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Schlagwort: Karlsruhe

Das 10te Atoll Festival im Tollhaus vom 18-28. September 2025: Ein Fest mit 9 Nationen

Das 10te Atoll Festival im Tollhaus vom 18-28. September 2025: Ein Fest mit 9 Nationen

Bernd Belschner und Stefan Schönfeld auf der Pressekonferenz zum Atoll im Tollhaus am 09.09.2025
Bernd Belschner und Stefan Schönfeld auf der Pressekonferenz zu Atoll-Festival im Tollhaus am 09.09.2025

Unter dem Motto „Cirque Ahead“ präsentiert das Tollhaus sein 10. Atoll Festival. Was einst, 2016, an einem einzigen Wochenende über die Bühnen ging, ist nun eine wichtigsten Veranstaltungsreihen des Tollhauses. Jährlich wiederholt zeigt es das variantenreiche Spektrum des zeitgenössischen Zirkus weltweit.

Die Gäste sind illustren, die Themen fast unbegrenzt und als Publikum ist sowohl jung, wie auch alt anvisiert. Die Geschichte des Tollhauses offenbart schon immer eine Nähe zum Zirkus. Was bereits 1990 mit einer französischen Truppe begann, bietet auch dieses Mal innerhalb des diesjährigen Atoll-Festival einen krönenden Abschluss. In „En attend le grand soir“ von Cie Le Doux Supplice werden die Grenzen zwischen der reinen Aufführung und einem Ball verschwimmen, so dass auch das Publikum aufgefordert sein wird, an einem rauschenden Fest teil zu nehmen.

Hier offenbart sich, dass das Thema soviel mehr einschließt, auch Streetart, Akrobatik und Artverwandtes. Das Spektrum ist weit und offen. In rund 50 Vorstellungen präsentiert das Tollhaus innerhalb von 10 Tagen, vor allem unter der Mitwirkung und Kuration von Bernd Belschner und Regisseur Stefan Schönfeld eine Vielfalt, die auch innerhalb Deutschlands relativ einmalig ist. Dabei sind Premieren, Außergewöhnliches und eben jene Anteile, die den Rahmen des Zirkus sprengen mögen.

Zirkus haftet von jeher etwas Poetisches, Traumhaftes an. Nicht immer ist alles erklärbar, manches bleibt ein Rätsel, vieles soll es aber auch für immer bleiben. 

Neun Nationen sind zu Gast, darunter auch die Schweiz, Frankreich und Finland. Um nur einige zu nennen. Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren bei der Förderung des Zirkus besonders hervorgetan. Es zeigt sich, dass öffentliche Förderung, wenn sie etabliert und verlässlich erfolgt, die kreative Szene erfrischend belebt. Dieses Jahr vertreten unter anderem folgende Gruppen den südlichen Nachbarn: Circus Fahraway mit dem Stück „Elefant“ und die Compagnie Most mit „Lab Rats“.

Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang vor allem auch Cie Enz, die mit „Bistro“ den ersten offiziellen Kindertag des Atoll-Festivals bereichern. Der Kindertag ist eine neue Veranstaltung, die sich innerhalb des Festivals an das jüngste Publikum richtet. Am 21. September, also in der Mitte des Festivals, sind Kinder die geladenen Gäste, haben freien Eintritt und dürfen ein, auf sie zugeschnittes Programm, erleben. Mitmachaktionen zum Basteln, Spielen, Gestalten, aber auch für Akrobatik, stellen das Rahmenprogramm dar.

Ein besonderes Highlight für Allerkleinsten stellt das Stück „Be Kind“, das das Emilie Weisse Circustheater aufführt. Speziell für einen Publikumskreis aus der Altersgruppe zwischen 6 und 18 Monaten, benötigt es für die Teilnahme allerdings – wegen dem begrenzten Platz – eine Voranmeldung.

Hervorzuheben ist auch die Aufführung „Essence“ von der Gruppe Urbanatix. Aus dem Ruhrgebiet stammend, bieten sie eine wagemutig Ausweitung hin zur Streetart. Eine Verbindung aus Parcour, Hip Hop und Theaterelementen in einer dysotopischen Welt.

Das Atoll ist eine Wiederbegegnung mit beliebten KünstlerInnen der vergangenen Jahren. Es zeichnet das Festival aus, dass es zu einem markanten Punkt in der künstlerischen Landschaft wurde. Damit auch immer wieder der Anziehungspunkt für die verschiedensten Gruppierungen aus der internationalen Akrobatenszene. 

Um die Finanzierung des Festivals aufrecht zu halten, ist das Tollhaus mehr als je zuvor auf das eigene Einfallsreichtum, aber auch auf Finanzierungsformen durch SponsorInnen und SpenderInnen angewiesen. So gibt es dieses Jahr, neben dem beliebten Atoll-Bier, drei verschiedene Limonaden exklusiv zum Festival mit einem entsprechenden Label. 

Das Atoll-Festival finanziert sich damit zu einem Drittel über die Eintrittsgelder, zu einem weiteren über die Zuschüsse, die leider tendenziell eher weniger als stabil werden, und ein weiteres Drittel sind die Anteile, die durch private Geldgeber dazu gewonnen werden. Wie bei allen Kulturveranstaltungen in diesen Tagen wird auch hier vermehrt auf die Mithilfe durch private Zuwendungen gebaut. So gibt es für die Spenderinnen, unabhängig von der Höhe es Betrages, ein SpenderInnen-Bändchen, das einem Festivalbändchen gleicht. 

Nicht alle Schwerpunkte konnten hier aufgeführt werden, daher noch ein paar Tipps für den Notizzettel:

Es gibt Veranstaltungen für den schmalen Geldbeutel, die sich trotzdem lohnen. 10 Euro für 

Post uit Hessdalen „Ballroom“ , immer im Abschluss des Tages, sowie Kunststück, ein artistischer Rundgang. Am 27. und 28. September.

Bei Theresa Kuhn „Oblik“ und ZirkusOn Work in Progress ist der Eintritt frei. Achtung: Bei ZirkusOn ist eine Reservierung notwendig!

Kinder zahlen, wie bei Schülerinnen und Studierende bis 27 Jahren nur den halben Preis. Das gilt allerdings nicht für 10 Euro-Tickets.

Mehr erfahrt Ihr direkt beim Tollhaus im alten Schlachthof

Externer Link: https://www.atoll-festival.de

Jazznryhthm’s Podcast Nr. 1 mit Joe Astray

Jazznryhthm’s Podcast Nr. 1 mit Joe Astray

Joe Astray beim Interview für Jazznrhythm.com
Joe Astray beim Interview für Jazznrhythm.com

Es gibt den ersten Podcast von Jazznrhythm.com ! Eine Premiere und ein völlig neues Metier, in das sich Jazznrhythm.com nun rein wagt. Der erste Podcast bedeutet auch, dass Interviews nun lebendiger, näher und länger werden können. Wie oft der Podcast erscheinen wird, das ist noch nicht ganz klar, auch ob das Format sich ändern wird – Keine Ahnung.

Aber: Brezeln wird es immer geben, wenn jemand zu Gast ist, das ist versprochen.

Joe Astray (https://www.joeastray.com) war vor einiger Zeit auf einer kleinen Straßenmusiktournee nach Portugal. Was er dabei erlebt hat, wie es ablief und wie man das macht, wenn die Reisekasse nur aus den Einnahmen besteht, war unser Thema. Mehr findet ihr in dem eingebundenen Artikel dazu. Auch die Tourneedaten, von den nächsten Orten, an denen ihr Joe mit seiner angekündigten Platte sehen könnt.

Den Podcasts gibt es momentan und aktuell erstmal nur hier auf der Seite. Die Einbindung in die üblichen Streamingdienste nehme ich noch vor, so dass es in Zukunft auch möglich sein wird, ihn auf den bekannten Plattformen zu hören.

Wenn ihr Fragen habt, oder Tipps, wenn euch etwas gefällt, oder etwas besser laufen kann, dann einfach in die Kommentare schreiben, oder ein Mail an andreas@jazznrhythm.com. Wenn ihr selber MusikerInn seid oder irgendwie mit dem Thema Musik verbunden, und gerne mal Gast in einem Podcast sein würdet, dann lasst uns darüber reden.

Karlsruher Archiv: Was wurde aus diesen Bands und MusikerInnen?

Karlsruher Archiv: Was wurde aus diesen Bands und MusikerInnen?

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der CDs und LPs, die dem „Karlsruher Archiv“ vorliegen. Es sind mittlerweile mehrere hundert Namen, die gelistet sind. In den meisten Fällen kennen wir leider nur die Veröffentlichungen, nicht aber die Geschichten dahinter. Deswegen taucht immer wieder die Frage auf: Wie ging es weiter? Gibt es diese Besetzung vielleicht noch? Machen die MusikerInnen noch aktiv in anderen Bands mit? Leben sie noch in Karlsruhe etc. Wer die Geschichte kennt, Anekdoten oder die Besetzungen weiß, kann uns gerne helfen. Informationen, Plakate, Flyer können bei Tex Dixigas im Laden (Dixigas-Records.de) abgegeben werden, oder schickt sie einfach direkt an andreas@jazznrhythm.com.