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Konzertkalender vom 17.10-25.10.2026

Konzertkalender vom 17.10-25.10.2026

Symbolfoto (Death South) Konzertkalender

Kleines Update: Ich nenne unten noch ein paar Links mit ähnlichen, sehr gut kuratierten Kalendern für die Region. Mir wurde heute ein spannendes Projekt vorgestellt, dass ich gerne noch beobachte. https://ka-heute.de ist ein sehr gut gegliederte, vollkommen automatisierte Webseite mit ergonomischen Filtern, die eventuell die aktuelle Lücke in Karlsruhe wunderbar füllt. Ich bin sehr beeindruckt und kann es schon mal empfehlen.

Wichtig!

Ohne Gewähr und Garantie! Bitte schaut euch auf den Seiten der Veranstalter um, ob sich dort etwas geändert hat!

Konzert- und Musiktermine · 17.–25. Oktober 2026

Samstag, 17.10.2026

  • 10:00 | Konzert für die Kleinsten | Insel-Theater
  • 11:30 | Schinner – Music History of the 60’s and 70’s | Hemingway Lounge
  • 16:00 | Konzert-Lesung: Helen M. Sand (Musik: Julia Gärtner) | Fincaroasters
  • 18:00 | B-A-C-H – Der größte Musiker (Kindermusical) | Stadtkirche Durlach
  • 18:00 | Gemeinsames Konzert mit Chor aus Paris | Auferstehungskirche Rüppurr
  • 19:00 | Galakonzert zum Weinbrenner-Jubiläum | Evangelische Stadtkirche
  • 19:00 | Eröffnungskonzert der 15. Deutsch-Armenischen Jubiläumskonzertreihe 2026 | Schloss Karlsburg
  • 19:00 | Auger – The Old Arcade Tour 2026 | Die Stadtmitte
  • 19:00 | New Bands Semifinale 2026 | P8
  • 20:00 | Alte Bekannte – Mehr! Live | Tollhaus
  • 20:00 | Naturally 7 – Closer Look (25 Years) | Konzerthaus
  • 20:00 | Thérapie de Couple | Jazzclub Karlsruhe
  • 20:00 | Nicolas Sturm (10 Jahre „Angst Angst Overkill“) | KOHI
  • 20:00 | Motördeaf · Crusader · Oppower | Soundcheck One (Waldbronn)
  • 20:00 | Sebastian Krämer – Gesänge auf der Falltür | NUN Kulturraum
  • 20:00 | Brazilian Sounds: Forró Fusion / Rafael Beibi Trio | Tempel
  • 22:00 | Rosie Frater-Taylor | Jazzclub Karlsruhe
  • 22:00 | Pride Pictures Eröffnungsparty | Alte Hackerei

Sonntag, 18.10.2026

  • 10:00 | Jazz ’n‘ Breakfast 2026 | Jazzclub Karlsruhe
  • 10:00 | Konzert für die Kleinsten | Insel-Theater
  • 10:30 | Jubiläum Cantus Juvenum Karlsruhe | Evangelische Stadtkirche
  • 11:00 | Festgottesdienst: 25 Jahre Mönch-Orgel | Lutherkirche
  • 14:00 | Orgelfest: Orgelbauer Fröhlich | Lutherkirche
  • 16:00 | Orgelfest: Orgel pur | Lutherkirche
  • 18:00 | Orgelfest: Konzert-Krimi | Lutherkirche
  • 19:00 | Crank BigBand | Jazzclub Karlsruhe
  • 19:00 | Aşk Olsun – Gedichtrezitation mit Livemusik | Tempel
  • 19:00 | Sandie Wollasch & Matthias Hautsch | Bürgerzentrum Mühlburg
  • 20:00 | Deathrite + Raze | Alte Hackerei
  • 20:00 | Nina Fiva Sonnenberg | Tollhaus (Abgesagt)

Montag, 19.10.2026

  • 19:30 | Mit Rilke durch das Jahr (Ayala Rosenbaum, Klavier; Julika Hing, Rezitation) | Kleine Kirche Karlsruhe

Dienstag, 20.10.2026

  • 20:00 | Toledo Panic + The Clinch + Down II Down | Alte Hackerei

Mittwoch, 21.10.2026

  • 19:30 | Mit Rilke durch das Jahr (Ayala Rosenbaum, Klavier; Julika Hing, Rezitation) | Kleine Kirche Karlsruhe
  • 20:00 | Tingvall Trio – „PAX“ | Tollhaus
  • 20:00 | Super Jet Kinoko | Alte Hackerei

Donnerstag, 22.10.2026

  • 19:00 | Stepfather Fred ( mit Ilaender und Ferntail Fox)|Z10
  • 19:00 | Matthias Hautsch | CaféROSE
  • 20:00 | Ildikò + Kleptos | KOHI
  • 20:00 | Musa Dagh & Safi | Die Stadtmitte
  • 20:00 | Lina Bó – Asphalt und Sterne Tour 2026 | Tempel
  • 20:30 | Open Stage  | An Sibin Irish Pub (Amalienstraße 32)

Freitag, 23.10.2026

  • 16:30 | Campus trifft Kultur (mit Lehner, Felber, Miri in the Green, Sudaka und Haphazard) | Kronenplatz (TRIANGEL)
  • 18:00 | Konzertabend mit Klavier und Bläsern – HFM & Polizeimusikkorps | Polizeipräsidium Karlsruhe, Durlacher Allee 11
  • 19:00 | Musik und Lesungen | Emmauskirche (Waldstadt)
  • 19:00 | Klangwerk – Jamsession | NUN Kulturraum
  • 19:00 | Hellgreaser + Splatterghost + Bloody Nails | Graubau (Stutensee)
  • 19:30 | FreitagsOrgel (Prof. Mona Hartmann) | St. Bernhard
  • 20:00 |No Sugar, No Cream | Mikado
  • 20:00 | Tito & Tarantula – Best of Tour 2026 | Substage
  • 20:00 | Shalosh | Tempel
  • 20:00 | Alex im Westerland (Toten Hosen / Ärzte Tribute) | Die Stadtmitte
  • 20:00 | Corlyx + Latex | P8
  • 21:00 | The Sleeveens + The Ivan Dragos | Alte Hackerei

Samstag, 24.10.2026

  • 19:00 | Capriccio Fridericiana | Auferstehungskirche Rüppurr
  • 20:00 | Hattler – 25 Jahre Jubiläumskonzert | Tollhaus
  • 20:00 | Karlsunruhe: Feintonfilter + Zweifel | Substage
  • 20:00 | Miri in the green | Tempel
  • 20:00 | Four Imaginary Boys (The Cure Tribute) | Die Stadtmitte
  • 20:15 | Dapper Dan Men | An Sibin – Irish Pub
  • 20:30 | Sophie Chassée | NUN Kulturraum
  • 21:00 | Dietah und Thorsten – Das erste Grindcore-Musical der Welt | P8
  • 21:00 | Wisecräcker + Kaptain Kaizen | Alte Hackerei

Sonntag, 25.10.2026

  • 16:00 | Das Klingende Klassenzimmer – Kindermusical | Ökumenisches Gemeindezentrum Oberreut
  • 17:00 | Himmelwärts – Chormusik zwischen Himmel und Erde | Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum
  • 18:00 | Echt? Orgel! – Konzert VI | Christuskirche Karlsruhe
  • 18:00 | Nacht & Träume (Klassik trifft Pop) | Begegnungstätte Grötzingen
  • 18:00 | Jubilate Deo | Christkönig
  • 18:00 | KIT-Sinfonieorchester | Lukaskirche
  • 18:00 | Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe | Evangelische Stadtkirche Karlsruhe
  • 18:30 | By Candlelight (Live Acoustic Music mit Bloshka)| 8 Lights
  • 19:00 | Liederabend mit Werken von Fauré und Schumann |Frei_Räume, Gerwigstraße 41
  • 19:00 | Red Hot Chilli Pipers – „Back To Roots Tour 2026“ | Tollhaus

Es gibt noch weitere gute Veranstaltungskalender:

Tex Dixigas informiert regelmäßig auf Instagram über interessante Konzert in Karlsruhe und der Region: https://www.instagram.com/dixigas/?hl=de

Auch Fächerstadt-Hardcore hat eine gute Übersicht über Metal- und verwandte Konzerte: https://www.instagram.com/faecherstadt.hardcore/

Links zu den Veranstaltern findest du hier

Juliane Streich (Lesung) im NUN „These Girls forever!“ Am 19.10.2026

Juliane Streich (Lesung) im NUN „These Girls forever!“ Am 19.10.2026

Juliane Streich und Julia Neupert bei der Lesung "These Girls forever!" am 19.10.2026 im NUN
Juliane Streich und Julia Neupert bei der Lesung „These Girls forever!“ am 19.10.2026 im NUN

Eigentlich ist es ein wildes Unterfangen. Wie geht man vor, wenn man die weibliche Musikgeschichte unterhaltsam und ansprechend abbilden will? Gibt es eine Musikgeschichte aus rein weiblicher Perspektive? Wäre sie eine andere, als jene, die bisher und lange Zeit von hauptsächlich männlichen Kollegen honoriert, dokumentiert und aufgezeigt wird?

Es gibt eine Menge Fragen, wenn man die Historie unter einem eher ungewohnten Blickwinkel betrachtet, und sich dabei rein auf die Frauen in der Musik und deren Auswirkungen fokussiert. Juliane Streich ging das Thema an, und es zeichnet sie aus, dass nicht sie alleine die Feder schwang, sondern Autorinnen und Journalistinnen um Mithilfe bat. Als Herausgeberin bündelte sie mittlerweile in drei Bänden, geschichtliches, aktuelles, unterhaltsames und verborgenes über weibliche Musikerinnen der populären Geschichte seit 1920. 

Dabei sind nicht die Geschmacks- oder Genregrenzen, die alle von uns haben, ausschlaggebend, sondern alleine die persönliche und allgemeine Bedeutung der Kreativen wichtig. So finden sich in ihren Bänden sowohl Nena, wie Bessie Smith, die No Angles, aber auch Not Seattle. Dazwischen mögen Welten liegen, aber es zeigt sich auch: Es gibt keinen Bereich in dem Frauen nicht mitgewirkt haben. Die Geschichte der populären Musik ist voll mit Frauen, die sie geprägt haben, aber auch ganz eigene Varianten entdeckt und entwickelten haben.

Hin und wieder sind die Spuren nur noch im Kontext zu finden, aber – auch wenn die Geschichte nicht umgeschrieben wird – so wird sie doch um einige Farben erweitert und um Role-Models bereichert.

Juliane Streich wählte dabei einen sehr persönlichen Weg, und wie ein DJ belegte sie ihre Lesung mit Klangbeispielen, ergänzte sie um eine persönliche Note und ein Hörbeispiel, das ihre eigenen Gehversuche im Punk-NDW-Umfeld dokumentierte.

Das war kurzweilig, unter der Mithilfe von Julia Neupert fast ein Talkformat und in dem kleinen NUN auf jeden Fall am richtigen Platz. Gerade die unabhängigen, fast basisdemokratischen Veranstaltungsorten, in denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren, legen verstärkt Wert auf ein Angebot, das alle berücksichtigt. 

Auf großen Festivals fällt jedoch nach wie vor auf, dass die Line-Ups, also Zusammenstellungen der auftretenden KünstlerInnen, männlich geprägt sind. Schon seit Jahren ein Thema, bieten die Bücher von Juliane Streich hier eine Diskussionsgrundlage, die die Farbigkeit der Szene hervorhebt, und das vor allem in einer unterhaltsamen, kompakten Form, die den Zugang erleichtert. 


Die Missachtung der Genregrenzen bietet Platz für Neuentdeckungen, die Vielzahl der Stimmen, die sie als Herausgeberin gesammelt hat, eine breite Palette der persönlichen Vorlieben, aber auch differente Sichtweisen.

In seiner Form eine Lesung, die versucht eigene Wege zu gehen, aber daher der Thematik am ehesten gerecht werden konnte. Und zeigte: Es gibt bestimmt noch viel zu erzählen. Man kann als mal den Platz für einen vierten Band frei halten. 

Externe Links:

Juliane Streich – https://julianestreich.de

NUN – https://nun.cafe

Sandrine Neye und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Sandrine Neye und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)
Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Eigentlich bewegen sich Wohnzimmerkonzerte in dem historischen Kontext einer „Soiree“. Sogenannte Salonkonzerte haben eine lange Tradition. Sie finden in der Regel in einem privaten Rahmen statt, bieten vor allem jungen KünstlerInnen die Möglichkeit außerhalb der etablierten Bühnen sich einem geneigten Publikum vorzustellen und sind fast ein geschützter Raum für aufstrebende Talente. Ungeachtet dessen handelt es sich meistens um hervorragend ausgewählte Begabungen.

Die Möglichkeiten der Wohnzimmerkonzerte sind normalerweise im Umfang und der Ausgestaltung begrenzt. Da sie nicht regelmäßig stattfinden, ist man in diesem persönlichen Umfeld sowieso auf Qualität bedacht. Die Gastgeber zeigen eine große Liebe zur Musik, ein außergewöhnliches Engagement für das Thema und gehören damit zu den kleinen Impressarios einer lebendigen Kulturszene.

Die meisten bekannten KünstlerInnen haben irgendwann Wohnzimmerkonzerte genutzt. Sie dienen der Vernetzung, können einen Ruf begründen und haben oft eine Wirkung als Multiplikator in einer regionalen Szene. 

Da Wohnzimmerkonzerte tatsächlich – meistens – in Wohnzimmern stattfinden, werden sie nicht öffentlich bekannt gegeben, finden sich nicht Veranstaltungskalender und werden maximal über Mailinglisten, WhatsApp oder Facebookgruppen bekannt gegeben. Man kennt jemanden, der/die jemanden kennt usw. Wenn man Glück hat – und es hat wirklich sehr viel mit Glück zu tun – gelangt man in einen der Zirkel. 

Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)
Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Es gibt mittlerweile, auch in Karlsruhe, legendäre Ort, kleine, sehr professionelle Bühnen, aber auch ganz private Veranstaltungen, die wert auf ihre Anonymität und Exklusivität legen. Man sollte das berücksichtigen, daher findet sich auch hier kein Hinweis, wo dieses Konzert stattfand.

Erhält man eine Einladung zu einem Konzert, dann sollte man sie annehmen. Ungeachtet dessen, ob der Name der Auftretenden einem bekannt ist oder nicht. Es lohnt sich in der Regel immer.  Ich würde keine Einladung zu einem solchen Konzert ausschlagen.

Ein Konzert von Sandrine Neye und Alfred Müller gehört mittlerweile zu den gut abgestimmten Kombinationen, auf die man in Karlsruhe treffen kann. Beide finden sich in ganz unterschiedlichen Gruppierungen und Auftritten, haben die verschiedensten Standbeine, aber sind vor allem im Jazz-Bereich gerne gesehene Gäste und Mitspieler.

So ist Alfred Müllers Gitarrenspiel stark beeinflusst, von den Rhythmen des Bossa Novas, aber auch mit dem richtigen Swing ausgestattet um den Gesang seiner Partnerin zu unterstützen und herauszufordern. 

Vom Soul beeinflusst, im Jazz behauptet und mit der Kraft einer variantenreichen Stimme, war das Wechselspiel der Beiden geradezu die klassische Begrenzung auf das Wichtigste. Und im Rahmen eines solchen Konzertes, dass von seiner intimen Atmosphäre lebte, ist es auch die professionelle Darbietung bei Klassikern und ihrer Interpretation, die ein ein hervorstechendes Merkmal darstellt. 

So ist es Sandrines Begeisterung für Whitney Houston und Joy Denalane zu verdanken, dass sie auch deren Songs in einer transparenten, warmherzigen Version transportierte, die die Spannbreite ihres Könnens aufzeigte. 

Ein Ausblick auf ihre eigenen Stücke, die noch sich noch eingebunden in die Klassiker finden, deuten auf einen eigenständigen Singer-/SongwriterInnen-Weg hin, der neue Varianten offenbart, aber schon jetzt von der Erfahrung zeugt, die sie stimmlich mit einbringen kann. 

Und das ist bei beiden Musikern ein spürbares Kapital. Die Beteiligungen an Jazzorchester und kleinen Ensemble auf vielen Bühnen, kristallisierte sich in dem Zusammenspiel heraus und lässt gespannt sein, auf das was noch kommt. Wie gesagt, Wohnzimmerkonzerte sollte man sich nicht entgehen lassen, sie entstammen in der Regel immer einer Aufbruchstimmung, die man gerne miterlebt.

Externer Link:

Sandrine Neye – https://sandrineneye.de/de/index.html

Alfred Müller – https://www.instagram.com/alfred_mueller_guitar

Stina Holmquist und das 20jährige Jubiläum des NUN, Kulturraum Karlsruhe am 9.10.2026 

Stina Holmquist und das 20jährige Jubiläum des NUN, Kulturraum Karlsruhe am 9.10.2026 


Stina Holmquist im NUN, Kulturraum Karlsruhe am 9.10.2026

Stina Holmquist im NUN, Kulturraum Karlsruhe am 9.10.2026

Bei Stina Holmquists erstem Besuch im NUN  – damals noch mit Band, vor fast zwei Jahren – war die kleine Bühne in der Oststadt mit 102 Anwesenden ausverkauft. Das NUN gehört nicht zu den größten Locations – jedoch mittlerweile zu engagiertesten und beständigsten. 

Im Vergleich zu den anderen Auftrittsorten hat das NUN mit den zwanzig Jahren seines Bestehens zwar noch eine junge Geschichte, aber kann mit einem stringenten Konzept aufwarten. Letzteres ist  auch ein bißchen den Räumlichkeiten geschuldet.

Traditionell war in der Location eine Eckkneipe der Oststadt angesiedelt. Untergebracht in einer Nebenstraße, die parallel zur Durlacher Allee verläuft, handelt es sich um das Erdgeschoss eines Wohnhauses. 

Das NUN ist zwar gut mit allen Verkehrsmitteln zu erreichen, aber nicht ganz so augenfällig, wie man es von vergleichbaren Clubs gewohnt ist. Alles ein bißchen ruhiger, alles ein bißchen unscheinbarer, hat das NUN immer noch den Ruf eines Geheimtipps. Einen Ruf, den es sich aber hart erarbeitet hat. 

Auch wenn es im Laufe der Jahre, nach einer längeren Pause und den Schwierigkeiten der Coronazeit, mittlerweile zu einem kompletten Wechsel der Aktiven kam, scheint das Booking immer noch einer gesetzten Linie zu folgen . Daher sind die geladenen Gäste von einer gleichbleibenden und verlässlichen Qualität.

Ganz eindeutig setzt man auf Leute mit Potential, vornehmlich junge KünstlerInnen aus aller Welt und es macht Spaß zu sehen, wie sie sich entwickeln. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn diejenigen, die einst auf der Bühne des NUN standen, später auf weit größeren Orten anzutreffen sind, dabei das eine oder andere Festival bereichern, oder gar international Karriere machen. 


Stina Holmquist im NUN, Kulturraum Karlsruhe am 9.10.2026

Stina Holmquist im NUN, Kulturraum Karlsruhe am 9.10.2026

Stina Holmquist gehört eindeutig zu den hoffnungsvollen MusikerInnen, die das NUN zu schätzen wissen. So war es nicht überraschend, dass sie – solo, nur mit einem E-Piano – auf ihrer aktuellen Tour wiederum die Chance nutzte.

Das NUN feierte sein Jubiläum mit ihrem Konzert, ergänzte es mit Anekdoten aus den Gründerjahren (als es z.B. noch einen Cafe-Betrieb gab), umgab es mit Sekt und Kuchen und verfiel während der Aufführung in jene gespannte, ruhige Atmosphäre, für die es sehr bekannt ist.

Für Stina Holmquist bedeutete dieses ein ungleich intensivere, fast akustische Interpretation ihres Werkes. Präsentierte damit eine Künstlerin, die ihre Bandbreite an musikalischem Können und stimmlichem Vermögen auszuspielen vermochte. 

Schilderte sie ihre Songs – in den Zwischenansagen – als Gefühle, die sie wie in einem Einmachglas verschliesst, gewinnt sie doch daraus die Qualität, die sie auszeichnet. Mit ihrer zweiten EP festigte sie ihr künstlerisches Standbein, und konnte daher auf ein Repertoire zurückgreifen, das homogen und bündig ihre Fähigkeiten heraus kristallisierte.

Mit überraschenden Steigerungen, wohl temperierter Dramatik und einer dynamischen Handhabung der Tasten, erkannte man eine Songwriterin, die sich faszinierend sicher in ihrem Metier bewegte. 

Es war die Stille des NUN, die den Songs eine filigrane Detailtiefe erlaubten und die Feinheiten offenbarte. 

Fast würde man sich wünschen, eine Liveaufnahme des Konzerts würde seinen Weg in den Shop finden.

Stina Holmquist bewies, alleine, nur mit dem Piano und ihrer Stimme, dass sie zu jenen Songwriterinnen gehört, die durch die instrumentelle Begrenzung eine ernsthaftere und intimere Version entstehen lassen. 

Ungeachtet ihrer Arbeit mit ihrer Band, die eine ganze Farbpalette nutzt, beeindruckte die Reduzierung mit den klaren Schattierungen. Die emotionelle Tiefe wurde in einer erstaunlich hoher Potenz spür- und nachvollziehbar vermittelt. Gemessen an den Möglichkeiten kann man gespannt sein, wie der Weg weitergeht, und das Wechselspiel sich in zukünftigen Auftritten niederschlagen wird. Stina Holmquist baut an einem Profil, auf dessen Entwicklung man gespannt sein darf.

Externe Links:

Stina Holmquist – https://www.stinaholmquist.de

NUN – https://nun.cafe