Swinsian – Große Musiksammlungen auf dem Mac verwalten (1)

Swinsian – Große Musiksammlungen auf dem Mac verwalten (1)

"Swinsian" -Programmfenster im Dark Mode
„Swinsian“ -Programmfenster im Dark Mode

Im Laufe eines Lebens sammelt sich Musik auf die unterschiedlichste Weise in einem Haushalt an. Wer LPs, Kassetten, Mini-Discs und Tonbänder genutzt hat – diese vielleicht auch bereits digitalisiert – steht vielleicht vor dem Problem, eine Unmenge Musik-Dateien verwalten zu müssen.

In dieser kleinen Serie geht es um „Swinsian“. Einen alternativen Musikverwaltungssystem für den Mac. „Swinsian“ wurde speziell für große, sperrige Dateisammlungen entwickelt, die oftmals sehr individuelle Feinarbeiten benötigen, um sie richtig handhaben zu können. Das können Ton-Archive sein, aber auch ganze Bibliotheken an raren, weitgehend unbekannten Musikstücken, die schwierig automatisiert in Griff zu bekommen sind.

Swinsian“ will dabei kein Gegenstück zu Apples „Musik“ sein, sondern eher eine Ergänzung. Zwar kann es Apples „Musik“ in Sachen Verwaltung ablösen, aber das ist erstmal nicht das Ziel. Es geht vielmehr darum, die Dinge, die unter der Motorhaube von „Musik“ stecken, sichtbarer zu machen.

Vorab sei daher unbedingt gesagt: In den meisten Fällen werden die Funktionen von „Musik“ erschöpfend und ausreichend sein, daher richtet sich Swinsian ganz gezielt an jene, die sehr große Sammlungen mit einfachen Mitteln verwalten wollen. 

Es geht vor allem um die bekannten Dateiformate *.mp3, *.acc, *.wav, **.flac  und *.ogg. Swinsian ist in diesem Sinne für NutzerInnen wertvoll, die möglicherweise mehrere tausend oder hunderttausend dieser (Musik-) Dateien auf ihren Festplatten schlummern haben. 

Die Stärke Swinsians offenbart sich in einer spartanischen, übersichtlichen Oberfläche, die eine freie Gestaltung erlaubt. Schwerpunkte sind dabei: sehr schnell einen Überblick über die vorhandenen Dateien zu bekommen, sowie die Metatags (mit Künstlernamen, Alben- und Songtitel) und eine genaue, leicht beeinflussbare Ordnung herzustellen.

Die herausragenden Eigenschaften des Programms „Musik“ liegen (zum Beispiel) in der Einbindung von iTunes bzw. der Nutzung des Apple eigenen Streaming-Dienstes „Music“

Swinsian“ hat dagegen die beiden Optionen nicht und bindet sie nicht ein. Weder den Streamingdienst, noch die Möglichkeit über iTunes Musik käuflich zu erwerben. Kann aber die lokale, vorhandene Musikbibliothek des Apple-Programms nutzen und auch die entsprechenden Playlists integrieren. 

Zu den Features von Swinsian, die hier sicherlich nicht alle genannt werden können, gehört die automatisierte Coversuche, die Komplettierung von Metatags und die Einrichtung von „Watched Folders“ (zu beobachtende Verzeichnisse), und damit die Möglichkeit eine Musik-Bibliothek auf verschiedene, angeschlossene und integrierte Datenträger zu verteilen.

Ein „Watched Folder“ (ein beobachtetes Verzeichnis) kann ein Verzeichnis sein, dessen Inhalt automatisch in die Bibliothek bewegt wird, dessen Dateien dorthin kopiert werden oder lediglich zu einem Eintrag in der Bibliothek führen. 

(Zu vergleichen ist es am ehesten mit dem Verzeichnis „Automatisch hinzufügen“, das Musik nutzt. Dateien, die dort abgelegt werden, werden von Musik in regelmäßigen Abständen dem Verzeichnis entnommen und der Musikbibliothek hinzugefügt.)

Lässt man nur Einträge dieser beobachteten Verezeichnise von Swinsian in der Datenbank einer Musik-Bibliothek vornehmen, dann kann man mit verschiedenen Watched-Foldern eine Sammlung über mehrere Datenträger aufbauen. In den folgenden Artikel soll es darum gehen, wie man eine solch große Sammlung sinnvoll gestaltet und pflegt.

Es werden dabei die Hürden, aber auch Möglichkeiten aufgezeigt, dieses unter Umständen mit veralteter Hardware, einem nicht mehr aktuellen Betriebsystem und geringem Arbeitsspeicher-Bedarf zu machen. 

Ziel ist es vor allem, eine unabhängige Installation aufzubauen, die es erlaubt, seine eigene Musik in digitaler Form leicht zugänglich zu machen, und damit unabhängig von Streamingdiensten zu genießen. 

Begleitend wird auch erwähnt werden, wie man analoge Musik auf einem Mac digitalisieren und damit transportabel machen kann, aber vor allem, wie man mögliche Bestände aus Musikkassetten, Mini-Discs und Vinylplatten wieder zum Leben erwecken und unterwegs hörbar machen kann.

Viele Tipps, die hier genannt werden, gelten auch für „Musik“. Denn im Hintergrund benutzen beide Programme dasselbe Betriebsystem (MacOs) und dieselbe Technologie.

Dinge, die bei „Swinsian“ berücksichtigt werden müssen, trifft man daher auch oft bei „Musik“ an .

Weiter geht es im zweiten Teil, demnächst. (Wird – sobald online – selbstverständlich hier verlinkt).

(Bitte schreibt in die Kommentare, wenn euch etwas besonders interessiert.)

Externe Links:

Swinsian – https://swinsian.com

Ankündigung: Yara auf der Feldbühne vom Fest am 25.07.2026 um 18:00

Ankündigung: Yara auf der Feldbühne vom Fest am 25.07.2026 um 18:00

Yara in der Heidelberger Halle 02 am 5.April 2025
Yara in der Heidelberger Halle 02 am 5.April 2025

Yara sind sowas wie der offizielle Underground von Heidelberg. 

Ungebremste Chansonniers ist einer neuen Generation. Da geht es um Liebe, verzwickte Abende, Zigaretten, und Verlangen. 

Sie sind dabei respektlos, gut geeignet für die kleine verrauchte Bühne, aber mittlerweile auch tauglich für die großen Locations. In den letzten Monaten waren sie gern gesehen Gäste auf Uni-Festen, füllten die heimatlichen Hallen und fast täglich ihre Social Media Kanäle.

Yara besitzen die große Frechheit, eingängige Melodien mit unverschämten Texten zu machen.

Das klingt dann stark nach Wein und Bier und Selbstgedrehten, hat aber auch den ehrlichsten Charme der Straße. Sie erzählen von der Jugend, der Vergänglichkeit, dem Spaß am Leben und, auch wenn das alles nicht gesund klingt, ist es doch genau das, was man später vermissen wird.

Sie bestechen durch eine raue, klare Sprache, aber auch durch eine Poesie, die sie selbst nicht schont. 

Kann man geziemt und brav mitsingen oder laut gröhlen – und glaubt mir, das geht schon beim ersten Mal.

Yara in der Heidelberger Halle 02 am 5.April 2025
Yara in der Heidelberger Halle 02 am 5.April 2025

Yara gehören zu jenen Bands, die mit der Sprache spielen und große Vorbilder haben. Das ist ein verführerischer Liebreiz, der nuschelt und rotzt. Da standen die Barden, die Straßenmusiker und die französische Musik Pate. Aber auch die Unverkrampftheit des Punks und die Lust an der Provokation.

Aber so nahbar bleibt, dass er für gelungene Abende taugt. Darf man nicht bierernst nehmen, aber schaden kann es nicht, das Bier. 

Externe Links:

Yara – https://www.instagram.com/yaramusik/?hl=de

Das Fest – https://www.dasfest.de/programm/das-fest

Ankündigung: Haphazard auf der Feldbühne auf dem Fest am 25.07.2026 um 16:30

Ankündigung: Haphazard auf der Feldbühne auf dem Fest am 25.07.2026 um 16:30

Haphazard im KOHI am 07.02.2026
Haphazard im KOHI am 07.02.2026

Haphazard sind Wiedergänger oder die Erben einer großen, dicken und fetten Plattensammlung. 

Es muss mehr als ein vollgestopftes Regal sein. Sie kommen aus dem Land der Schlaghosen und der ausufernden Solis. 

Das Rockverständnis von Haphazard ist beachtlich und fußt irgendwo in einer tiefen und nostalgischen Vergangenheit und Liebe. 

Der Sound ist nicht aus dieser Zeit, aber das Image sowieso auch nicht. Haphazard haben den Geist aus der Flasche, der Grube oder sonst wo wiedergeholt, um mit einem Flair zu bezaubern, den man verloren glaubte.

Wer sein den Rhythmus der frühen, goldenen Jahrzehnte der berühmten Jahre verloren glaubt, kommt an ihnen sowieso nicht vorbei. In einer Beschreibung zu dem, was sie auf der Bühne bieten, fließen automatisch jene Namen ein, die heute noch für Bewunderung sorgen. All die Gruppen, die aufgelöst oder mittlerweile schlicht zu alt sind, um eine solche Show zu bieten. 

Haphazard im KOHI am 07.02.2026
Haphazard im KOHI am 07.02.2026

Sie haben, ohne Zweifel, große Vorbilder, aber auch das handwerkliche Können, um an sie ran zu kommen. Dass sie das so kompromisslos und enthusiastisch verfolgen, gebührt alleine schon Respekt. Muss man mal sagen.

Dabei sind sie so viel jünger als die Zitate, die sie nutzen – und so viel ernsthafter als die Altvorderen. Sie lehnen sich damit gegen den Trend und kreieren ihr eigenes Image. Vor allem sind sie eine entschlossene Liveband, die ihren Weg gehen wird. 

Nicht geradlinig, schon wie eine Zeitreise, aber es macht einen Heidenspaß, Ihnen dabei zuzusehen.

Haphazard - Aufkleber
Haphazard – Aufkleber

Externe Links:

Haphazard – https://www.instagram.com/haphazard.music/

Das Fest – https://www.dasfest.de/programm/das-fest

 

Ankündigung: Across the Border auf dem Fest am See am 17.07.2026 um 21:30 Uhr

Ankündigung: Across the Border auf dem Fest am See am 17.07.2026 um 21:30 Uhr

Across the Border am 26 Dezember 2024 im Substage
Across the Border am 26 Dezember 2024 im Substage

Across the Border sind eigentlich so bekannt, dass man kein Wort mehr dazu verlieren muss. Folk-Punk der feinsten und wildesten Sorte, beheimatet in Remchingen, damit ganz tief in der Region und vor allem mit der ersten Sahne Musiker ausgestattet, die sich überall schon ihre Sporen verdient haben.

Bei Across the Border trifft aufeinander, was zusammen gehört: Eine unanständig wilde Liebe zur Musik, ein gutes Gefühl für den richtigen Rhythmus – und vor allem eine Haltung, die stabil und solide seit vielen Jahren gegen das Böse kämpft. Immer und überall.

Across the Border zu verpassen ist natürlich nicht drin, macht auch keiner. Insofern wird es voll, verschwitzt und die kraftvollste Einleitung, die das Fest braucht. Wenn Across the Border laden, dann kommen erstens alle und jeder tanzt. Muss so sein, gehört sich so und ist die richtige Einstellung.

Across the Border am 26 Dezember 2024 im Substage
Across the Border am 26 Dezember 2024 im Substage

Am Fest am See, zu einer der warmen Sommernächte, was will man mehr. Bewaffnet mit den typischen Folk-Instrumenten, reizen sie das Genre aus, haben soviel Punk im Blut, dass es schwer einzuordnen ist, aber bringen in der Regel auch eine ganze Riege an Gastmusikern mit, die mit allen Wassern gewaschen sind.

Lokalmatadoren eben. Jungs, die man immer wieder gerne sieht, die das schon seit 1991 machen und mittlerweile ein Jubiläum nach dem anderen feiern dürfen, aber dafür auch generationsübergreifend bejubelt werden. Das haben sie sich verdient.

Sie dürfen mittlerweile so viele Comebacks feiern wie sie wollen, sich neu besetzen, die Gegend immer wieder überraschen und weder sie noch ihre Fans werden müde, es jedes Jahr aufs neue krachen zu lassen.

Es ist uns eine Freude. Auf das Wiedersehen, die ewige Jugend und die richtige Haltung.

Externe Links:

Das Fest am See – https://www.dasfest.de/programm/das-fest-am-see