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Schlagwort: Singer/Songwriter

Cara im NUN-Kulturraum, Karlsruhe am 02.10.2026

Cara im NUN-Kulturraum, Karlsruhe am 02.10.2026

Cara im NUN-Kulturraum, Karlsruhe am 02.10.2026
Cara im NUN-Kulturraum, Karlsruhe am 02.10.2026

Es braucht nicht viel. Eine klare, ausdrucksstarke Stimme, ein Keyboard, ab und zu auch eine Gitarre und ehrliches, gutes Songmaterial. Cara ist eine junge Songwriterin aus Köln, die am Freitag im NUN gastierte, und in kleiner Besetzung ihre aktuelle Tour beendete.

Das Material einer EP und vielen unveröffentlichten Ideen im Gepäck, präsentierte sie ihre Werke, auf deutsch, offen und kraftvoll.  Zusammen mit Noah, der die begleitenden Instrumente bediente, zeigt sich Cara als eine Sängerin, die –  dabei erstaunlich professionell im Ausdruck –  die Höhen und Tiefen, die Liebe und ihre Folgen beschreibt.

Sitzend, in einem geradezu intimen Setting, begleitet von akzentuierten Keyboardklängen, sang sie von ihrer Mutter, bewunderte ihre Stärke oder dem Vermissen eines geliebten Menschen. Für die ruhige Atmosphäre des NUNs genau die richtige Kombination. Um all den Feinheiten und dem Klang den entsprechenden Raum zu geben.

Cara im NUN-Kulturraum, Karlsruhe am 02.10.2026
Cara im NUN-Kulturraum, Karlsruhe am 02.10.2026

Cara nutzte die Gelegenheit, eine Art unplugged und akustische Variante ihres Schaffens zu zeigen, dass ihr die Möglichkeit gab, vor allem ihren Gesang und die instrumentalen Fähigkeiten Noahs in den Vordergrund zu rücken. 

Das ihr dieses gelang, die Stücke funktionierten, zeigte sich auch in der Bereitschaft der Anwesenden gerne einzusteigen, mitzusingen, zu ergänzen und im Chor zu unterstützen. Das Projekt um die beiden MusikerInnen ist frisch und jung, aber professionell und sympathisch genug, zu unterhalten, den Abend zu gestalten und mit kleinen Geschichten aus dem Tour- und Produktionsleben aufzufrischen. 

Cara hatten Songs genug im Gepäck, aber auch die Fähigkeit, selbst auf der ruhigsten Bühne in Karlsruhe zu bestehen. Die deutsche Sprache für verletzliche Lieder über die tiefsten Gefühle zu nutzen, ist und bleibt ein Wagnis, das sie locker meisterten. Um sie mit den Möglichkeiten ihrer Musik in eine angenehme Form zu kleiden und respektvoll zu präsentieren. 

Angesichts der frühen Phase der kleinen Band, erkannte man eine Zusammenarbeit, die fruchtbar und in der Lage war, die Worte und Töne zu einer gekonnten Einheit zu vermengen. Bis diese eingängig und stimmig funktionierten.

Die Stimme Caras ist hervorstechend, selbstbewusst genutzt und in der Lage sich den Herausforderungen zu stellen. Soll auch heißen, die großen Bühnen sind vorstellbar, denn auf der Kleinsten hat sie überzeugt.

Externe Links:

Cara – https://www.instagram.com/cara.caracaracara/

NUN – https://nun.cafe

Ankündigung: Pete Jay Funk am 12.03.2026 im Tollhaus

Ankündigung: Pete Jay Funk am 12.03.2026 im Tollhaus

Peter Jay Funk am 12.03.2026
Peter Jay Funk am 12.03.2026

Manchmal braucht es dann doch ein eigenes Projekt, mit dem man die ganzen Ideen ausspielen kann, die im Kollektiv einer Band als nicht passend erscheinen. Pete Jay Funk, seines Zeiches Kopf und Songschreiber der Americana-Band „No sugar, no cream“ stellt am 12.03.2026 im Tollhaus sein Solo-Debüt vor.

Nicht komplett anders – das hätte man auch nicht erwartet – aber mit dem Rückhalt anderer Musiker – daher in einem ganz eigenen musikalischen  Gewand und in gewohnt ausgeruhter Manier präsentiert er seine neuen Werke.

Es wurde schon mal auf diesen Seiten erwähnt. Beim letzten Ladenkonzert im Laden zwei gab es bereits einige Stücke zu hören. Noch in schmaler Besetzung, begleitet von seinem Bassisten, zeigte sich da schon die Erzählweise und den Takt, der – wie im guten Americana üblich – genug Country für die schönen Bilder, eine verhaltene Brise Blues für die melancholischen Untertöne und den richtigen Folk für die Authentizität mitbringt.

No Sugar, no cream gehören zu den fleißigen Bands in der Region, die auf eine Handvoll Alben zurückblicken und heute klingen, als hätten sie schon einige Touren im Süden der USA hinter sich. Oder sich auf eine große Verwandtschaft mit ihren skandinavischen Kollegen eingeschworen.

Da ist es nicht verwunderlich, wenn die Songs von Pete Jay Funk die Bodenständigkeit und das Storytelling der großen Vorbilder mitbringen, aber vor allem auch im Vortrag den Erwartungen entsprechen. Man hat das schließlich mittlerweile in der Feder und im Blut. So darf man sich auf einen spannenden Abend gefasst machen, der die Bilder von Weite und Ruhe entstehen lässt, aber vor allem geerdet und handwerklich sauber daher kommt. Kino für die Ohren. Von Leuten dargeboten, die wissen, wie man damit umgeht.

Externe Links:

Pete Jay Funk – https://www.petejayfunk.com/

Tollhaus – https://tickets.tollhaus.de/catalog/tickets/92045-tickets-pete-jay-funk-kulturzentrum-tollhaus-karlsruhe-am-12-03-2026