihe vertreten war, aber auch dass es mit den PREYRS eine gelungene Kombination auftrat.
Ihre Musik wird meistens mit den Worten Tribal und Alternativ beschrieben. Das kommt dementsprechend kraftvoll und archaisch. Kein Wunder, wird es vor allem von der Rhythmusfraktion vorangetrieben. Die PREYRS, mit Amy zu viert auf der Bühne, beherrschten selbst in kleinen Gesten, den großen Stil.
In der Wucht kam zusammen, was zusammen gehörte: die Stimmgewalt und Ausdruckskraft von Amy, mit der kompromisslosen Fahrt der PREYRS, die in Geschwindigkeit und Entschlossenheit, ein Gesamtbild formten, dass nichts offen liess und alle Versprechungen erfüllte.
Das passte wie angegossen, funktionierte satt, und bewies mit reinen Vokalparts, dem Wechsel der Instrumente zwischen Gitarre und Schlagzeug, auch Vielseitigkeit und ein Konzept, von dem noch einiges zu erwarten ist.
PREYRS (feat. Amy Montgomery) im KOHI am 20.03.2026
Das bleibende Gefühl bei Amy ist immer, da kommt noch was, die wollen noch was, die hören hier nicht auf, die kämpfen sich nach oben und wir werden noch überrascht sein. So auch bei diesem Auftritt, der eine Steigerung ihres letzten Besuches darstellte und zu einem Gesamtkunstwerk wurde, das nun – in der Mitte ihrer Tour – entsprechend geübt und radikal eine Show zeigte, die unermüdlich an die Front ging.
Amy zog das Ding durch. Kaum vorstellbar, dass jemand mit dem gleichen Einsatz, und den selben Anstrengungen auf einer solchen Tour jeden Abend ähnlich unterwegs ist, aber – sie ließ keinen Zweifel daran – es ist diese Mischung aus Ausstrahlung, Fitness, gesanglichen Qualitäten, die zusammen mit der Begeisterung für geraden, harten Rock die Faszination für die PREYRS ausmacht.
PREYRS (feat. Amy Montgomery) im KOHI am 20.03.2026
Als wären sie aus einem Stück gegossen, boten die vier einen Abend, der – trotz einiger Tücken mit den Mikros – wie geschaffen war, für das KOHI und andere wilde Orte.
Jimi Tenor im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 15.03.2026
Um es einleitend und in einem Satz zu sagen: Jimi Tenor kam, und das KOHI war heiß, voll und schweißtreibend. Wie ein Alchemist, gekleidet in farbenfrohe Gewänder, rührte er ein faszinierendes Gebräu aus Funk, Jazz und Soul, sowie allen Zwischenbereichen, die man noch nennen könnte, an.
Zusammen mit seiner Band, bestehend aus Percussions, Gitarre, Schlagzeug und einem Bläser, bewies Jimi Tenor – selbst an Keyboard, Querflöte und Saxophon – dass er das alles mit einer Lässigkeit vermischt, die seinesgleichen sucht.
Da vermengten sich afrikanische Elemente mit glanzvollen Disco-Zitaten, um einfach zu zeigen, hier war jemand, der das aufgesogen und schon gespielt hatte, während andere noch auf Entdeckungstour waren.
Jimi Tenor, aus dem kalten Land der Trolle (Finnland) kommend, brachte mit seiner fünfköpfigen Besetzung Musiker mit, die – genauso wie er selbst immer wieder – zwischen den einzelnen Instrumenten wechseln konnten, stilistisch variantenreich waren, aber gerne wieder zurück kamen, zu einem Groove, der den Jazz zurück auf die Tanzfläche brachte.
Jimi Tenor im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 15.03.2026
Erwartungsgemäß sprach Jimi Tenor damit ein breites, vielfältiges Publikum an. Wie kaum ein anderer jonglierte er zwischen den Zitaten, Versatzstücken und Klischees der einzelnen Richtungen. So tauchte durchaus auch mal Manu Dibangos „Soul Makossa“ auf, als wäre es ein Teil des eigenen Werkes, wie instrumentale Parts, die an die Siebziger erinnerten, oder einfach verspielt am Jazzrock angelehnt waren.
Die Einordnung und Bestimmung seines Werkes mag den Journalisten vorbehalten sein; Jimi Tenor hatte sichtlichen Gefallen daran, die Grenzen zerfliessen zu lassen.
Die Ernsthaftigkeit eines instrumentellen Kleinods, dargeboten und eingeleitet auf der Querflöte, durfte dann einem beschwingten Hit weichen, der dann eher auf die Füße abzielte. Von der Querflöte zum Saxophone, mit einer Hand am Keyboard, wußte er zu begeistern. Stand diese Möglichkeit nicht zur Verfügung, so unterstützte der Posaunist, der auch an der Tuba sein Können zeigte, ihn auf den Tasten.
Der Percussionist vertauschte mit dem Schlagzeuger die Sitzplätze, oder gab den Vocals mit seinem tiefen Timbre einen souligen Anstrich. Das harmonische Zusammenspiel war reich an Überraschungen, aber wirkte alles in allem wie aus einem Guss.
Jimi Tenor erinnerte damit auch an die großen, konzeptionellen Entertainer, die den Jazz – mit all seinen Spielarten – immer als ein Gesamtkunstwerk betrachteten, das nur in Verbindung mit den begeisterten Menschen vor der Bühne vorstellbar war.
Jimi Tenor im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 15.03.2026
Schon in den Bühne-Outfits einer Weltoffenheit verpflichtet, präsentierte sich die Band als bunte Truppe, die dadurch auch in ihrer Optik Bezüge zu klangvollen Namen und der großen Geschichte ähnlicher Bands aufbaute. Das KOHI katapultiere sich damit in eine Zeitlosigkeit, die den Jazzrock fühlbar, dem Acid Jazz huldigte und Discofunk erlebbar machte.
Was immer man erwartet hatte, Jimi Tenor brachte es mit.
Und zeigte es mit einer sympathischen Zurückhaltung, die viel Raum für seine Mitspieler ließ. Einer der Guten. Nicht verpassen, wenn er wieder die Region kommt.
Jimi Tenor im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 15.03.2026
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Einwilligung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Präferenzen
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.