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Schlagwort: Manu Chao

Fernanda Tarrech in den Finca-Roasters am 26.09.2026 in Karlsruhe

Fernanda Tarrech in den Finca-Roasters am 26.09.2026 in Karlsruhe

Fernanda Tarrech in den Finca-Roasters am 26.09.2026 in Karlsruhe
Fernanda Tarrech in den Finca-Roasters am 26.09.2026 in Karlsruhe

Die Finca Roasters sind ein kleines Kaffee-Fachgeschäft mit eigenem Ausschank, selbst gemachtem Kuchen und viel Engagement für die spanische Sprache und alle, die sie lernen wollen. Angesiedelt in der Augartenstraße in der Südstadt erfreut es sich einer wachsenden Beliebtheit abseits der bekannten Pfade. 

Die Finca-Roasters halten sich tapfer, engagiert und bieten ein kleines Programm an regelmäßigen Lesungen, Musikveranstaltungen und Community-Treffen, die sie lediglich über ihre Social-Media-Kanäle bekannt machen.

Fernanda Tarrech in den Finca-Roasters am 26.09.2026 in Karlsruhe
Fernanda Tarrech in den Finca-Roasters am 26.09.2026 in Karlsruhe

Fernanda Tarrech besuchte die kleine Lokalität schon vor ungefähr einem halben Jahr, und aufgrund des großen Erfolgs, des hohen Andrangs und dem Wunsch des Publikums war es fast folgerichtig, dass man die Chance einer Wiederholung nutzte.

Die junge Sängerin aus Uruguay lebt, nach ihren Jahren in Karlsruhe, mittlerweile in Berlin, so daß die Möglichkeiten sie live zu sehen, sich etwas reduziert haben und zu raren, verstreuten Events werden. 

Fernanda Tarrech zeichnet sich durch eine charmante Begabung aus, kleine Songs zu schreiben, deren Melodien verweilen wollen und sich in den Erinnerungen vergraben möchten. Hat man sie gehört, möchte man sie nicht missen. Erlebt man sie auf einem Konzert, so bleibt der überraschte Eindruck, das ihre Ausdrucksweise so vielschichtig in der Musik beheimatet ist, das die Bezeichnung Talent ihrer Interpretation noch nicht gerecht wird. 

Fernanda Tarrech bewies wieder mal, dass sie ihre Musik lebt, und in ihrer Darbietung mit den Worten und dem Saitenspiel in einer filigranen Leichtigkeit verwächst. 

Auch bei den Finca Roasters bestand ihr Set zu einem überwiegenden Teil aus ihren eigenen Werken, Coverversionen flocht sie selten ein. Ein Stück von Manu Chao, dessen Konzert sie einst in Köln eröffnen durfte, wandelte sich bei ihr nahtlos zu einem ihrer Werke. Ebenso wie „Toxic“ von Britney Spears, oder ein traditionelles Lied aus Mexiko, das zu ihrer ersten Einladung nach Deutschland führte.

Fernanda Tarrech besitzt dabei jene Gabe, ihr Publikum innerhalb von den Sekunden in Menschen zu wandeln, die ihren Konzerten folgen möchten. So blieben auch wieder die Vorbeigehenden an der offenen Tür des kleinen Cafés stehen, Kinder sahen sie staunend an, denn es war wieder – wie so oft schon zuvor, dieser Augenblick an etwas Besonderem teil zu haben, der ihrer HörerInnen Innenhalten lässt, bis Ruhe einkehrt und man ihr lauschen kann. 

Ihre Spielweise führt lateinamerikanische Traditionen zusammen, ist von der Lässigkeit des Bossa Novas beeinflusst und vereinigt sich zu einer selbstbewußten Darbietung, die sich in einer Erzählweise ausdrückt, wie sie nur in einem liebenswerten Gemisch aus Spanisch, Englisch und Deutsch möglich ist. Sie bezog dabei ihr Publikum ein, erzählte von den frühen Jahren in Deutschland, teilte den Traum vom Meer und Strand und brachte es schließlich zum Singen.

Fernanda Tarrech in den Finca-Roasters am 26.09.2026 in Karlsruhe
Fernanda Tarrech in den Finca-Roasters am 26.09.2026 in Karlsruhe

Wer sie wiedersehen oder überhaupt entdecken möchte, dem sei ihr Konzert im Schloss Ettlingen am 30.01.2027 in dem Format „Jung und Intensiv“ empfohlen. Wie erwähnt, ihre Auftritte in der Region sind rar, ein Album ist in der Mache und man darf gespannt sein, wie oft sie noch in den kleinen, sympathischen Cafés spielen wird.

Externe Links:

Fernanda Tarrech – https://www.fernandatarrech.com

Finca Roasters – https://www.fincaroasters.de

Fernanda Tarrech beim Wunderwerk Conceptstore, Esslingen am 22.05.2026

Fernanda Tarrech beim Wunderwerk Conceptstore, Esslingen am 22.05.2026

Fernanda Tarrech beim Wunderwerk Conceptstore, Esslingen am 22.05.2026
Fernanda Tarrech beim Wunderwerk Conceptstore, Esslingen am 22.05.2026

Das Schöne an Fernanda Tarrech ist, dass man sie – gefühlt – überall antreffen könnte. Das Bedauerliche daran, dass dieses zukünftig wohl eher in den Straßen von Berlin gelingt, als in der hiesigen Region.

Doch eine Erklärung zu Beginn: Das Wunderwerk, – ein Geschäft mit Geschenkartikel, Karten und Designangeboten – zog von der Bahnhofstraße zum Roßmarkt in Esslingen am Neckar. 

Die richtige Zeit also für eine kleine Eröffnungsfeier um dem Umzug einen entsprechenden Rahmen zu geben. Und damit eine der, mittlerweile, wenigen Möglichkeiten Fernanda Tarrech noch einmal live zu sehen (mal abgesehen von ihren Auftritten am darauf folgenden Samstag in der Fußgängerzone von Esslingen). 

Vor nicht allzu langer Zeit sah man sie in Karlsruhe bei verschiedenen Gelegenheiten. So zuletzt bei dem Jubiläum der Finca Roasters in Südstadt.

Wie auch dort, gelang es ihr nun in Esslingen, mit südamerikanischen Melodien und einem Timbre, dass an die Leichtigkeit des Bossa Nova erinnert, dem Sommertag den richtigen Charakter zu verleihen. 

In einer Mischung aus Laden- und Straßenkonzert, umgeben von Kindern, Sekt und Selters, war es die ausgeruhte Balance zwischen Coverstücken und Eigenkompositionen, die Jung und Alt in den Bann zog. Fernanda Tarrech gelingt ihr immer wieder jenes kleine Kunststück: Mit scheinbarer Schlichtheit und selbstsicherer Ruhe, die Werke anderer mit ihren eigenen zu verweben, so dass ein gemeinsamer Nenner in den Stücken zu einem prägenden Element wird. Die Hektik verschwindet, der Lärm nimmt ab, die Tage vergehen und der Abend kommt. Alles wird etwas lässiger, geruhsamer und die Schwere des Tages fast vertrieben.

Fernanda Tarrech beim Wunderwerk Conceptstore, Esslingen am 22.05.2026
Fernanda Tarrech beim Wunderwerk Conceptstore, Esslingen am 22.05.2026

Es war und ist dieser Flair, der mit ihrer Stimme jenen gefühlvollen Balladen entspricht, die wohl nur in dem lateinamerikanischen Kontinent beheimatet sind. Selbst wenn sie die Zaz, die große französische Sängerin, die ebenfalls auf der Straße begann, interpretierte, oder „Clandestino“ von Manu Chao anstimmte, schien es dann doch etwas mehr von ihr zu sein, als man bisher geahnt hatte.

Dem Ausdruck Fernanda Tarrechs wohnt eine Unbeschwertheit innen, die selten anzutreffen ist, aber genau zu jener Komponenten wird, die ihre Konzert mit ausmacht. In der Art ihres Gesangs offenbart sich Herkunft und Fähigkeit, Kontinente und Stile so friedvoll miteinander zu transportieren, dass man sich erinnert fühlt, an die schönsten und angenehmsten Tagen. 

In ihrem eigenen Songs findet sich der Mut, einen Weg zu gehen, der sich nicht der Geschwindigkeit anpassen möchte, sondern diese bewußt drosselt. Es geht dabei um die Liebe, das Vertrauen, das Miteinander und all die Dinge, die es wert sind. Und um die Möglichkeit, kurz innen zu halten, durchzuatmen, den Stress einer Fußgängerzone zu vergessen, um ihn ihr zu schlendern.

Das erstaunlichste an den kleinen Auftritten ist, dass man dort immer noch ihre selbstgebrannten CDs kaufen kann. Obwohl vieles auf den üblichen Plattformen vorhanden ist. Noch ist niemand in Berlin aufgewacht, um sie auf die großen Bühnen zu bringen. Verdient hätte sie es.

(Merci an das Wunderwerk, Esslingen für die Gelegenheit sie noch mal zu sehen)

Externe Links:

Fernanda Tarrech – https://www.fernandatarrech.com

Wunderwerk (Instagram) – https://www.instagram.com/wunderwerk.conceptstore/