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Kategorie: Rezension

Animat im NUN, Kulturraum in Karlsruhe am 13.12.2025

Animat im NUN, Kulturraum in Karlsruhe am 13.12.2025

Animat im NUN am 13.12.2025
Animat im NUN am 13.12.2025

Es war das Jahresabschlusskonzert im NUN. Schon aus diesem Grund etwas besonderes, aber auch die Möglichkeit mit einem Hut-Konzert noch einmal zu zeigen, was das NUN im Umfeld der Oststadt leisten kann.

Ein Hutkonzert ist für MusikerInnen eine Variante, mit der sie – ohne Eintrittsgeld zu verlangen – vor einem Publikum spielen, das am Ende einen Beitrag in einen „Hut“ (meistens ein anderes Gefäß) – ähnlich wie bei einer Straßen-Performance –  legt. Und damit die Anerkennung und Wertschätzung für das Dargebotene ausdrückt. 

Wenn im NUN ein solches Konzert stattfindet, zeigen die Verantwortlichen (alles ehrenamtliche Mitarbeiter), auch auf, was kleinere Bühnen für die örtliche Kultur, die Nachbarschaft, aber vor allem für junge KünstlerInnen leisten können. 

Seit Live-Konzerte ein wichtiges Standbein in der Musik wurden, ist diese Arbeit nicht zu unterschätzen. Streamingdienste sind, ähnlich wie Social Media, sehr wichtig für die Bekanntheit und Erreichbarkeit der Bands. Ohne Zweifel gibt es dadurch neue und weitere Veröffentlichungsmöglichkeiten. Doch die Menge der Neuerscheinungen machen es schwer hervor zu stechen. Noch schwieriger ist es, mit Musik Geld zu verdienen.

Kulturstätten wie das NUN bieten in diesem Entwicklungsprozess die Chance die erste und vielleicht wichtigste Live-Plattform zu sein, um der Musik eine Publikumsbindung zu schaffen. Jedoch auch um den Merch (also Dinge wie Tonträger, T-Shirts und andere Artikel) zu verkaufen, die teilweise die einzige Einnahmequelle sind. Denn Streaming, selbst wenn es gut läuft, reicht selten um das Leben, aber auch nicht um den Aufwand von Touren, zu finanzieren.

Animat im NUN am 13.12.2025
Animat im NUN am 13.12.2025

Animat sind eine junge Band aus Paderborn. Anna Meier, Tabea Niewerth und Milena Wagner nutzten sie die Räumlichkeit, die ihnen das NUN bot, mit einer Instrumentierung, die ein breites Spektrum aufzeigte. 

Animat, die durchaus Bezüge zum Folk aufweisen, brachten sowohl ein Cello, wie auch eine Geige in ihre Stücke ein. Im Gesang, wechselseitig und harmonisch, dreistimmig von unterschiedlichen Klangfarben geprägt, zeigte sich eine feine Linie, die zwischen Pop, Americana und Ansätzen im klassischen Format zu schweben vermochte.

Auf ihrer ersten EP „Slowwalker“, eine Wortschöpfung, die auf die Notwendigkeit der Ruhe und Besinnung verweisen möchte, ist ihre dreiköpfige Formation aus Gitarren und Keyboard, noch verstärkt von weiteren MusikerInnen, inklusive der Begleitung durch Drums. Doch im NUN, das aus der Not eine Tugend macht, und seine Konzert in einem ruhigen Umfeld quasi „Miethaus-kompatibel“ herunterschraubt, präsentierten sie ihre Stücke akustisch, stark von den Stimmen, und der Transparenz der Kompositionen gezeichnet.

Zwar war mit „Fertilizer“, dem schwungvollsten Werk, eine Variante möglich, die zeigt, wohin die Reise gehen kann – Animat bewiesen aber mit großem Geschick und einem perfekt abgestimmten Set, das vor allem in der Langsamkeit und Ruhe ein nicht zu unterschätzendes Potential der Band offenbarte.  

Ihre Songs präsentieren eine abgestimmte Zusammenarbeit und gute Ergänzung, die es schafft, Kleinode zu entwickeln, deren Qualitäten sowohl in der Komposition wie Lyrik liegt, und eine sympathische Eingängigkeit präsentierten. 

War das Oeuvre zwar auf die EP begrenzt, so darf man durchaus auf die weiteren Werke gespannt sein, denn die unveröffentlichten Stücke, die schon Inhalt des Konzertes waren, und noch der Reife entgegen streben, zeigten bereits ein gutes Gefühl für das, was man von einem Pop-Song erwartet.

Sie können das. Sie haben ein eigenen Sound, ein charmantes Zusammenspiel und Auftreten, und wissen die Optionen zu nutzen. Da wird noch etwas kommen.

Animat im NUN am 13.12.2025
Animat im NUN am 13.12.2025

Externe Links:

Animat (Instagram) – https://www.instagram.com/animat.musik/?hl=de

NUNhttps://nun.cafe

Fabian Willmann Trio im KOHI am 10.12.2025

Fabian Willmann Trio im KOHI am 10.12.2025

Fabian Willmann Trio am 10.12.2025 im KOHI
Fabian Willmann Trio am 10.12.2025 im KOHI

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Das Setup war angenehm klassisch. In dieser Konstellation spielten Jazzgrößen. So wurde schon immer das geschaffen, was wir in Erinnerung behalten. Und genau da reihte sich das Fabian Willmann Trio ein.

Bestehend aus Fabian Willman am Saxophon, Arne Huber am Bass und Jeff Ballard an den Drums, bewegten sich sich schnörkellos und gradlinig durch die Nacht. Spielten genau jenen Jazz, der zum Nieselregen, den Autoscheinwerfern und einem Schwarzweßfilm von Woody Allen oder Jim Jarmusch passen würde. Der perfekte Soundtrack für die Straßen von New Orleans und der gewünschte Swing, um Jazz voll Spielfreude auf das zu reduzieren, was er mal war.

Mit gut gesetzten Solis, den richtigen Balladen und einem Gefühl für Breaks und Rhythmus gelang es ihnen, das KOHI in einen Jazzclub der frühen Jahre zu transformieren. Das Fabian Willmann Trio spielte dabei beflissen, detail- und variantenreich in der Modernen, zitiert gerne, aber verzichtet auf Gimmicks und blieb in der Instrumentierung geradezu puritanisch der Tradition verbunden. 

Spannend im Zusammenspiel, aber auch in der Auswahl ihrer Stücke, die fast alle selbstkomponiert und aus der Feder von Fabian Willmann stammten. Ein bündiges, transparentes Gesamtwerk, dass im langsamen wie schnellen Bereich die Möglichkeiten, die sich ihnen boten, zu nutzen wussten.

Fabian Willmann Trio am 10.12.2025 im KOHI
Fabian Willmann Trio am 10.12.2025 im KOHI


Das Fabian Willmann Trio sei all jenen ans Herz gelegt, die gerne dem Saxophon Raum geben, das Bass in all seiner Lässigkeit und Coolness vernehmen wollen und den Schlagzeuger lieben, der seine Drums mit Enthusiasmus, trocken und rührig durch die Melodien trägt. Mit einer hingerissenen Mimik, die alles noch viel fühlbarer macht.

Das Detailreichtum der einzelnen Stücke verlangt Aufmerksamkeit, aber der Groove, der kurz darauf folgt, den wippenden Kopf, die schnippenden Finger und heimliche Ausfallschritte. Das Fabian WIlmann Trio hat eine Herangehensweise und Flexibilität, die gleichermaßen sympathisch und poetisch wirkt. Die 

So locker wie es daher kam – geschlendert fast –  so lyrisch und anmutend konnte das Saxophon einen Part übernehmen, der in seiner Intensität und Klangfarbe den balladesken Stücken eine ganz eigene Melancholie einflößte.

Präsentiert sich das KOHI als Jazzclub, dann ist das immer auch ein starkes Stück Authentizität, das erlaubt Gruppen dieser Größenordnung, eine Bühne zu bieten, die sie so nahbar und erlebbar macht. Die Reduzierung – auf Bass, Saxophon und Drums – wird dadurch mehr als glaubwürdig. Denn, umrahmt von all den Plakaten, bekommt die Räumlichkeit eine Zeitlosigkeit, die dem Jazz, genossen auf schnell aufgestellten Bierbänken, nur gut tut. 

Das Fabian Willmann Trio wußte das zu nutzen. Sie überzeugten auf diesem Release-Konzert für ihr neues Album „Freedom“. Zum schnippen, zurücklehnen, an einem Mittwochabend, während draußen der kalte Regen über das Land zieht, einfach das Beste, was man machen konnte.

Externe Links:

Fabian Willmann Triohttps://fabianwillmann.com

Kohi https://kohi.de

Triosence im Tollhaus am 7.12.2025

Triosence im Tollhaus am 7.12.2025

Triosence im Tollhaus am 07.12.2025
Triosence im Tollhaus am 07.12.2025

In ungewohnter Umgebung zeigte sich Triosence am 7.12.2025 im Tollhaus. Nach all den Jahren, in denen sie an den verschiedensten Orten in Karlsruhe gespielt hatten – und dabei ihr Publikum eroberten – fand sich die Musiker nun in dem kleinen Saal der Kulturstätte wieder.

Triosence sind akribische, detailfreudige Instrumentalisten, die mit einer überschäumenden Spielfreude eigentlich im Jazz angesiedelt sind, aber durchaus andere Genres bis hin zur Neo-Classic einfließen lassen. Das machen sie mit einem Verve und einer Nonchalance, die den Abend zu einem einzigartigen Event gestalten. 

Ihr Können aus der 26jährigen Bandgeschichte offenbart eine Harmonie und einen Zusammenhalt, der das Fundament ihrer Partnerschaft, aber auch ein punktgenaues Spiel erlaubt. Triosence sind akkurate Handwerker, verspielte Musiker und im Kleinen wie Großem mit einer verschmitzten Experimentierfreude unterwegs.

Triosence im Tollhaus am 07.12.2025
Triosence im Tollhaus am 07.12.2025

Angereichert mit Anekdoten des Komponisten und Pianospielers Bernhard Schüler, stellte die Band – unterstützt von dem Bassisten Omar Rodriguez Calvo und dem Drummer und Percussionisten Tobias Schulte – ihr neues Album „Stories of Life“ vor. 

Dabei zeigten sie wieder einmal ein einfühlsames, dennoch swingendes, faszinierend groovendes und differenziertes Werk. Dabei war ganz offensichtlich, dass dem ein Fundament aus Erfahrung und fruchtbarerer gegenseitigen Beeinflussung zugrunde liegt. Denn es gehen – und darauf legten sie Wert-  den Stücken Prozesse der Diskussion und der internen Kritik voraus, die es allen ermöglichen ihren Fähigkeiten eine Bühne zu bieten.

So nutzte Tobias Schulte ein Sammelsurium aus knisternden, raschelnden Percussioninstrumente. Er bespielte sie in allen möglichen Varianten, um sie dann mit allem – was ihm zur Verfügung steht –  ganz überraschend zum Klingen brachte. Während Bernhard Schüler das Piano in gleitenden, verlierenden, aber auch gewaltigen Tönen, sowie an den Saiten gezupft und gestrichen, spielte. 

Dem Reichtum an Möglichkeiten folgte Omar Rodriguez Calvo problemlos. Mit geradezu zarter Vehemenz vermochte er dem Swing, den klassischen Jazz, die wilden Jahre in kurzen Zitaten zu beleben, und den Werken einen Drive zu geben, der viel Raum für Einflüsse und kunstvollen Fahrwassern ließ.

Triosence im Tollhaus am 07.12.2025
Triosence im Tollhaus am 07.12.2025

Triosence gehören seit Jahren zu den schwungvollsten und gleichzeitig berührendensten Jazz-Trios, die sich als Grenzgänger betätigten und ihre Nummern wieder mal humorvoll, gespickt mit kleinen Geschichten und Erzählungen vortrugen. Im Gesamtkonzept bündig, konnten sie auf eine Diskographie zurückgreifen, die zwar homogen mit den Coverbildern des Onkels von Bernhard Schüler eine Galerie schmücken mag, aber in der Vielseitigkeit der Komposition für eine lebendigen, farbigen Abend voll den verschiedensten Elementen stand.

Wie die Documenta in Kassel der Stadt zu einem Namen verhalf, so ist das Jazz-Verständnis von Triosence in ihrer Heimatstadt begründet und trägt ihren Ruf durch die Konzerthallen und Clubs der Region. Im Tollhaus führte Triosence zu einer Atmosphäre, die zwischen aufgeregtem Mitwippen und geschlossen Augen schwankte. 

Was wie eine Unvereinbarkeit klingt, gelang der Band innerhalb der einzelnen Kompositionen. Wege und Wanderungen durch musikalische Erzählungen zu gehen, die ein Reichtum an Möglichkeiten und Zitaten bot. 

So klangen vieles heraus, was bekannt und gewohnt nur für Sekunden aufflammte, um zu berühren und ein Lächeln hervor zu zaubern. Triosence offenbarten einen ganz eigenen Humor, der sie und ihr Publikum begleitete und zum Abschluss unwillkürlich zu Standing Ovations führte. 

So das feststand: Alle werden wiederkommen, und ihrem Charme und Können erliegen.

Externe Links:

Triosencehttps://triosence.com

Tollhaushttps://www.tollhaus.de/

Árstíðir in der kleinen Kirche, Karlsruhe am 3.12.2025 (ein NUN-Konzert)

Árstíðir in der kleinen Kirche, Karlsruhe am 3.12.2025 (ein NUN-Konzert)

Aristdir in der Kleinen Kirche in Karlsruhe (ein NUN-Konzert) am 3.12.2025
Aristdir in der Kleinen Kirche in Karlsruhe (ein NUN-Konzert) am 3.12.2025

Verlässt das NUN seine Räume, dann hat das gute Gründe. Arstidirs letztes Konzert im NUN zeigte schon, dass der Andrang beträchtlich war. So war es nicht verwunderlich, eine Stunde vor dem Konzert in der kleinen Kirche in der Kaiserstraße Menschen, die bis zur Mitte der Fußgängerzone standen, anzutreffen.

Die kleine Kirche, ursprünglich aus dem Jahr 1722 – in der heutigen Form fertig gestellt 1776 -ist das älteste Gotteshaus der Stadt und gehört damit zu den Gebäuden, die noch aus der Zeit der Gründung stammen. Ihre Größe und der historische Erhalt des Platzes, an dem sie etwas zurückgesetzt in der Innenstadt Raum für Ruhe bietet, macht sie zu einem Schmuckstück in der eher geschäftigen Einkaufszone um den Marktplatz.

Konzerte in ihrem hell ausgestatteten, zurückhaltend geschmückten Innenraum gehören daher zu den kammermusikalischen Ereignissen, sind gut besucht und finden fast regelmäßig statt. Ungewöhnlicher ist dennoch das Gastspiel einer isländischen Band, die in einem Zwischenbereich aus rockigen Anklängen, Wurzeln in der heimischen Volksmusik und vielstimmigen Acapellagesang angesiedelt ist.

Aristdir in der Kleinen Kirche in Karlsruhe (ein NUN-Konzert) am 3.12.2025
Aristdir in der Kleinen Kirche in Karlsruhe (ein NUN-Konzert) am 3.12.2025

Früh war abzusehen, dass das Konzert ausverkauft sein würde, hatten Arstidir doch schon bei ihrem letztjährigen Gastspiel überzeugt. In schlichtem Weiß gehalten, rücksichtsvoll ausgeleuchtet, bot ihnen der Altarbereich die Möglichkeit dieses ein weiteres Mal zu vollbringen und ihren Sound zu entfalten.

Es gehört zu den geschätzten Eigenheiten Islands, eine Musiktradition entwickelt zu haben, die vor allem den mehrstimmigen Gesang in der Gemeinschaft zu einer Kunstform machte. Innerhalb der Bevölkerung gepflegt, und im familiären und Freundeskreis als Bestandteil der Treffen und Feste erhalten, gehört es zum Repertoire der Gruppe. 

Arstidir beherrschen die Rhythmen, lassen viele Einflüsse in ihren Stücken zu, aber es gehört eindeutig zu den schönsten und gefühlvollsten Momenten, wenn sie den Bühnenbereich verlassen und sich ohne Instrumente vor ihr Publikum stellen. Hier zeigt sich, welch gute Wahl die  Location des Abends war. Wie sehr sich eine kleine, geschichtsträchtige Kirche für die Werke einer weit gereisten Band anbietet.

Die aktuelle Tour nennt sich „Vetrasól“, und kann aus dem isländisch mit „Wintersonnenwende“ übersetzt werden. Dieses ist – so erklärte Ragnar Olafsson (Klavier, Gesang) – der kürzeste Tag im Jahr, ein Zeitraum, in dem die Dunkelheit überwiegt, aber gleichzeitig ihr Höhepunkt ist und damit der Beginn für den Wiedereintreffen des Lichtes.

Die Kontraste Islands, die überschaubare Bevölkerungszahl, die harten Winter und der Wechsel zwischen Sonne und Dunkel, sind sicherlich auch ein Grund, warum der Hang zur Dramatik in ihrem Liedgut stark verankert ist. Die Band kokettiert damit, erwähnte es schmunzelnd, aber wußte damit auch den Hall und Möglichkeiten des sakralen Gebäudes zu nutzen. 

Begleitet von den beiden Mitspielern an Cello und Geige, unterstrich Arstidir  (neben Ragnar Olafsson gehören auch Daníel Auðunsson -Gitarre Gesang und Gunnar Már Jakobsson – Gitarre, Baritongitarre, Gesang – zur Stammbesetzung) das Variantenreichtum ihrer Musik.

Im Gitarrenspiel gekonnt,  waren – wie auch in der kammermusikalischen Begleitung –  Bezüge zur Klassik, aber auch verwandten Spielweisen aus anderen Regionen erkennbar. Mit klarer Stimme, aber in ganz unterschiedlichen Tonlagen, vermittelten sie Weite und die passende Atmosphäre zur kühlen Jahreszeit. Transportierten damit ihr Publikum in die kleinen Kirche an ganz andere Orte. 

Faszinierend – trotz dem Einsatz von Trommeln und der rhythmischen, durchaus schwungvollen Interpretation –  war die  feierliche, fast sakrale Grundstimmung. Wie geschaffen für den Rahmen, der in einer ruhigen Adventszeit einen Höhepunkt darstellte. 

Aristdir in der Kleinen Kirche in Karlsruhe (ein NUN-Konzert) am 3.12.2025
Aristdir in der Kleinen Kirche in Karlsruhe (ein NUN-Konzert) am 3.12.2025

Arstidir sind damit eine Band, zu deren Vermögen es gehört, die Moderne mit den bestehenden Traditionen fliessend zu verbinden. In einer Harmonie zu präsentieren, die den Kirchenraum mit all der Höhe und den Möglichkeiten, die er beinhaltet,  ausfüllte. 

In Erinnerungen bleiben wird, wie sie inmitten des Kirchenschiffs, zwischen den Bänken der Anwesenden ohne Instrumente und elektronischer Unterstützung, ein fest verankertes Trinklied aus dem Isländischen besangen. Aber auch, wie sie aus dem Publikum einen Chor bildeten, der in in einer Variante des Kanon – zweigeteilt nach den Bänken –  ihre Stimmen begleiteten. Als wäre es ein fein justiertes Instrument, das sie gerade, spontan geformt haben. 

Arstidir sind nicht das Jahresabschlusskonzert des NUN – es folgen noch ein paar – aber mit Sicherheit eines, das in dieser Kombination im Gedächtnis verankert sein wird.

Externe Links

Árstíðir – https://arstidir.com/

NUN – https://nun.cafe/

Die kleine Kirche – https://www.stadtkirche-karlsruhe.de/unsere-kirchen/kleine-kirche/