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Kategorie: Rezension

Spark – Die klassische Band am 13.04.2026 im Wolfgang-Rihm-Forum

Spark – Die klassische Band am 13.04.2026 im Wolfgang-Rihm-Forum

Spark - Die klassische Band am 13.04.2026 im Wolfgang-Rihm-Forum
Spark – Die klassische Band am 13.04.2026 im Wolfgang-Rihm-Forum

Andrea Ritter – Blockflöte

Daniel Koschitzki – Blockflöte/Melodica

Stefan Balazsovics – Violine/Viola

Isabel Garcia Castro – Violincello

Christian Fritz – Klavier

Spark sind Grenzgänger. Formiert als klassische Gruppierung, mit einem entsprechenden Instrumentarium und Hintergrund ausgestattet, loten sie die Möglichkeiten aus, die die Musik ihnen anbietet. 

Diese sind groß, mannigfaltig und von ihnen bewußt breit ausgelegt. So sind sie schwer zu fassen, aber auch ein Weg dem Publikum Pfade zu zeigen, auf die man gelangen kann, wenn man sich nicht von Genres und Richtungen beeindrucken lässt.

Dabei ist es der umfangreichen Ausbildung der Karlsruher Hochschule für Musik zu verdanken, dass mindestens zwei der Mitglieder ihr großes Spektrum an Wissen und Faszination für die Randbereiche der populären Musik als Gepäck mitbekamen.

Wenn Daniel Koschitzki von seinen Jahren an der Hochschule erzählt, dann klingt da die Begeisterung und Hochachtung für seine DozentInnen und der Dank für dieses Rüstzeug mit.

Ein solches Alumni-Konzert mit ehemaligen Studierenden zeigt somit, wohin man gelangen kann, was möglich ist, was mitgenommen wurde und wie sich die Lehre ausgewirkt hat.

Spark feiern im nächsten Jahr ihr 20jähriges Bestehen. Haben daher also ein erprobtes Repertoire, einen festen Background und ein Programm, das es sich leisten kann, den Bogen weit zu spannen. 

Zeigte sich schon im Beiheft eine lange und beeindruckende Vita, so barg auch das Konzert – vor allem die eigenen Kompositionen – Humor und Überraschungen im Detail.

Spark präsentierten sich als eine Formation, die Neuerungen nicht abgeneigt ist, aber Entdeckungen ebenfalls zu schätzen weiß. Die Reise führt durch den Barock, von den bekannten zu den unbekannten Namen, von Bach zu Telemann, aber über Händel, kleinen Zitaten zeitgenössischer Komponisten, der Erwähnung der Beatles, dann durchaus mal zu Isabella Leonarda – die hier stellvertretend für viele vergessene Komponistinnen erwähnt wird – wie zu Turlough O’Carolan, einer späten Entdeckung aus Irland.

Es ist Spark ein Anliegen, das Augenmerk auf Seitenströmungen und Einflüsse zu richten, die ihre Werke kennzeichnen und ihr bisheriges Schaffen auszeichnen. Sie schrecken, bei aller Virtuosität, nicht davor zurück in Zusammenarbeiten mit ganz anderen KünstlerInnen Neues zu finden, das sie gerne in den Fortbestand ihres Programms aufnehmen.

Das Alumni-Konzert, das lobenswerter Weise sowohl von den MusikerInnen selbst, wie auch von den Veranstaltern kostenlos für das Publikum stattfand, verdankt seine Verwirklichung genau jener übergreifenden Neugierde. 

Die Professorin Maria Stange (verantwortlich für den Alumni-Verein) , wurde – nach eigenen Worten – neugierig durch ein Radio-Interview auf einer Autofahrt, während die Band selbst beeindruckt war durch ihr Spiel auf der Harfe, zusammen mit der Stimme von Sandie Wollasch bei einem Auftritt der Jazzsängerin im Tollhaus.

Es ist der Aufgeschlossenheit beider zu verdanken, dass in einem vollem Wolfgang-Rihm-Forum Spark mit einer furiosen Leidenschaft ihr mutiges Konzept, aus klassischen und eigenen Kompositionen einem begeisterten Publikum präsentieren konnten. 

Die fünf MusikerInnen stellten in ihren eigenen Werken nicht nur einen Hang zu Zitaten und Versatzstücken vor, sie erwiesen ebenso der Minimalmusik und zeitgenössischen Neo-Classic ihre Reminiszenz. Wie vielfarbig dabei vor allem das Spektrum der Flöten und Melodicas zur Geltung kam, ist schon aus optischen Gründen erwähnenswert. So nutzten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki eine ganze Palette dieser Instrumente, die entsprechend bunt und abwechslungsreich zum Einsatz kamen.

Der Schwerpunkt des Konzertes lag im Barock, doch kündigten sich Spark schon wieder zu einem ganz neuen Thema für ein Konzert im Tollhaus an. Dieses Mal mit der Band „Wildes Holz“ am 14.05.2026, und es verspricht mindestens ähnlich unbeschwert und ausufernd zu werden.

Externe Links:

Spark – https://www.spark-die-klassische-band.de

Hochschule für Musik Karlsruhe – https://hfm-karlsruhe.de

Alumni-Verein der Hochschule für Musik in Karlsruhe – https://hfm-karlsruhe.de/hochschule/alumni

Tonspur 38: Sandie Wollasch & Matthias Hautsch „Lifetime Companions“

Tonspur 38: Sandie Wollasch & Matthias Hautsch „Lifetime Companions“

Sandie Wollasch & Matthias Hautsch „Lifetime Companions“
Sandie Wollasch & Matthias Hautsch „Lifetime Companions“
  1. The 59th street bridge song – Feeling groovy
  2. What’s love got to do with it
  3. Young blood
  4. It’s never too late
  5. Dein roter Mund
  6. Something stupid
  7. Wonderful
  8. Sign’ o’times
  9. Mercedes Benz
  10. Viva las vegas
  11. Toxic
  12. Why can’t this be love

Wenn es passt, dann entstehen Kombinationen, die wirken, als seien sie aus einem Wunsch entstanden. Das können z.B. Duos sein, die Songs veredeln. Und inspirierend wirken.

Lifetime Companions ist der Titel des neuen Albums von Sandie Wollasch und Matthias Hautsch. Beides herausragende KünstlerInnen in ihrem Metier, ergänzen sie sich in der Zusammenarbeit zu einem bemerkenswerten Paar.

Während Matthias Hautsch den Eindruck erweckt, als lege er seine akustische Gitarre nie aus der Hand, um möglichst alle ihre Geheimnisse zu entdecken, gehört Sandie Wollasch zu den charakteristischsten Jazz- und Soulstimmen in der hiesigen Szene. Verfolgt man ihren Werdegang gelangt man in alle möglichen Sessions, Produktionen und Auftritte. 

So scheint das Album beim ersten Hören mit leichter Hand gestrickt, doch verrät es in den Details eine faszinierende Musikalität. Es ist genau jene, fast spontan wirkende Atmosphäre, die den Grundton auszeichnet, aber natürlich der Vielseitigkeit der Beteiligten zu verdanken ist. 

Mit dem Wissen um ein großes Repertoire suchten sie sich ein Dutzend Songs aus, die in Farbe, Bezug und ihrem zeitlichen Hintergrund nicht unterschiedlicher sein konnten.

Dennoch – beschränkt auf Stimme und Gitarre – erreicht das Album eine Transparenz und Klarheit, die viel Raum für die Fingerfertigkeit von Matthias Hautsch lässt, aber auch die Stimme von Sandie Wollasch gekonnt in den Vordergrund stellt. Zwei Aspekte, die unterstreichen, wie homogen und geschlossen, die Produktion im Gesamten wirkt. 

Mit Lifetime Companions wird ein Bogen, der die Klassiker aus der Feder von Paul Simon und Art Garfunkel, über Tina Turner bis zu Britney Spears verbindet, gespannt. Dazwischen dürfen Prince und Janis Joplin, Elvis und selbst Edo Zanki nicht fehlen.

Vor allem im Hinblick auf Edo Zanki, dem großen Protegé und Produzenten vieler MusikerInnen, ist die Verbundenheit und Bewunderung für Sandie Wollasch erwähnenswert.

Voll des Lobes für sie und ihr Können wäre er daher auch für ihre Interpretation des Songs „Dein roter Mund“. Schufen sie damit doch ein geradezu liebevolles, intimes Tribut an sein Werk. 


Ein Konzept, das sich so auch bei den weiteren Stücken zeigt: Begrenzt auf ein Instrumentarium, das nur aus dem Saitenspiel von Matthias Hautsch und den gesanglichen Künsten von Sandie Wollasch besteht, kristallisiert sich eine respektvoller Umgang heraus, der Möglichkeiten aufzeigt, die mit Können und Liebe zum Detail gemeistert werden.

Die klagende Hymne „Sign’ o’Times“ – von Prince bewußt spartanisch komponiert –  verlässt sich sowieso nur auf diese beiden Komponenten,  beweist aber, dass Matthias Hautsch auch ohne weitere Unterstützung in der Steigerungen vor allem mit seiner Spielfreude überzeugt.

Im Zusammenspiel spürt man die Bewunderungen und die Hochachtung vor den Fähigkeiten des Anderen. Wie sie sich begleiten in die Herausforderungen und dabei befruchten in der Beantwortung befruchten.

Etwas, das sich durch die komplette Aufnahme zieht und zu ihren Stärken zählt. Die Fähigkeit einen Dialog auf einem hohen Niveau aufrecht zu erhalten, bei einer gleichzeitigen Wanderung durch verschiedene Richtungen und Stile.

Zurückgelehnt nehmen sie das Tempo aus „Viva Las Vegas“, schleichen sich mit einer Prise Americana an den Sound der Metropole, als wollten sie die aufgehende Sonne nach einer durchzechten Nacht begrüßen. 

„Toxic“ von Britney Spears wird zu einem kleinen Jazz-Juwel, angelehnt an jene Gitarrenabenden, wie man sie in den verschwiegensten Bars unter den schwierigsten Bedingungen erleben konnte. 

Ein verspieltes Kleinod dessen Herkunft man mit Schmunzeln zur Kenntnis nehmen mag. Eine perkussive Herausforderung und einer der Songs, dessen Eingängigkeit Puristen zu überzeugen vermag.

Natürlich kennen wir alle diese Lieder, aber die Beiden laden uns zu Entdeckungsreise ein, sie nochmal neu zu erfahren, in einem anderen Gewand zu sehen. Eine gute Interpretation kann den Charakter betonen, das Material neu formen, ihm Dinge hinzufügen, und etwas gewinnen, was neu klingt. Letztendlich bereichert es und kann die Optionen aufzeigen.


Wenn Van Halens Botschaft „Why can’t this be love“ zu einem sehr persönlichen Liebeslied wird, Sandie und Matthias sich die Parts gegenseitig zuspielen, als wäre es gerade neu entstanden, dann handelt es sich um etwas, das genau dem entspricht, was man von dieser Art Deutung erwartet.

Und: Wenn Lifetime Companions auch bedeutet, dass die Zusammenarbeit noch lange währt, dann möchte man auf den zweiten Part hoffen, der bestimmt noch kommen wird.

Externe Links:

Sandie Wollaschhttps://www.sandiew.de

Matthias Hautschhttp://www.matthiashautsch.de

(Der Tonträger wurde von den Künstlerinnen zur Verfügung gestellt)

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026
Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Manchmal kommt es vor, dass das NUN in den Jazzclub umzieht. Das passiert dann meistens, wenn der Ansturm auf die Tickets erwartungsgemäß größer ist, die Musik kraftvoller und verstärkt präsentiert wird und damit die größere Bühne benötigt wird.

Der Jazzclub, mit seiner Heimat im ehemaligen Kurbel-Kino in der Kaiserpassage, bietet sich dann als Ausweich-Location an. Haben die Räumlichkeiten doch den richtigen Umfang für ein Event wie es das Konzert von Lùisa und ihrer Band darstellte.

Mit Clara John als Support entsprach schon der Einstieg in den Abend einer anderen Tonart, als man es vom NUN gewohnt war. Tanzbar, elektronisch, mit kraftvoller Stimme, aber auch der Entschlossenheit, die deutsche Sprache in all ihren Varianten zu nutzen, präsentierte sich die junge Interpretin ihrer eigenen Stücke als jemand, die die Themen sowohl mit dem richtigen Verständnis für Pop als auch einer ehrlichen Sprache angehen will. 

Clara John im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026
Clara John im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Ausgestattet mit Keyboard, Synthie und Computer war die Bühne in ihrer Größe eine Herausforderung, doch Clara John packte in ihr Konzept Kraft genug, um das Thema zu meistern, ihre Anliegen herausfordernd zu verpacken und mit NDW-Anleihen in die Köpfe und Füße zu gelangen. So zeichnet sie der Mut – jedoch ebenfalls die Präsenz ihrer Stimme beim Verpacken durchaus kritischer Texte – aus, und gibt ihr in dieser Form der Präsentation ein Alleinstellungsmerkmal. 

Kein Problem also für Lùisa hier anzuknüpfen. Es war der erste Abend der aktuellen Tournee. Lùisa, schon bekannt durch eine Stadion-Tournee im Vorprogramm von Simply Red, kamen als vierköpfige Band auf die Bühne (Keyboard, Bass/Gitarre, Schlagzeug und Vocals/Gitarre) und brachten ihr neues Album im Gepäck mit. 

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026
Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Eigentlich ist Lùisa das Projekt der gleichnamigen Singer-/Songwriterin aus Hamburg, aber in der Zusammensetzung ein harmonisches, festes zusammengeschnürtes Bündel aus MusikerInnen, die in ihrem Sound so kompakt wirken, dass man es sich nur in dieser Kombination vorstellen kann. 

Sehr präsent, straight nach vorn, im Tempo und den Rundungen durchaus an der stärkeren Seite des Pops orientiert, hatten sie ein Material mitgebracht, dass qualitativ und beeindruckend ihre ausgereiften Seiten zeigte. In ihrer Position als Sängerin und Frontfrau, aber auch mit der Verantwortung für die Texte und Komposition, zeigte sich Lùisa in vollem Einsatz. Sie nutzte die Bühne, tanzend, oder mit ihr Gitarre in voller Länger,  und wußte mit Stimme, Gesang und großen Gesten zu überzeugen. 

Der Jazzclub war ausverkauft, die Stehplätze voll, und all das machte Sinn. Denn Lùisa groovten, konnten begeistern, rissen mit und schafften es auch in den Texten, die zwischen den Songs erläutert wurden, die richtigen Botschaften zu verpacken.

Das aktuelle Album „Call me the witch“ zeigte sich daher mit seinem gleichnamigen Titelsong als Hymne.  Mit viel Potential und Anspruch. 

Das all das wunderbar funktionierte war spürbar. Gefeiert von den Anwesenden war die Eröffnung der Tour gelungen. Ein grandioser Start. Eine Bühne – geschmückt mit übergroßen Papierblumen – die passte, und eine Band, die sie mitreißend in Anspruch nahm. 

Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026
Lùisa (Support: Clara John) im NUN, Kulturraum in Karlsruhe (Jazzclub Gastspiel) am 11.04.2026

Lùisa gehören zu jenen Bands, die erfolgreich am Popsong werkeln, und das Zeug dazu haben, ihm den Background zu geben, den es braucht, um das Ding glaubhaft rüberzubringen. Mit Anspruch, mit Seele und der dazugehörigen Portion Ehrlichkeit. Handwerklich versiert, bündig in der Umsetzung und an den richtigen Stellen routiniert. 

Externe Links:

Lùisa – https://listentoluisa.net

Clara John https://clarajohn.com

NUN https://nun.cafe

FILO im Wohnzimmerkonzert, Tollhaus am 31.03.2026

FILO im Wohnzimmerkonzert, Tollhaus am 31.03.2026

FILO beim Wohnzimmerkonzert im Tollhaus am 31.03.2026
FILO beim Wohnzimmerkonzert im Tollhaus am 31.03.2026

Mit den Wohnzimmerkonzerten hatte das Tollhaus eine Reihe aufgelegt, die aus dem üblichen Programm bewusst heraussticht. Sie findet einerseits nicht auf den Bühnen des Veranstaltungsortes statt, aber geht auch in der Präsentation und im Design andere Wege. 

In der Verantwortlichkeit legt das Tollhaus diese Konzerte ganz bewußt in die Hände der dort beschäftigten Azubis. Diese reichen sie traditionell an die folgenden Jahrgänge weiter, so dass im Laufe der Zeit etwas entstanden ist, was einen ganz eigenen Konzert-Charakter hervorgebracht hat.

Diese Events fallen in der Gestaltung und Durchführung aus dem bekannten Rahmen. Die Räumlichkeiten werden umgestaltet, die auftretenden Künstler erscheinen dabei in einem Ambiente, das tatsächlich eher einem Wohnzimmer gleicht, und das anwesende Publikum hat die Möglichkeit dafür Sessel und anderes Polstermobiliar, sowie Kissen als Sitzplätze zu nutzen.

Atmosphärisch in einem heimeligen Kokon angesiedelt, entwickeln diese kleinen Musik-Aufführungen einen Sympathiewert, der mehr wie eine Feierlichkeit im vertrauten Freundeskreis, als wie ein kommerzielles Konzert wirkt.

Einen Getränkeausschank gibt es nicht, dafür holt man sich selbst seine Flaschen aus eine bereit gestellten Kühlschrank und bezahlt wird über eine offene Kasse. Ebenso gibt es die Möglichkeit am Ausgang eine Spende zu geben, die fortan ähnliche Konzerte ermöglicht. Denn die Wohnzimmerkonzert sind günstig, 5 Euro ist der Eintritt. Deswegen nicht weniger liebevoll und mit sehr viel Sinn fürs Detail gestaltet.

So werden Lampen neben Topfpflanzen aufgestellt, der Hintergrund für die MusikerInnen gleicht einer Tapete, und seit Neuestem bietet sich das Ambiente auch für gestaltende KünstlerInnen an.

Anna Stitz, eine Karlsruher Künstlerin, stellte in diesem Rahmen ihre abstrakten, vielschichtigen Gemälde aus und präsentierte damit ihr Werk einem interessierten Publikum. Eine Option, die sicherlich auch in Zukunft eine gute Chance für weitere Kreative darstellen kann.

Die Auszubildenden des Tollhauses zeigten, dass dieses Konzept zukunfts- und ausbaufähig ist, aber auch, dass es von den Innovationen der kommenden Generationen lebt und gute Chancen hat spannend zu bleiben.

Mit FILO stellten sich ein junges Duo vor, das – bestehend aus den MusikerInnen Ophelia (Gitarre) und Francis (Keyboard) – vornehmlich eigene Interpretationen bekannter Songs darboten. 

Mit dem Sound des Pianos und der Gitarre, sowie dem Gesang, gelangen ihnen dabei Varianten der Klassiker von Seal, Tina Turner, Alanis Morissette, sowie Wheatus. Diese in einem neuen Gewand zu erleben, machte einen Teil der Faszination aus. 

Reduziert und fast zugeschnitten auf die Location, überzeugten sie mit ihren Stimmen, die sie geschickt im harmonischen Duett und Wechselspiel zur Betonung der Passagen nutzten. 

FILO beim Wohnzimmerkonzert im Tollhaus am 31.03.2026
FILO beim Wohnzimmerkonzert im Tollhaus am 31.03.2026

So gewagt – zum Beispiel – die Annäherung an „Valerie“ von Amy Winehouse erscheinen mochte, so gut meisterten sie die möglichen Klimmen, und überzeugten in der eingesetzten Stimmlage.

Überhaupt bot das vorgetragene Programm mit de Komposition der Gitarristin eine Überraschung. So dass man sie gerne ermutigen möchte, auf diesem Weg weiter zu gehen, ihren Songs eine Chance zu geben, und hier eine Richtung einzuschlagen, die Potential hat.

Das Wohnzimmerkonzert mit FILO zeigt, worin die Stärken des Konzeptes liegen. Bot es doch einen geschützten Rahmen für sehr junge und neue Bands, aber auch für Ideen, die in diesem Zusammenhang entstehen können. Beiden, den Veranstaltern und auch den MusikerInnen, ist zu wünsche, dass es bestehen bleibt, sie weiterhin viel Erfolg hat und man sich unbedingt wieder sieht.

Externe Links:

FILO – https://www.instagram.com/filo.blue/

Wohnzimmerkonzerte – https://www.instagram.com/wohnzimmerkonzerte_tollhaus/

Anna Stitz – https://www.instagram.com/anna.stitz/