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Schlagwort: Linden’s Irish Pub

Ankündigung: Mustang Fang im Linden’s Irish Pub am 28.02.2026

Ankündigung: Mustang Fang im Linden’s Irish Pub am 28.02.2026

Mustang Fang - Spit Bucket
Mustang Fang – Spit Bucket

Mustang Fang machen den Lärm salonfähig und tun so als stünden sie zu zwölft im Ring. Sind aber nur zwei. Und die hauen das Ding raus, als seien Blues und Punk einfach Zwillinge von verrückten Eltern. Aus den Fünfzigern. Aus der Hütte. Von den Feldern. Dort wo der Aufstand geplant wurde. Undsoweiter.

Irgendwo um Karlsruhe rum, wo die Sümpfe am tiefsten sind, die Leute barfuß laufen und einen Kram sprechen, den keiner versteht, müssen die herkommen. Schlagzeug, Gitarre, Blut, Schweiß und Tränen wird da zu einem wilden, ungestümen Gemälde. Kann man sich mal geben.

Die Gitarre wird gespielt, als müsste sie aufgeben, das Schlagzeug malträtiert als hätte man nichts mehr zu verlieren. Dabei nehmen sie ein Tempo auf, dass der Matsch nur so spritzt, und die Altvorderen in Deckung gehen.

Mustang Fang spielen den blechernen, irdischen Blues. Ein Zeug, das in Kneipen gehört, und im Linden’s bestens aufgehoben ist. Zum Kopfnicken und Fußwippen und für alle, die gerne mit dem Bier in der Hand irgendwo dran lehnen.

Das bleibt ungezügelt, hat keine Durchhänger, aber eine Menge Enthusiasmus und die Entschlossenheit niemanden Gnade zu gönnen. Mustang Fang zelebrieren Rock’n’ Roll, Country, und all das derbe Zeug, dass obskure Plattenlabels aus dem Süden der USA auf den Markt warfen.

So einen Stoff findet man selten, schon deswegen – einfach mal dorthin gucken. Die arbeiten, als würden sie die Musikgeschichte verdübeln. Großes Kino. Breiter, dicker, fetter Sound, den sich Linden’s da so klammheimlich ins Haus holt.

Externe Links:

Mustang Fang – https://www.instagram.com/mustangfangband/

Linden’s Irish Pub – https://www.instagram.com/lindensirishpub/?hl=de

„Hier wohnt Rosilein“ im Linden’s Irish Pub am 21.12.2025

„Hier wohnt Rosilein“ im Linden’s Irish Pub am 21.12.2025

Hier wohnt Rosilein im Linden's Irish Pub am 21.12.2025
Hier wohnt Rosilein im Linden’s Irish Pub am 21.12.2025

Wäre ja vieles möglich gewesen. Komplett eingeschneit. Von Stürmen umtost. Vom Frost verriegelt. 

Und was noch alles. 

Aber alles hätte funktioniert. Irgendwie.

Das Jahresabschlusskonzert im Linden’s Irish Pub mit „Hier wohnt Rosilein“ ist schon eine nahezu familiäre Tradition. Am Rande der Hektik, wenn es ausklingen sollte – aber eben immer noch am 4. Advent – durften alle ihre Blockflöten, Stimmen, Texte und andere Instrumente mitbringen. 

Sie betonten mehrmals, das sei nicht ihr eigentliches Konzertprogramm, hätten auch wenig geprobt, und so ein bißchen Anarchie war fortan dabei. Die Zugabe kam zuerst. Der Rest in spontaner, aus dem Hut gezogener Abfolge. Aber bot der Phantasie genug Raum für alles, was möglich war.

Angekündigt als interaktives Konzert, war das Publikum aufgefordert, Wunschtitel, Texte und Karaoke-Beiträge ein zu bringen. Viel Platz für manches, aber auch für erstaunliche, charmante Improvisationskunst, die Hürden vermied, Hänger nicht aufkommen ließ und selbst englischsprachige Buchtexte – wild herausgegriffen – stimmgewaltig interpretierte. 

Daria Schirmer und Laura Eigbrecht liessen ein Konzept wie Chaos wirken. Um dann daraus ein Programm zu formen, dass ihr Publikum fesselte, einband und zu einem Teil des Chors wandelte.

Fast folgerichtig war der Einstieg einer spontanen Besucherin aus Lettland. Sie kam schnell mit der Geige, spielte drei Weihnachtslieder , und verschwand danach wie Schneewittchen.

„Hier wohnt Rosilein“ nennen, das was sie machen, ein lyrisches Akkordeongemetzel. Sie bewegen sich dabei in der Tradition des Kabaretts, der Kneipengesänge und den wilden Momenten der Volksmusik.

Beeindruckend vor allem wegen der gut ausgebildeten Stimme Darias, aber auch Lauras kenntnisreichen Akkordeonspiel. Da war kein Zurückschrecken vor Anforderungen, ungewöhnlichen Musikwünschen, traditionellen Klassikern, oder den Schlagern, die wir alle lieben. 

Sie sind frech, ausdrucks- und meinungsstark, vertreten die richtige Positionen.  Haben die Hymnen, die alle brauchen und machen das mit einem Instrumentarium, das sowohl durcheinander gewürfelt, wie bescheiden wirkt.

Die richtige Mischung aus Guggemusik, Lokalrunde, dem Biss des Varietes, aber auch mit einem verflixt hohen Kenntnisstand in der Kunst des Musizieren und der Nutzung der Stimme. Flösste Respekt ein. Vor allem in der offensichtlichen Lässigkeit der Darbietung.

„Hier wohnt Rosilein“ gehören damit zu jenen, kleinen Bands, die irgendwo auftauchen und viel zu spannend sind, um sie zu verpassen. 

Und wahrscheinlich überall spielen können. Weil es dann doch so wenig braucht. Ohne Verstärker, umringt von den richtigen Leuten, entfalteten sie eine erstaunliche Kraft an Witz und Humor. Alles getragen von einer beeindruckenden Angstfreiheit und vor allem guter Laune.

Das macht Spaß, das bindet ein, ist vielfältig, bunt und divers, rund und authentisch. 

Hier wohnt Rosilein“ treten am 13.Februar mit ihrem regulären Programm im Cafe Noir im P8 auf. Notieren. Vorbeischauen. Eigentlich Pflicht.

Externe Links:

Hier wohnt Rosileinhttps://www.instagram.com/hierwohntrosilein/

Lindens Irish Pubhttps://www.instagram.com/lindensirishpub/?hl=de