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Schlagwort: Keyboard

Klangwerk im NUN

Klangwerk im NUN

Klangwerk im NUN am 12.12.2025
Klangwerk im NUN am 12.12.2025

Kein Konzert, aber vielleicht gerade deshalb interessant. „Klangwerk“ im NUN, Kulturraum bietet eine Chance für Menschen, ein Instrument spielen oder singen. Auf der Bühne des NUN besteht, jeweils zum Ende des Monats, die Möglichkeit für eine Jamsession. 

Wer Lust und Zeit hat, kann sich dann live und spontan mit anderen MusikerInnen treffen. In der Regel akustisch, oder nur sehr verhalten verstärkt, bietet das NUN Raum und Platz für bis zu 3 Stunden ausgedehntes Üben und Kennenlernen (von 19:00 – 22:00). 

Wer gerne nur zuschauen möchte, ist genauso willkommen. Um noch ein Bier zu trinken, denn der Abend war schon angebrochen – und bot nichts anderes – kam ich gestern vorbei. Das Publikum war überschaubar. Über die ganze Lokalität verteilt, waren es wohl wechselnd 5-6 Leute. 

Das NUN bietet Platz für bis zu 60 Anwesende. Also hatte noch Luft nach oben. Interessant war: Diejenigen, die  das NUN besuchte, verschwanden manchmal kurz darauf, um mit einem Instrument wieder zu kommen. 

Was am Anfang fast schon eingespielt wirkte, und wohl zusammengesetzt war aus regelmäßigen Gästen – die sich schon kannten und  fröhlich vor sich hin jammten – entpuppte sich sukzessiv als spannende Konstellation. Schlossen sich doch noch zwei  Sängerinnen, eine Saxophonistin und ein Trompeter an.

Etwas, was das NUN schon immer auszeichnet, und sich vor allem in diesem Kontext zeigte: Es ist offen für alle Menschen. Auf der Bühne fanden sich zum Schluss MusikerInnen aller Altersgruppen und Stilrichtungen, die zwar alle in unterschiedlichen Repertoires und Genre heimisch waren, jedoch bei Klassikern wie „Sunny“, „Two of us“ oder „Hotel California“ eine gemeinsame Basis fanden.

Das Faszinierende für Unbeteiligte wie mich, die es nie geschafft haben, die Disziplin für das Erlernen eines Instrument aufzubringen, ist bei solchen Gelegenheiten immer, wie alles Unwichtige schwindet, wenn Menschen zusammen Musik machen. Mag es noch so holprig sein, Fehler einfliessen oder Experimente beinhalten, in einem Song finden alle zusammen, so dass man immer die Chance nutzen kann, dem beizuwohnen. 

Zum Schluss, als auch mal eine Geige zu zwei Gitarren, einem Keyboard und permissiven Instrumenten erklang, hatte man das Gefühl etwas Einmaligem beigewohnt zu haben. Und das darf man sich gönnen. 

Das NUN ist in einem Mietshaus untergebracht. Ein Umstand, dem sie Rechnung tragen müssen. Der Sound darf eine bestimmte Dezibel-Zahl nicht übersteigen. Alles bleibt daher in einem Rahmen, der akustisch, im Bereich einer Unplugged-Session angesiedelt ist. irgendwo zwischen Lagerfeuer und gemeinsamen Musizieren bei Familienfesten. Die Stücke wirken dadurch immer etwas gedrosselt, verhalten, aber auch angenehm zum Bier und den Salzstangen. 

Für kurze Zeit ein Raum, in dem alles ein bißchen friedlicher wirkt, als außerhalb wo der Nebel aufzog und sowieso viel zu viele Dinge gleichzeitig passieren.

Flora Falls im NUN, Kulturraum am 01.11.2025

Flora Falls im NUN, Kulturraum am 01.11.2025

Flora Falls im NUN Kulturraum, Karlsruhe, am 01.11.2025
Flora Falls im NUN Kulturraum, Karlsruhe, am 01.11.2025

Allerheiligen. Der Hinweis aufs Tanzverbot wirkte fürs NUN ungewöhnlich. Aber im Hinblick auf Flora Falls nicht fehlplatziert. Das NUN präsentierte sich herbstlich, geschmückt mit Lichterketten und Blattwerk. Fast feierlich für den akustischen Abend. 

Brea Robertson aus Australien und Dominique Fricot aus Kanada sind das ursprüngliche Duo Flora Falls, das mittlerweile erweitert um eine Geige bzw. Keyboard, zu Gast war. 

Zusammengefunden, kurz vor der Pandemie, in Berlin, hatten sie mit dem Zeitpunkt ihrer Bandgründung den denkbar schlechtesten Start. Zu Beginn platzierten sie akustische Coverversionen bekannter Hits auf YouTube, um die Monate der Kontaktsperren zu überbrücken. Kreierten dabei aber etwas, dass einem ganz eigenen Sound entsprach. 

Angesiedelt in der Mischung aus den verschiedensten Einflüssen, ergab sich daraus eine sehr persönliche, klare Linie. Flora Falls vermengen den Folk der frühen Jahre, die Traditionen aus mindestens drei Kontinenten zu einer gefühlvollen Melange aus Mandoline, Gitarre und Gesang. Die Geige unterstreicht dabei die Lebensfreude, das Keyboard belebt die sensible Struktur. 

Fast prädestiniert für die Abende in dieser Location, war das NUN nahezu ausverkauft – und die Bühne damit umrundet. Die Konzentration auf nur wenige Elemente ein Glücksgriff. Dominiques Gesang – feste, kraftvoll –  vervollständigte sich durch Breas Part. In ihr vereinigten sich die Farben des Herbstes, die Stimmung der frühen Nächte, um gemeinsam die Aufbrüche und Liebe zur Musik zu feiern.

Wäre es nicht das NUN, nicht das Tanzverbot – es hätte sicherlich zum Tanz gereicht. Die Instrumentalparts waren ausgelassen, der Schwung beträchtlich, der Enthusiasmus fürs Publikum spürbar.

Noch aus der Frühzeit spielten sie zwei Coversongs, die in der Handschrift und Färbung dem Gesamtwerk angeglichen waren. Whitney Houstons „ I Wanna Dance with somebody“ und Princes „Nothing compares 2 u“. 

Reduziert, komprimiert, und erweitert um alles was Americana und Folk ausmachen. So klang es eher wie die Urversionen der Songs. Zeigten damit, die frische Herangehensweise von Flora Falls. Respekt und Eigenständigkeit. Verwurzelt und auf dem Weg Neues zu schaffen.

Konzerte im NUN sind ruhige, intime Abende. Das Ambiente einer gemütlichen Kneipe. 

Die Veranstaltungen immer ein bißchen zwischen Geheimtipp und Nachbarschaftstreffen angesiedelt. So ist es typisch, dass um 22:00 Uhr die Instrumente aufgestöpselt werden. Um die Anwohner nicht zu stören. 

Auch dieses Mal, als es zu einer akustischen, improvisierten Hommage an das Publikum kam. Flora Falls begaben sich zwischen die Reihen, huldigten die Anwesenden mit Komplimenten, spielten die Zugabe ohne Verstärkung und beeindruckten durch ihren Charme und ihre Darbietung.

Flora Falls zeigten in einem außergewöhnlich kraftvollem und variantenreichen Konzert, dass es wenig bedarf – außer Können und ein gutes Gefühl dafür – die Anwesenden zu begeistern. Es war ihr zweiter Auftritt im NUN. Ein Comeback also und kein Zweifel, das wird nicht das letzte Mal bleiben.

Externe Links:

Flora Falls – https://www.florafallsmusic.com

NUN – https://nun.cafe

Karlsruher MusikerInnen: Wax Bird braucht Verstärkung

Karlsruher MusikerInnen: Wax Bird braucht Verstärkung

Wax Bird suchen MitstreiterInnen
Schon seit einiger Zeit suchen Wax Bird MusikerInnen, die Interesse haben, bei Ihnen einzusteigen.

Auf Instagram such sie schon eine ganze Weile, daher mal ein bißchen Unterstützung. Wax Bird, eine junge Band aus Karlsruhe, findet, dass sie es verdient hätten, größer und lauter zu werden. Also suchen sie MusikerInnen, die eventuell Lust haben, mit Ihnen zusammen zu spielen. Unterstützen wir gerne. Daher ein paar Links, die euch helfen könnten mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Im Veranstaltungskalender finden sich übrigens zwei Termine, an denen ihr sie live bewundern könnte. Und wenn wir es irgendwann mal schaffen, dann folgt euch ein Interview. Oder Podcast. Oder einfach nur ein Feature.

Externer Link: Wax Bird – https://www.instagram.com/wax_bird_official/

Termine: https://jazznrhythm.com/all-events?event=1641

Musikerseite: https://jazznrhythm.com/performers?performer=1635