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Kategorie: Karlsruhe

Karlsruhe und Schallplatten

Los Fastidios (Support: Bordkapelle Akkermann) in der alten Hackerei am 12.02.2026

Los Fastidios (Support: Bordkapelle Akkermann) in der alten Hackerei am 12.02.2026

Los Fastidios (Support: Bordkapelle Akkermann) in der alten Hackerei am 12.02.2026
Los Fastidios (Support: Bordkapelle Akkermann) in der alten Hackerei am 12.02.2026

Die Bordkapelle Akkermann kommt von den Küsten Pforzheims. Dort wo die Wellen hoch, die See stürmisch und die Piraten gestrandet sind. In bester Trompetenpunk-Tradition verkörpern sie alles, was seit Jahren aus Pforzheim über die Live-Clubs hereinbricht.

Standfest, kernig, und mit einem Bein im Meer, beschworen sie den Punk, den Verlust und den Widerstand gegen alles Rechte. Trinkfest, launig, vor allem bereit das Ding voran zu treiben, hielten sie die Alte Hackerei am Laufen, brachten sie zum Tanzen und genug Erfahrung mit, um den Los Fasdidios den Boden zu bereiten.

In Pforzheim scheint sich jeder zu kennen, die Bands alle mit einander verschwägert zu sein, und so war es kein Wunder, die Recken irgendwo schon mal gesehen zu haben. Across the Border – Umfeld wahrscheinlich.

Bordkapelle Akkermann in der alten Hackerei am 12.02.2026
Bordkapelle Akkermann in der alten Hackerei am 12.02.2026

6 Mann hoch, und damit schon eine gute Füllung für jede Kajüte – fast schon orchestral – brachten sie neben drei Gitarren, dem Schlagzeug, den Vokals, noch ein Keyboarder mit, der besagte Trompete zu einem prägnanten Thema machte. 

Die Jungs beherrschten ihr Spiel, die Party, die ungestüme Lust an dem kompletten Klischee, erzählten ihren Seemannsgarn, behielten beinhart ihre Stellung bei und beackerten dabei ihr eigenes Genre, das natürlich sehr Pforzheim, aber vor allem irgendwo drüber und drunter Im Ska-Punkt-Gemenge angesiedelt war. Gute Sache das, und die Connection zu Karlsruhe macht froh. Man sieht sich schließlich bald wieder.

Los Fastidios sind die am härtesten arbeitende Ska-Band Italiens. Ständig auf Tour, omnipräsent und schnell in den sozialen Medien, quasi überall. Und spätestens nach einem halben Jahr glaubt man jeden in der Band persönlich zu kennen. Es gibt wahrscheinlich keinen Club in Europa, in dem sie nicht schon aufgetreten sind. Aber gleichzeitig hat man den Eindruck, das sie ihre aktuelle Tournee nie beenden, aber schon wieder in der Stadt sind. Gottseidank.

Mit klarer Position, einem halben Schlagzeuger (der linke Arm verharrte in der Schlinge  – wie gesagt, härtest arbeitende Skaband Italiens), Bass, E-Gitarre, Sänger und Sängerin – präsentierte sie in der fast ausverkauften Hackerei ihr Programm. Geradeaus, fordernd gegen sich selbst und anderen, mit klaren Botschaften, sichereren Hymnen und Reminiszenzen gegenüber den Leuten, die das alles mal auf den Weg brachten. 

Los Fastidios (Support: Bordkapelle Akkermann) in der alten Hackerei am 12.02.2026
Los Fastidios (Support: Bordkapelle Akkermann) in der alten Hackerei am 12.02.2026

Los Fastidios leben den Ska. Die Vielfalt, die richtige Linie, und den Standpunkt. Die Parts an der Front teilten sich Enrico und Elisa Dixan mit unerschöpflicher Energie, einem Willen zur Party und der entsprechenden Ansagen.

In der Mischung aus englisch und italienischem Material offenbarte sich eine allgemeinverständlich Kraft, die den Raum zum rocken brachte und die Anwesenden vereinnahmte. Ska, wie er sein sollte. Eine Linie, die abgrenzt, schweißtreibend ist und immer Stellung bezieht. Für das Vegane Leben, gegen die Ausgrenzung, für die Farbigkeit und für die Migration. 

Los Fastidios erhöhten das Tempo beständig, hielten die Flagge hoch, und wollten kein Ende finden. Trotz der vielen Jahre auf der Straße, den hunderten von Konzerten, die sie pro Jahr in einem kraftvollen Marathon geben, blieb der Eindruck der Einzigartigkeit und das Gefühl eines der wichtigsten Events des Jahres miterlebt zu haben. Respekt den Leuten. Die Blaupause für aktuelle Skabands.

Externe Links:

Los Fastidios – https://www.losfastidios.net

Bordkapelle Akkermann – https://www.facebook.com/bordkapelleakkermann/?locale=de_DE

Alte Hackerei – https://www.altehackerei.de

Buchi trifft ..Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 11.02.2026 im Sandkorn-Theater

Buchi trifft ..Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 11.02.2026 im Sandkorn-Theater

Buchi trifft ..Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 11.02.2026 im Sandkorn-Theater
Buchi trifft ..Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 11.02.2026 im Sandkorn-Theater

Zwar war es die 93.Ausgabe der Reihe „Buchi trifft“, doch für mich eine Premiere. „Buch trifft“ ist ein Vorstellungs- und Konzertformat, bei dem die Musik in ungewöhnlichen Kombinationen und Möglichkeiten in Vordergrund steht. Sowohl der Gastgeber, Stefan „Buchi“ Buchholz (mit der Unterstützung von Claus Kubik am Bass) gestaltet das Musikprogramm, wie auch die anwesenden Gäste. 

Aus ganz unterschiedlichen Regionen und Bereichen vorgestellt, ergab sich wohl im Laufe der Jahre ein farbiges, interessantes und vielschichtiges Programm. Das Stammpublikum zeugt davon, dass sie es nun, während einem aktuellen Bühnentausch innerhalb des Sandkorns, auch schafften den großen Saal zu füllen. Das war nicht nur der Popularität der beiden Eingeladenen – Sandie Wollasch und Matthias Hautsch – zu verdanken, sondern sicherlich auch der Beliebtheit der Reihe.

Es verwundert nicht, wenn Sandie Wollasch in Begleitung von Matthias Hautsch zu einem Anziehungspunkt für ein fast ausverkauftes Haus sorgte. Handelt es sich doch bei ihr um eine der talentiertesten Jazz- und Soulstimme, die nicht nur innerhalb der Region einen hervorragenden Ruf geniesst.  

Sandies Stimme ist auf den unterschiedlichsten Produktionen zu hören. Um nur eine hervor zu heben sei ihre Zusammenarbeit mit DePhazz erwähnt, die in dem weiten Feld aus Soul, Jazz und Electronica eine ganz eigene Stellung belegen. Daher sind sie seit vielen Jahren mit Soundexperimenten auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.

Buchi trifft ..Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 11.02.2026 im Sandkorn-Theater
Buchi trifft ..Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 11.02.2026 im Sandkorn-Theater

In Zusammenarbeit mit Matthias Hautsch präsentierte sie nicht nur einen Ausblick auf ihre gemeinsame neueste Produktion – ein Album, das demnächst erscheinen wird – sondern auch ein ganzes Spektrum an Songs und inspirierenden Coverversion. 

Die Spannbreite reichte dabei von Harry Nilsson, über Queen zu Billy Idol, aber auch Tina Turner. 


Das Vermögen, in der Interpretation ganz eigene Varianten zu schaffen, die einen Erkennungswert und Alleinstellungsmerkmal in ihrer Stimme und dem Gitarrenspiel von Matthias Hautsch haben, zeichnet sie aus, und verlieh dem Abend jenen einzigartigen Charakter, der ein Markenzeichen von Sandie Wollaschs Konzerte ist. 

Matthias Hautsch spielt nicht nur sein Instrument, er spielt vor allem mit den Möglichkeiten und Varianten, dem Klangkörper etwas zu entlocken, was ihm auch perkussiv unterstützt. Ungeachtet dessen – über alle Verspielt- und Experimentierfreudigkeit hinaus – beinhaltete der Flow und Groove seines Stils immer eine Leichtigkeit. Eine scheinbare Mühelosigkeit, die leicht verdecken kann, wie professionell und versiert und mit welcher Finesse er das Thema bereichert. 

Ein warmer Grundton, eine angenehme Lässigkeit und das Wissen, wie man die Sonne geschickt einfliessen lässt, führen zu einer beschwingten Coolness, die für Sandie einen perfekten Gegenpart für ganz eigene Blickwinkel auf bekannte Stücke bietet.

Buchi trifft ..Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 11.02.2026 im Sandkorn-Theater
Buchi trifft ..Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 11.02.2026 im Sandkorn-Theater

So war es auch hier wieder, wie so oft in Gruppierungen, denen Sandie angehört oder mit denen sie Abende gestaltet, dass der Reichtum an Möglichkeiten und Varianten, der sich dadurch bietet, gepaart mit einem ganz eigenen Charme und Spielfreude der anwesenden Musiker, eine fast unbegrenzte Aussicht darstellten.

Da sang Claus Bubik, und intonierte mit einem großen Bezug zum Americana, Willie Nelson. Um danach Steve Winwoods Interpretation eines Ray Charles Klassikers vorzutragen. 

Sandie Wollasch und Matthias Hautsch verwandelten eine Queen Hymne in ein angejazztes, fast erdiges und sehr gefühlvolles Werk. In der Zusammenarbeit mit Stefan Buchholz (am Cajon und den Vocals) intonierten sie Billy Idols „Sweet Sixteen“ zu einem zarten und dennoch rauen, ruhigem Duett. 

Die Reise durch die Geschichte der aktuellen Musik erfolgte mit Abzweigungen, Verweisen, Anekdoten und dem Grad an Persönlichkeit, der den bekanntem Liedgut neues abgewinnen konnte. Außergewöhnlich in der Gestaltung und dem Rahmen, macht es neugierig, wie es in dem Format weiter geht, aber auch die gemeinsame Arbeit von Sandie Wollasch und Matthias Hautsch präsentierte sich als empfehlenswerter Glücksgriff. Man darf gespannt auf das kommende Album sein.

Externe Links:

Buch trifft – https://www.das-sandkorn.de/spielplan/spielplan/buchi-trifft

Sandie Wollasch – https://www.sandiew.de

Matthias Hautsch – http://www.matthiashautsch.de

Claus Bubik – http://www.clausbubik.de

UWE KREMP / KLAUS GÜNDCHEN : DEEP MOMENTS – KONZERT FÜR E-GITARRE UND STAHLPLASTIKEN im Kohi am 08.02.2026

UWE KREMP / KLAUS GÜNDCHEN : DEEP MOMENTS – KONZERT FÜR E-GITARRE UND STAHLPLASTIKEN im Kohi am 08.02.2026

UWE KREMP / KLAUS GÜNDCHEN : DEEP MOMENTS - KONZERT FÜR E-GITARRE UND STAHLPLASTIKEN im Kohi am 08.02.2026
UWE KREMP / KLAUS GÜNDCHEN : DEEP MOMENTS – KONZERT FÜR E-GITARRE UND STAHLPLASTIKEN im Kohi am 08.02.2026

Musik ist ein vielgestaltiges Thema. Ihre Begrenzung erfolgt durch unsere Hörgewohnheiten. Nicht jedoch durch ihre Möglichkeiten. 

Das Aufbrechen vermeintlicher Grenzziehungen, die im Rahmen der Tradition und regionalen Kultur erfolgt sind, ist die Aufgabe derjenigen, die sich der Kunst als Innovation und Inspiration verpflichtet fühlen. In der Wiederholung des Bekannten wird die Entwicklung beendet, und in Zitaten ein Bezug hergestellt. 

Der Künstler Klaus Gündchen und der Gitarrist Uwe Kremp luden zur Finissage (sorry, aus Versehen Vernissage geschrieben) der aktuell ausgestellten Stahlplastiken Gündchens im KOHI am 08.02.2026. Das im Zusammenhang mit der Feier um die Austellungseröffnung angesetzte Konzert bezog eines der Werke von Klaus Gündchen in die musikalische Darbietung mit ein. 

Während der Gitarrist Uwe Kremp, die Möglichkeiten seiner Gitarre im Dialog und Zusammenspiel ausreizte, offenbarte der Künstler selbst das Variantenreichtum seiner Plastik. Es handelte sich dabei um ein überragendes Objekt, dass sich in dem mittleren Bereich verjüngte. Um dort Metallstreben einen Raum zu geben , die – ähnlich wie die Saiten einer Harfe – zwei hohle Stahlkörper miteinander verband. 

Die klanglichen Optionen eröffneten ein Spektrum, dass sowohl den hohen Tonbereich, durch Geigenbogen oder perkussive Schlagwerkzeuge, abdecken konnten, wie auch einen dumpfen, basslastigen Trommel-Bereich mit dem Hohlkörper – vorwiegend im oberen Bereich – einband. 

Das Zusammenspiel, durch das starre, metallische Material rundete die Möglichkeiten ab, in dem die rauhe Oberfläche, die bei den Arbeiten Klaus Gündchens mannigfaltige Schleifspuren und dadurch unterschiedliche Schattierungen aufzeigen, auch für streichend, kratzende und ähnliche Geräusche genutzt wurden.

UWE KREMP / KLAUS GÜNDCHEN : DEEP MOMENTS - KONZERT FÜR E-GITARRE UND STAHLPLASTIKEN im Kohi am 08.02.2026
UWE KREMP / KLAUS GÜNDCHEN : DEEP MOMENTS – KONZERT FÜR E-GITARRE UND STAHLPLASTIKEN im Kohi am 08.02.2026

In der Darbietung, die ohne Pause oder Abgrenzungen, übergangslos die Höhen und Tiefen, der klanglichen Vielfalt durchschritt, ergab auf diesem Weg ganz differente Sichtweisen im Umgang mit diesem selbstgestalteten Instrument. 

Als Zitat konnte man durchaus Zusammenhänge mit der primitiven Gestaltung mancher historischen und kulturell anders verorteten,  tönenden Utensilien sehen. Die Verbindung eines Hohlkörpers mit Saiten ist durchaus gebräuchlich, dieses jedoch aus Stahl in dieser Weise zu formen, und in Größe und Volumen, ,aber auch mit der Starrheit der Streben eine besondere Kraft zu verleihen, gab sowohl der Aufführung wie auch dem Objekt selbst eine durchaus avantgardistische, grenzüberschreitende Note. Der Bezug war da, die Zitate gesetzt, aber innerhalb des Konzertes immer wieder neu erprobt, in Frage gestellt, ausgereizt und an neue Punkte geführt.

Auch das Gitarrenspiel von Uwe Kremp, schritt mit Leidenschaft über die Spielweise, die gepflegt und gelehrt wird, locker hinweg, strich anhaltend über die Seiten, betonte den Einsatz des Bottlenecks auf völlig veränderte Weise in einem schnarrenden, hochtönenden Weg und geruhsamer Langsamkeit, um die Korrespondenz zu Gündchens Spiel aufrecht zu erhalten. 

So war das Objekt der eigentliche Mittelpunkt des Abends, und wie in den meisten seiner Arbeiten, die das KOHI ausstellt, präsentierte der Künstler auch hier das Vertraute – in diesem Fall die Musik und das Verständnis von ihrer Erzeugung – in einer Form und Nutzung, die die Grundfragen stellte. 

Das Gegenbürsten, die Auflösung des Gewohnten und das Einholen der Aufmerksamkeit, um dem Ungewohnten einen Raum zu geben, ist – so zeigte es sich auch hier – das Beet für Neues, das Kommende und die Möglichkeiten, die wir nutzen werden. So machen die Werke von Klaus Gündlich neugierig und erweckten auch bei den Zuschauenden den Wunsch, ob man es nicht selbst einmal spielen könnte. Und wenn Kunst das erreicht, dann hat sie im Grunde alles erreicht.

Externer Links:

Klaus Gündchen – https://www.klaus-guendchen.de

Uwe Kremp – https://herrenhaus-edenkoben.de/de/stipendien/ehemalige-stipendiaten/kremp-uwe/18/pid,1182/kremp-uwe.html

KOHI – Kohi.de

Goblyns (Support: Haphazard) im KOHI, Kulturraum, am 7.02.2026

Goblyns (Support: Haphazard) im KOHI, Kulturraum, am 7.02.2026

Goblyns im KOHI am 07.02.2026
Goblyns im KOHI am 07.02.2026

Fast eine Zeitreise, was das KOHI am 07.02.2026 anbot. Die Goblyns besuchten die Stadt, taten das beschwingt und mit leichtem Fuß, doch einleiten liessen sie sich von den erdigen Rhythmen Haphazards. Die wiederum frönen dem Geist der frühen Jahre. Als hätte es Punk nie gegeben, hätte Metal nie das Ruder übernommen, halten sie die Flagge hoch für jene Richtung, die den Übriggebliebene die Tränen in die Augen treibt. 

Und alle andere staunen machen.

Haphazard müssen sich alles auf YouTube reingezogen haben, was in den Archiven gefunden wurde. Haben wahrscheinlich alle Plattensammlungen ihrer Ahnen geerbt und rocken nun den Stammbaum runter, als hätten sie die letzten 50 Jahre im Proberaum überwintert. Dabei sind sie jung, überraschend talentiert, schon verflixt nahe an den Vorbildern und damit auf dem besten aller Wege.

Haphazard im KOHI am 07.02.2026
Haphazard im KOHI am 07.02.2026

Wer sie nicht kannte, wird sie sich merken. Der Rest war schon im Fanmodus angekommen. Haphazard leitete das Ding ein, in klassischer Besetzung: Gitarre, Bass (mit Vocals) und Schlagzeug. Bewiesen wieder mal – mehr braucht es nicht. Das reicht, das funktioniert, das geht vor allem, wenn man die Riffs aufgesogen hat wie ein Schwamm. 

Vieles war noch Charme, musikalisch aber faszinierend ausgereift und packend. Ein gehöriges Bündel Zitate, dass sie da unter dem Arm trugen, ohne zur Kopie oder Cover zu werden. Eigenständig in Melodie, Komposition und dem Konstrukt. 

Haphazard im KOHI am 07.02.2026
Haphazard im KOHI am 07.02.2026

So waren sie den großen Namen auf den Fersen, hielten das Level oben, trieben es voran und konnten den Goblyns die Fackel locker übergeben.

Sollte man sich merken.

Die Goblyns, in ähnlicher Besetzung, präsentierten sich sehr viel instrumentaler. Ausgezeichnet mit einer treibenden Leichtigkeit, die irgendwo zwischen Jazz und Surf einen Rhythmus ausmachte, der in den Tiefen der Zeit verankert war, aber nur heute so funktionieren konnte.

Verliebt in detailreiche Melodien luden sie zum Tanz, verzückten mit einem herausfordernden Beat und Kompositionen, die sich überall bedienten. Aber eine eindeutige Signatur aufwiesen.

Goblyns im KOHI am 07.02.2026
Goblyns im KOHI am 07.02.2026

So schufen sie die Partymusik der abhebenden Generation. Sie zitierten orchestrale Sounds, verzichteten aber ganz locker auf den großen Instrumentenkasten. Ebenfalls nur ausgestattet mit der klassischen Besetzung aus Gitarre, Drums (Vocals) und Bass, lieferten sie dem KOHI den Soundtrack aus Raum und Zeit, Nostalgie und Vorschau. 

Die stilistische Versiertheit, die das Konzept bündig, nahtlos und ohne Brüche – dennoch mit Steigerungen und Abstufungen präsentierte – zeigt eine verträumte Beatband, die genug Soundtracks gehört und Lightshows gesehen hatte, um etwas zu erschaffen, was nun als Einheit herüberkommt.

Im Gesang verträumt und knackig in der Präsentation. Wie ihr Support holten auch die Goblyns Bilder hervor, die von einer besseren, unkomplizierten Welt zeugen möchten. Wilde Träume einer neuen Generation, verheißungsvolles Utopia für die nächsten und rauschende Nächte für die, die sich darauf einliessen. 

Beindruckend in der Konsequenz, der ausgelebten Liebe zu den Versatzstücken aus einer verspielten Zeit. Wurzeln überall und Mosaiksteinchen, wo man sie finden möchte. 

Die Goblyns sind der relaxte Spaziergang durch einen Park in San Francisco, wenn man in der Filmkulisse der Sechziger umherwandert.

Externe Links:

Goblyns – https://goblynsband.com

Haphazard – https://www.instagram.com/haphazard.music/

Kohi – https://kohi.de