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Kategorie: MusikerInnen

Joya im Kult-Cafe (Familienzentrum Friedrichstal) am 27.03.2026

Joya im Kult-Cafe (Familienzentrum Friedrichstal) am 27.03.2026

Joya im Kult-Cafe (Familienzentrum Friedrichstal) am 27.03.2026
Joya im Kult-Cafe (Familienzentrum Friedrichstal) am 27.03.2026

Der Name ist Abwandlung des englischen Begriffs für Freude, die Musik eine Melange aus den Rhythmen des Balkans, französischen Chansons und Swings – die drei MusikerInnen der Gruppe Joya gehen ganz eigene Wege mit ihrem Konzept.

Vielsprachig, offen für Traditionen, modernen Adaptionen und experimentierfreudig, übertragen sie die unterschiedlichsten Elemente der europäischen Musiktradition in eine Format, dass eine große Spannbreite aufweist. Zur Freude ihres Publikums. 

Joya kamen alleine mit Gitarre (Jan Stoess), dem Akkordeon (Christoph Obert) und der Stimme von Simone Lachmann, um ein Programm zu präsentieren, dass sie sitzend vortrugen, aber mit seinem Walzer, den Verweisen auf die Polka und dem kraftvollen Klang der Instrumente auch durchaus zum Tanz aufzufordern vermochte. 

Das Kult-Cafe im Familienzentrum Friedrichstal ist dabei eine kleine Eventlocation, die allein auf ehrenamtliche Basis mit ihren rührigen und engagierten Betreibern, versucht in einer familiären Atmosphäre Gruppen zu präsentieren, die auf Spendenbasis (sogenannte Hutkonzerte) durchaus Großes anbieten. So gastieren in dieser Umgebung schon Bands, die aus dem nahen Ausland – oder aus weiterer Entfernung – ein Gastspiel in der Region planten.

Die Räumlichkeiten bieten eine ruhige, entspannte und angenehme Atmosphäre.So wie man sie von Wohnzimmerkonzerten, Unplugged – Mitschnitten und Tiny-Desk-Videos kennt. Ein überschaubares Publikum, das dankbar das Event geniesst, macht Friedrichstal zu einem kleinen Anziehungspunkt, der sich für Menschen – mit der Freude an Entdeckungen  -lohnt. 

Der richtige Abend und Ort für Joya aus Karlsruhe, deren Mitglieder in der hiesigen Balkanszene, durch anderen Gruppierungen bereits, bekannt sind. Das Repertoire von Joya durfte man als vielfältig, bunt und in der Spielfreude ansteckend nennen. Man nehme Django Reinhards Gitarrenspiel, die Chansons von Zaz oder die Rhythmen von Vaya Con Dios, sowie die Energie der Gipsy-Musik oder die pure Ekstase,  die die Musik von Goran Bregovic auszustrahlen vermag. Dann nähert man sich der Musik von Joya und definiert damit einen Topf, aus dem sie schöpfen, aber den sie auch gerne neu verrühren, das Tempo ändern oder einfach den Swing stärker einfließen lassen.

Joya im Kult-Cafe (Familienzentrum Friedrichstal) am 27.03.2026
Joya im Kult-Cafe (Familienzentrum Friedrichstal) am 27.03.2026

In der Triobesetzung von Joya bekommen die Titel trotz allem eine orchestrale Kraft. Man versteht sehr schnell, warum das Akkordeon immer wieder dort eingesetzt wurde, wo die Tanzenden mitgerissen werden sollten, obwohl die Bühnen nur kleine Ensembles zuliessen. 

Joya liessen damit wieder die Jazz-Cafes aus Paris aufleben, vermittelten mit welcher Leidenschaft Musiker an ihre Stücke gehen können, und schmückten die Spielpausen mit Anekdoten, Erklärungen und Verweisen aus. 

Ihre Musik schuf eine Reise durch die Regionen, schreckte vor den Übergang nach Amerika nicht zurück, aber zeigte auch ein tiefes Verständnis für die Einflüsse und Zusammenhänge. So dass im Nachhinein, wenn man den Verwandtschaften gewahr wurde, die Erklärungen in sich aufgenommen hatte, die Welt ein bißchen kleiner wurde, die Richtungen sich annäherten und eine Klangfamilie bildeten, die aus Migration, Völkerwanderung kam und zeigte, wie Musik sich wandeln kann, aber doch verbindend bleibt.

Joya wußten zu begeistern und erstaunten in ihrer Virtuosität. Fanden sich hier doch MusikerInnen zusammen, deren Erfahrungsschatz und Repertoire sicherlich noch für viele weitere Stunden gereicht hätte. Allein die sprachliche Leichtigkeit mit der Simone Lachmann zwischen den einzelnen, regionalen Klangfarben wechselte – vom französischen zum griechischen Lied – verdient Achtung und gesonderten Applaus. Joya bewiesen als Trio eine bunte und empfehlenswerte Vielfalt. 

Externe Links:

Joya Joya-Music.de

Kult-Cafe – Friedrichstal https://www.familienzentrum-friedrichstal-kult-cafe-stutensee.de/

Ralph Heidel im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 25.03.2026

Ralph Heidel im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 25.03.2026

Ralph Heidel im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 25.03.2026
Ralph Heidel im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 25.03.2026

Betrachtet man das Portfolio von Ralph Heidel, dann erstaunt die Vielfalt der Zusammenarbeiten. Vor allem scheinen Grenzziehungen und eine Scheu vor Genres kaum gegeben. So hat er mit den unterschiedlichsten MusikerInnen bei Produktionen, auf Touren und an Kompositionen gearbeitet. Die Liste ist so illustren und prominent, dass irgendein Name bestimmt ein Aha-Erlebnis auslöst und verwundert.

Er selbst definiert sich auf seiner Webseite in einer Spanne von zeitgenössischer Klassik, über Jazz bis hin zu Electronic und Pop. Schwer zu fassen. 

Natürlich birgt das Überraschungen, daher war es eine interessante Hilfestellung, als das Konzert im KOHI unter Jazz firmierte und eingeordnet werden konnte. Begleitet von zwei weiteren Musikern – beide wie Ralph Heidel selbst Multiinstrumentalisten – konstruierte, malte und formte der Komponist Klanggemälde, die vielschichtig eine hohe Bandbreite seines Könnens zeigten.

Mit Duetten, gebildet aus zwei Saxophone – dabei unterlegt mit elektronischen Sounds, die wiederum sphärisch verfremdet Vocals in einem Loop einbauten – weitete er die Zukunft des Jazz zu neuen Horizonten aus. Das es dabei ausgesprochen angenehm, einfühlsam und trotzdem mutig, sowie neu, wirkte, war die große Kunst.

Mit viel Verständnis für ein harmonisches Zusammenwirken, wechselte der Schlagzeuger zwischen E-Piano, Drums, Bass und Keyboard, der Saxophonist zwischen Klarinette, Saxophone und Keyboard und auch Ralph Heidel selbst nutzte Saxophone, Keyboards, Vocals. Die Möglichkeiten waren so mannigfaltig, wie die Fähigkeiten der Musiker, sich dabei abzuwechseln das angebotene Instrumentarium zu bedienen.

Ralph Heidel im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 25.03.2026
Ralph Heidel im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 25.03.2026

Die Trio-Formation gehört im Jazz mit zu den beliebtesten Gruppierungen. Hier wurde sie ausgereizt und aufgebrochen. Wenn der Klang und die Konstruktion eines Werkes nahezu orchestrale, aber auch hin und wieder clubtaugliche Elemente mit einbrachte. 

Jazz, wie er sein kann und sein darf: In einer traumwandlerischen Gestaltung, wenn die beiden Saxophone Bilder entstehen liessen, die historische Klischees in einem zeitgenössischen Gewand zeigten. Aber auch wenn das Schlagzeug mit dem Beat des Synthesizers korrespondierte, unterstützte und ein eigenes rhythmisches Bild formte. 

Das Experimentelle war dabei verspielt eingefügt, dennoch wirkte alles wie aus einem Guss. Dem Wohlklang fast verpflichtet gingen die Stücke oftmals in einander über. Boten aber dennoch eine Fahrt durch ganz unterschiedliche Facetten an. 

Ralph Heidel präsentierte sein bisherigen Veröffentlichungen in einem Konzept, dass man nicht nur Jazzfans ans Herz legen will, sondern vor allem Menschen, die die Übergänge lieben, sich von fremden Stilen nicht abschrecken lassen und eine Reise wagen. 

Durch Klänge, die ihre Einflüsse nicht gleich offenbaren, doch aus einem großen Erfahrungsschatz stammen. 

Ralph Heidel im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 25.03.2026
Ralph Heidel im KOHI, Kulturraum in Karlsruhe am 25.03.2026

Feiner Stoff, ausgesprochen zurückhaltend und freundlich in der Präsentation und in diesem Format eine gelungene Mischung darstellt. Eine Mischung, die belebende und gleichzeitig melancholische Stimmungen bietet.

Externe Links:

Ralph Heidel – https://ralphheidel.com

KOHI – https://kohi.de

Änderungen auf Jazznrhythm.com: Veranstaltungstipps und GastautorInnen

Änderungen auf Jazznrhythm.com: Veranstaltungstipps und GastautorInnen

Festival-Symbolbild (Das Fest)
Festival-Symbolbild (Das Fest)

Auf Jazznrhythm.com gab es bis Ende letzten Jahres einen Veranstaltungskalender, der mehr oder weniger aktuell geführt wurde. Das Thema war allerdings zeitaufwändig, arbeitsintensiv und zeigt auch viel Änderungsbedarf im Laufe der letzten Monate an.

Es war ein schwerer Entschluss, aber jetzt steht es fest: Der Veranstaltungskalender in seiner bisherigen Form kann nicht weitergeführt werden. Dazu sind die Arbeiten am Karlsruher Archiv zu wichtig. In diesem Bereich traten sukzessiv mehr Verzögerungen ein, so dass es Sinn macht, diesen Teil zu intensivieren.

Trotzdem werden hier immer wieder Acts und Events angekündigt werden, allerdings einzeln, dafür prominenter und vollkommen subjektiv. Sind Bands bereits auf Jazznryhthm.com besprochen worden, so wird diesen der Vorzug gegeben und ihre Konzerte selbstverständlich hier aufgeführt. Denn zum einen liegt in der Regel dann schon Material vor, zum anderen sind sie einem natürlich ans Herz gewachsen.

Zu Jazznrhythm.com selbst eine kurze Erklärung, warum es Abstriche geben muss und geben wird – aber auch, warum manche Ideen (Podcasts etc.) unter Umständen länger brauchen. Aktuell handelt es sich um ein Ein-Mann-Projekt, das mit Hilfe vieler Informationen und Zulieferern am Leben gehalten wird. Es ist umkommerziell, kommt ohne Werbung aus, bezieht keine Unterstützung und bezahlt 95% der Eintrittskarten für die Konzerte selbst.

Es gibt aktuell keine Zusammenarbeit mit Labels, Veranstalter oder Ticketlieferanten. Zwar geht es um Vernetzung, aber monetäre Vorzüge oder Zuwendungen gibt es keine. Kommt es zu Bemusterungen durch Bands oder MusikerInnen, dann wird darauf hingewiesen.

Einladungen werden gerne angenommen, Material gerne besprochen. Der Zeitpunkt jedoch bis es zu einer Besprechung kommt, kann lange, bedauerlicherweise sehr lange dauern. Auch wenn es hin und wieder schneller geht, soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Arbeitsanfall schwer abzuschätzen ist und manche Themen voranging behandelt werden.

Das ist mit ein Grund, warum der Veranstaltungskalender aus dem Angebot verschwinden musste. Er bedurfte sorgfältige Pflege und Flexibilität, die neben dem Artikel schreiben, der Social Media Promotion und der archivarischen Arbeit am Karlsruher Archiv schlicht nicht zu leisten war.

Ich möchte weiterhin darum bitten, dass Presseinformationen über Auftritte an andreas@jazznrhythm.com gesandt werden, denn auch in Zukunft wird es Artikel zu Konzerten geben, und in der Regel danach auch ein Review.

Ein Punkt, der für die Zukunft angedacht ist: Wer in der Region Karlsruhe unterwegs ist, Konzerte besucht, und selbst gerne Reviews schreibt, oder aber über seine Lieblingsplatten berichten möchte – dann würde es mich freuen hier GastautorInnen begrüßen zu dürfen.

In diesem Sinne, schreibt einfach mal in die Kommentare, was euch besonders gefällt, was nicht und was man alles noch machen könnte.

Ankündigung: Joya im Kult-Cafe in Stutensee-Friedrichstal am 27 März 2026

Ankündigung: Joya im Kult-Cafe in Stutensee-Friedrichstal am 27 März 2026

Ankündigung: Joya im Kult-Cafe in Stutensee am 27.März 2026

Wer die Gruppe Joya im Mikado verpasst hat, dem bietet sich nun kurzfristig am Freitag den 27 März 2026 nochmal die Möglichkeit die Band bei einem Konzert zu erleben. Joya setzt sich aus versierten und bekannten Mitglieder der hiesigen Balkanszene zusammen. Ihr Repertoire deckt einen großen Teil der europäischen Musikkultur ab, ist beschwingt, lebensfroh und wird in den Details virtuos vorgetragen.

Joya gehört zu den Karlsruher Bands, die sich in den letzten Jahren und Monaten sukzessiv eine Fangemeinde erspielen, und mit großer Begeisterung ihre Kenntnisse einzusetzen wissen. Ihre Konzerte sind damit vor allem für die Freunde variantenreicher Folkmusik aus den Bereichen Gipsy, Swing, sowie griechischen Anleihen und rumänischen Roots ein Vergnügen.

Sie laden zum Tanz und einem spannenden Abend ein. Das Ganze auf Spendenbasis im Kult Cafe in der Rheinstraße Ost 14 in Stutensee-Friedrichstal.

Externe Links:

Joya – https://joya-music.de

Kult Cafe – https://www.familienzentrum-friedrichstal-kult-cafe-stutensee.de