Sandrine Neye und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Sandrine Neye und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)
Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Eigentlich bewegen sich Wohnzimmerkonzerte in dem historischen Kontext einer „Soiree“. Sogenannte Salonkonzerte haben eine lange Tradition. Sie finden in der Regel in einem privaten Rahmen statt, bieten vor allem jungen KünstlerInnen die Möglichkeit außerhalb der etablierten Bühnen sich einem geneigten Publikum vorzustellen und sind fast ein geschützter Raum für aufstrebende Talente. Ungeachtet dessen handelt es sich meistens um hervorragend ausgewählte Begabungen.

Die Möglichkeiten der Wohnzimmerkonzerte sind normalerweise im Umfang und der Ausgestaltung begrenzt. Da sie nicht regelmäßig stattfinden, ist man in diesem persönlichen Umfeld sowieso auf Qualität bedacht. Die Gastgeber zeigen eine große Liebe zur Musik, ein außergewöhnliches Engagement für das Thema und gehören damit zu den kleinen Impressarios einer lebendigen Kulturszene.

Die meisten bekannten KünstlerInnen haben irgendwann Wohnzimmerkonzerte genutzt. Sie dienen der Vernetzung, können einen Ruf begründen und haben oft eine Wirkung als Multiplikator in einer regionalen Szene. 

Da Wohnzimmerkonzerte tatsächlich – meistens – in Wohnzimmern stattfinden, werden sie nicht öffentlich bekannt gegeben, finden sich nicht Veranstaltungskalender und werden maximal über Mailinglisten, WhatsApp oder Facebookgruppen bekannt gegeben. Man kennt jemanden, der/die jemanden kennt usw. Wenn man Glück hat – und es hat wirklich sehr viel mit Glück zu tun – gelangt man in einen der Zirkel. 

Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)
Sandrine Ney und Alfred Müller am 16.10.2026 (Wohnzimmerkonzert)

Es gibt mittlerweile, auch in Karlsruhe, legendäre Ort, kleine, sehr professionelle Bühnen, aber auch ganz private Veranstaltungen, die wert auf ihre Anonymität und Exklusivität legen. Man sollte das berücksichtigen, daher findet sich auch hier kein Hinweis, wo dieses Konzert stattfand.

Erhält man eine Einladung zu einem Konzert, dann sollte man sie annehmen. Ungeachtet dessen, ob der Name der Auftretenden einem bekannt ist oder nicht. Es lohnt sich in der Regel immer.  Ich würde keine Einladung zu einem solchen Konzert ausschlagen.

Ein Konzert von Sandrine Neye und Alfred Müller gehört mittlerweile zu den gut abgestimmten Kombinationen, auf die man in Karlsruhe treffen kann. Beide finden sich in ganz unterschiedlichen Gruppierungen und Auftritten, haben die verschiedensten Standbeine, aber sind vor allem im Jazz-Bereich gerne gesehene Gäste und Mitspieler.

So ist Alfred Müllers Gitarrenspiel stark beeinflusst, von den Rhythmen des Bossa Novas, aber auch mit dem richtigen Swing ausgestattet um den Gesang seiner Partnerin zu unterstützen und herauszufordern. 

Vom Soul beeinflusst, im Jazz behauptet und mit der Kraft einer variantenreichen Stimme, war das Wechselspiel der Beiden geradezu die klassische Begrenzung auf das Wichtigste. Und im Rahmen eines solchen Konzertes, dass von seiner intimen Atmosphäre lebte, ist es auch die professionelle Darbietung bei Klassikern und ihrer Interpretation, die ein ein hervorstechendes Merkmal darstellt. 

So ist es Sandrines Begeisterung für Whitney Houston und Joy Denalane zu verdanken, dass sie auch deren Songs in einer transparenten, warmherzigen Version transportierte, die die Spannbreite ihres Könnens aufzeigte. 

Ein Ausblick auf ihre eigenen Stücke, die noch sich noch eingebunden in die Klassiker finden, deuten auf einen eigenständigen Singer-/SongwriterInnen-Weg hin, der neue Varianten offenbart, aber schon jetzt von der Erfahrung zeugt, die sie stimmlich mit einbringen kann. 

Und das ist bei beiden Musikern ein spürbares Kapital. Die Beteiligungen an Jazzorchester und kleinen Ensemble auf vielen Bühnen, kristallisierte sich in dem Zusammenspiel heraus und lässt gespannt sein, auf das was noch kommt. Wie gesagt, Wohnzimmerkonzerte sollte man sich nicht entgehen lassen, sie entstammen in der Regel immer einer Aufbruchstimmung, die man gerne miterlebt.

Externer Link:

Sandrine Neye – https://sandrineneye.de/de/index.html

Alfred Müller – https://www.instagram.com/alfred_mueller_guitar

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