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Schlagwort: Kirche

Konzertkalender vom 10.10-18.10.2026

Konzertkalender vom 10.10-18.10.2026

Symbolfoto (Death South) Konzertkalender

Solange aktuell die geschätzte KLAPPE AUF mit dem Aufbau ihrer Seiten beschäftigt ist, gibt es hier in den nächsten Tagen einen groben Überblick über die Konzerte in Karlsruhe.

Es gibt noch weitere gute Veranstaltungskalender:

Tex Dixigas informiert regelmäßig auf Instagram über interessante Konzert in Karlsruhe und der Region: https://www.instagram.com/dixigas/?hl=de

Auch Fächerstadt-Hardcore hat eine gute Übersicht über Metal- und verwandte Konzerte: https://www.instagram.com/faecherstadt.hardcore/

Links zu den Veranstaltern findest du hier

Ohne Gewähr und Garantie. Bitte schaut euch auf den Seiten der Veranstalter um, ob sich dort etwas geändert hat.

Konzert- und Musiktermine · 10.–18. Oktober 2026

DatumZeitKünstler / VeranstaltungOrt
Sa., 10.10.19:00Escape with RomeoDie Stadtmitte
19:00Spirited Voices in ConcertStadtkirche Durlach
19:00Klezmer und mehrLaurentiuskirche, Hagsfeld
19:30Eine kleine Reise durch die KirchenmusikgeschichteJung-Stilling-Saal
20:00AWAITING DAWN · Wax Bird · Alaska Beach ClubSoundcheck One, Waldbronn
20:00Tal ArditiKulturhaus Mikado
20:00Philip Sayce – New Album Release Tour 2026 (ausverkauft)Jazzclub Bruchsal
21:00Rathmann + LehnerAlte Hackerei
So., 11.10.11:00Jazz & More for KidsHemingway Lounge / Sandkorn
18:00Zauberflöte goes HemingwayHemingway Lounge
18:00Carmina BuranaLutherkirche
19:00Tungsten & InductionDie Stadtmitte
20:00Renaud Garcia-FonsTollhaus
Di., 13.10.20:00Schlachtplatte mit Antje Schumacher und Carmine Biscosi – Akustik Open StageAlte Hackerei
Mi., 14.10.20:00KRALLICE – 2026 EurotourP8
20:00The NeighboursKOHI
Do., 15.10.19:30BarJazz live – Rüdiger Wolf & Charlotte FriersonHemingway Lounge
20:00Dagobert „Die Tour mit Band“ + Massfit OddyKOHI
20:00Duo Zirka & Otlacan – JazzDiscoveryJazzclub Karlsruhe
20:00The Goods + Joel CusumanoAlte Hackerei
Fr., 16.10.19:30Konzertlesung mit Judence Kayitesi und Diana EzerexNUN Kulturraum
19:30Bach: Kreise auf dem WasserFriedenskirche
20:00Alte BekannteTollhaus
20:00ŠUMA ČOVJEKTollhaus
20:00Ezé & MyntKOHI
20:00Cats & BreakkiesKulturzentrum Tempel
20:00Monika Herzig Quartet feat. Peter Lehel – TransparentHemingway Lounge
20:00Oliver Lutz’ RE: CALAMARI & Shake StewJazzclub Karlsruhe
20:30Marco Mendoza + Rough’n’RudeSoundcheck One, Waldbronn
21:00Frau Doktor + MakaluAlte Hackerei
21:00Nachtschicht – Christoph-Georgii-TrioEvangelische Stadtkirche
21:00Fahnenflucht – Beissreflex Tour 2026, Support: ScherbenP8
Sa., 17.10.11:30Schinner – Music History of the 60’s and 70’sHemingway Lounge
18:00B-A-C-H – Der größte Musiker (Kindermusical)Stadtkirche Durlach
18:00Gemeinsames Konzert mit Chor aus ParisAuferstehungskirche Rüppurr
19:00Galakonzert zum Weinbrenner-JubiläumEvangelische Stadtkirche
19:00New Bands Semifinale 2026P8
20:00Nicolas Sturm 10 Jahre „Angst Angst Overkill“Kohi
20:00Motördeaf · Crusader · OppowerSoundcheck One, Waldbronn
20:00Sebastian Krämer – Gesänge auf der FalltürNUN Kulturraum
22:00Pride Pictures EröffnungspartyAlte Hackerei
So., 18.10.10:30Jubiläum Cantus Juvenum KarlsruheEvangelische Stadtkirche
11:00Festgottesdienst: 25 Jahre Mönch-OrgelLutherkirche
14:00Orgelfest: Orgelbauer FröhlichLutherkirche
16:00Orgelfest: Orgel purLutherkirche
18:00Orgelfest: Konzert-KrimiLutherkirche
19:00Aşk Olsun – Gedichtrezitation mit Livemusik auf TürkischKulturzentrum Tempel
20:00Deathrite + RazeAlte Hackerei

Cassandra Wilson – New Moon Daughter

Cassandra Wilson – New Moon Daughter

Lange Zeit wurde Cassandra Wilson als Bluessängerin bezeichnet. Auch weil sich immer wieder Interpretationen alter Bluesklassiker unter ihren Stücken befinden. Doch ihre Herangehensweise ist viel zu sehr von der Kunstfertigkeit ihrer vokalen Fähigkeiten geprägt, als von den Geschichten, die dem Blues innewohnen. Cassandra Wilson veredelt den Blues. Sie hebt ihn auf das Level, in dem alle Bestandteile zu geschliffenem Gold und purer Kunst werden. Muss man erstmal machen.

Ich kann mich gut daran erinnern, als ich dereinst einem Kollegen von einem kommenden Auftritt im Karlsruher Konzerthaus vorschwärmte. Und tatsächlich verwendete ich den Begriff Blues, weil ein jeder dieses Genre mit ihr in Verbindung bringen wollte. War einfach so. Ich ergatterte Plätze für die erste Reihe. Mein damaliger Kollege schlief ein. Erste Reihe, zwei Meter von Cassandra Wilson entfernt. 

„New Moon Daughter“ enthält neben Klassiker wie „Strange Fruit“, Werke von U2, Neil Young, Son House, Hank Williams und Robert Johnson. Aber auch eigene Werke, die aus ihrer Feder stammen. Das all dieses homogen und stimmig, wie aus einem Guss wirkt und damit scheinbar unvereinbares zusammenbringt, das ist die Kunst, die Cassandra Wilson beherrscht. 

Eingespielt mit einer Band, die im wahrsten Sinn des Wortes Cassandras Stimme begleitet, herausfordert und unterstützt, reiht sie die Songs wie auf einer Perlenkette auf, lässt sie einzeln strahlen und zwingt damit zum Zuhören.

Während meiner Schulzeit gab es einen Religionslehrer, der sich vehement darüber echauffierte, dass der örtliche Pfarrer Jazz in seine Kirche holen wollte. Diese Musik wird in Kneipen gespielt, die habe nichts in der Kirche verloren. Das waren die Siebziger. 

Cassandra Wilsons Musik wird nicht in Kneipen gespielt, und wenn, dann hat sich der Laden bereits geleert und die Band versucht noch mal für sich selbst, das Beste aus dem Vorhanden herauszuholen. 

Wo man vermutet alles schon gehört zu haben – nehmen, wir „The Last Train to Clarksville“ – breitet Cassandra eine farbenreiche Sammlung verschiedener Stimmlagen aus, die unvermutet eine Reise eröffnen und den Zug durch die Prärie in alle Gefilde begleiten. Das ist bunt, tief, hoch, mit genug Blues um zu bereichern, aber dem Verständnis des Jazz geschuldet.

Nämlich genau das ist es, was Cassandra Wilson ausmacht: Sie nimmt den Blues, wie wir ihn alle kennen, liebkost ihn, hütet ihn wie ein filigrane Pflanze und verleiht ihm neue Weihen und ein Größe, die ihm die Meisterschaft verleiht. Lag schon immer in ihm. War schon immer da. Hat nur auf sie gewartet. „New Moon Daughter“ zeigt, warum wir Robert Johnson, Son House, aber auch Hank Williams schätzen müssen. 

Cassandra Wilson öffnet das Songbook und Erbe wie einen Schatz, den es zu pflegen gilt. Dabei leitet sie, mit aller Ruhe und Bedacht, durch die Geschichte, die Landschaft, in der sie aufwuchs, und die Zeiten, die wir als hart und entbehrungsreich empfinden.

Man möchte ihr jeden Song, den man bisher zu schätzen wußte, zuwerfen, um sich dann an ihrer Interpretation zu erfreuen. Sie macht alles nur besser. „New Moons Daughter“ ist eine außergewöhnliche, faszinierende Jazz-Platte, die in ihrer Ruhe der Konzentration und Besinnlichkeit dienen kann, aber auch einen faszinierenden Umgang mit vermeintlichen bekanntem Liedgut zeigt.