Der Spieler – Teil 51

Der Spieler – Teil 51

Der Spieler (Fortsetzungsroman auf Jazznrhythm.com in loser Folge)

Der Spieler ist ein Fortsetzungsroman auf den Seiten von Jazznrhythm.com. Unregelmäßig, ohne Ankündigung, oder einem festen Termin, erscheinen weitere Abschnitte.

Dieses ist der einundfünfzigste Teil, und jetzt ergibt nichts einen Sinn, aber alles scheint miteinander verbunden, obwohl die Fäden in einem Kuddelmuddel verlaufen.

(Nebenbei: Wenn jemand Vermutungen äußern will, wie es weiter geht – dann würde mich das interessieren. Bitte unten ins Kommentarfeld schreiben)

Andreas Allgeyer, 23.03.2026

Ich vermute, der Zweifel stand mir ins Gesicht geschrieben. Er schien es ernst zu meinen. Ich fand es lächerlich. Es klang furchtbar. Die sogenannten Schätze der Nationalsozialisten beruhten, sofern es sie tatsächlich gab, auf Diebstahl. Von ihren Raubzügen, von ihren Vernichtungslager und dem Versuch ganze Bevölkerungsgruppen auszulöschen. Gab es Schätze, dann handelte es sich um Beute.

Dieses jedoch bedeutete, vermeintliche Entdecker hatten die Pflicht sie den ursprünglichen Besitzern zurück zu geben. Das war mein Verständnis der Situation. Der Mann war Richter.

„Wir reden nicht von Gold. Wohlgemerkt!“ Fuhr er fort, während er mich eingehend betrachtete. Mit einer Mimik, als wüsste er woran ich denke.

Ich hatte keine Ahnung, warum ihm das wichtig sein sollte.

„Sondern?“ fragte ich.

„Die Amerikaner hatten mit der Operation Paperclip viel vor. Sie wußten sehr genau, was sie taten und vor allem, warum sie es taten. Als die erste Mondlandung statt fand, da war das erste mediale Flug zum Mond, der gelang. Weil es einfach an der Zeit war,  die Überlegenheit im kalten Krieg zu präsentieren, aber glauben sie mir, der Schatz von dem wir sprechen, das war niemals Gold.“

Ich schwieg. Sollte er erzählen. Die Operation Paperclip ist heute  bekannt, aber war zu dem Zeitpunkt unseres Gespräches schon sehr umstritten. Ging es doch um eine Verharmlosung der Wissenschaftler, die im dritten Reich an Technologien zur Stärkung der Diktatur arbeiteten. 

Raketen, die den Endsieg bringen sollten. Die Amerikaner stellten nach der Zerschlagung des Dritten Reichs genau diese Wissenschaftler in ihre Dienste. Und damit begann die Geschichte der amerikanischen Raumfahrt.

„Die Koordinaten drehten sich um geheime Forschungslabore und Abschussbasen.“

„Es gab keine geheimen Abschussbasen. Die V2 kam zu spät. Ihr Einsatz kam in der Endphase. Alles, was es dazu gab, haben die Alliierten entdeckt und aufgeklärt.“

„Ehemalige Bergwerke, vergessene Stollen, Bunkerprojekte oder Projekte, die offiziell dem Bunkerbau galten. Schiffswerften und vieles mehr. Die V2 sollte überall in Stellung gebracht werden.“

„Es war 1945 spät! Es gab keine erfolgreiche Vertuschung mehr!“

„Mitnichten! Es gab einen ganzen Propagandastab, der mit dem Thema betraut war. Der genaue Status sollte geheim bleiben. Die Gegner sollten nichts davon mitbekommen. Zumal die Legende nützlicher war, als die tatsächlichen Ergebnisse. Die Nationalsozialisten haben schon sehr früh begonnen, alle Informationen, die im Zusammenhang mit dem Raketenbau standen zu zensieren und in eine gewollte Richtung zu leiten.“

„Sie sind ein Richter, verdammt“

Er sah mich erstaunt an, zuckte mit den Schultern und ließ den Blick kurz in die Ferne schweifen.

„Ja, und?“

„Was erzählen sie mir denn da für einen Bullshit?“

„Es gab schon immer eine Theorie über eine Technologie, die parallel zur bekannten Entwicklung Fortschritte gemacht hat, und es gab schon immer Verweise darauf, dass es im Dritten Reich Versuche gab, über den Weltraum andere Kontinente anzugreifen. Betrachten sie das, was tatsächlich passierte, als Abfallprodukt und Motivation für eigentlich unpolitische Wissenschaftler.“

„Niemand von denen war unpolitisch. Diese Speichellecker gingen den einfachsten Weg und hätten den millionenfachen Tod fremder Völker in Kauf genommen nur um ein tausendjähriges Reich zu zementieren! Nürnberg wäre auch für diese Bombenbauer der richtige Ort gewesen.“

Er senkte den Blick. „Warum erzähle ich ihnen das alles?“

„Ja, warum? Diese Geschichte ist komplett irre!“

„Wieviele Menschen wissen von der Platte?“

Ich dachte an Mike, Cörd und mich. Ich beobachte Inge, sah auf Blumscheid , aber nichts was in ihren Blicken lag, gefiel mir. Verdammt!

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