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Schlagwort: Rock

Pippa (Support: Nina Jacob) im Kohi, Kulturraum am 09.01.2026

Pippa (Support: Nina Jacob) im Kohi, Kulturraum am 09.01.2026

Pippa im KOHI-Kulturraum, Karlsruhe am 09.01.2026
Pippa im KOHI-Kulturraum, Karlsruhe am 09.01.2026

Die Konzertsaison ist wieder eingeläutet. Damit hat das Jahr 2026 offiziell begonnen. Auch für das KOHI. Am Freitag, dem 09.01.2026 waren daher Nina Jacob und Pippa zu Gast in deren Räumlichkeiten.

Mit Nina Jacob präsentierte sich ein junges Talent, dass mit charmanter Unbefangenheit seit einem Jahr den Weg in die Musikwelt eingeschlagen hat. In der Kommunikation und den Melodien überraschend nahe am Publikum, zeigte sie sich deutschsprachig, tanzbar und eingängig. 

Begleitet von einem Gitarristen, der den Begleitsound, sowie die Einspielungen unterstützte, wirkte Nina Jacobs Performance frisch und wie die angenehmste Form des Pops. Party, wo sie passt, durchaus tauglich für den Dancefloor, aber vor allem mit einem guten Gefühl für das, was im Ohr haften bleibt.

Nina Jacob im KOHI,Kulturraum am 09.01.2026
Nina Jacob im KOHI,Kulturraum am 09.01.2026

Für die Feier, die Autofahrt, zum Mitsingen, und allem was dazwischen passiert. Genau das, was honoriert, gefeiert wird und auch an diesem Abend funktionierte. Ausgestattet mit der Energie und dieser Begeisterung, wird sie sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten wieder auftauchen, denn die Bühne nimmt sie locker. Genauso wie die Tanzenden. Da kommt noch was. Die Songs sind clevere, kleine Popgeschichten, die sich einschmeicheln. Und irgendwie hängenbleiben.

In Wien muss es eine kleine Talentschmiede geben. Es ist angenehm, beachtlich –  und wirklich zu würdigen- , wie farbenreich und lyrisch sich die Gruppierungen aus der Region präsentieren.

Pippa im KOHI-Kulturraum, Karlsruhe am 09.01.2026
Pippa im KOHI-Kulturraum, Karlsruhe am 09.01.2026

 Pippa pflegt einen spröden, aber berührenden Sound, der stark im unabhängigen Verständnis der deutschsprachigen Bands der letzten Jahrzehnte angesiedelt ist. Wurzeln also im Idependent-Bereich – sowohl was die Sprache, wie auch die melodiöse Basis, und damit das Fundament, anbelangt. 

In der klassischen Konstellation einer Gitarrenband (Bass, Gitarre, Vocals, Schlagzeug) schnörkellos, geradeaus, mit einem großem Verständnis für alles, was der Club braucht, der Rock will und im Pop funktioniert, wagten sich Pippa sowohl in die Tanzbarkeit, aber auch in die akustischen Momente. 

Mit vier Alben im Gepäck, das Fünfte in der Vorbereitung, hatten sie ein Programm, das ihnen die Erfahrung und Sicherheit erlaubte, ein bündiges Set mit kleinen Hits, abzuliefern. Da nahm in der zweiten Hälfte das Tempo zu. Wurde entschieden kraftvoller, und mit dem Schwung griffiger Rhythmen stand kaum jemand still.

Pippa bewies ein gutes Händchen in der Zusammenstellung und Einbindung des Publikums. Sie ergriff die richtigen Chancen und kommunizierte entwaffnend sympathisch. Sie zeigte sich dabei, von Song zu Song, als  versierte Komponistin, die es schaffte einen eingängigen Sound zu kreieren, der seinen authentischen Wurzeln aus dem Club und Probenraum nicht versteckt. Rau genug um der Lyrik einen entschlossenen Druck zu geben, Pop genug, um sich ein Wiederhören und – sehen zu wünschen, schnell genug um in die Beine zu gehen. 

Externe Links:

Pippa (Instagram) – https://www.instagram.com/pippa.musik/?hl=de

Nina Jacob – https://ninajacob.de

KOHI – https://kohi.de

Masou und Leise (Vorprogramm: Sarah Weiss) in der Schlosskirche St. Michael, Pforzheim am 20.12.2025

Masou und Leise (Vorprogramm: Sarah Weiss) in der Schlosskirche St. Michael, Pforzheim am 20.12.2025

Masou & Leise in der Schlosskirche in Pforzheim am 20.12.2025
Masou & Leise in der Schlosskirche in Pforzheim am 20.12.2025

Die Kombination ist sowohl ambitioniert, wie auch beeindruckend. Die Pforzheimer Schlosskirche St. Michael ist ein Ehrfurcht gebietender, von der Spätgotik geprägter Bau, der in seiner Tiefe und Höhe einen Rahmen bietet, dem man erst einmal gerecht werden muss.

Ohne vorzugreifen, ist es durchaus Respekt einflössend, wenn zwei Musiker ein Projekt dieser Größenordnung auf die Beine stellen. Dieses dann erfolgreich zum Laufen bringen – und auch noch eine zweite Vorstellung für einen Tag anzuberaunen – gilt es zu erwähnen.

Masou (PIano) und Leise (Schlagzeug) sind in diesen Tagen – der Adventszeit – auf einer Weihnachtstour. Untertitel „Zwischen den Zeilen“

Die Auftrittsorte sind dabei Kirchen. Die Ausstattung ist üppig, dramatisch und ein opulentes Zusammenspiel aus Licht, einem kammermusikalischen Orchester und einer verspielten Farbigkeit in allen Tonlagen mit klassischen, modernen und folkloristischen Elementen. 

Doch die Akustik eines sakralen Baus, der in seiner üppigen Räumlichkeit dem Klang schmeichelt,  und in seiner Größe eine Weite für Beleuchtung und Klang offenbarte, gab auch der Singer-/Songwriter Sarah Weiss (Flensburg), die Möglichkeit ihre Stücke zu präsentiere. 

Sarah Weiss in der Schlosskirche in Pforzheim am 20.12.2025
Sarah Weiss in der Schlosskirche in Pforzheim am 20.12.2025

Ausdrucksstarke, von einer markanten Stimme vorgetragene Werke, die von einer großen Erfahrung, aber auch von einem guten Gefühl für Melodie und Rhythmus zeugten. Begleitet vom Gitarristen Björn Koschnike, stellte sie sich dem Publikum mit Gitarre und Piano vor. 

Dabei wurden ihre Songs auf ein Gerüst reduziert, dass die Intensität verstärkte, das Spiel der Instrumente klar herausstellte und der Kraft ihres Gesangs eine Option bot, die sie zu nutzen wusste. Fast bedauerlich nur eine Handvoll ihrer Kompositionen präsentiert bekommen zu haben, doch genug, um den Weg zurück zu finden, und in den nächsten Tagen ihre Alben – zwei sind es, beide auf Vinyl erhältlich – näher zu betrachten.

Masou und Leise schöpften aus dem Vollen. Die Bühne, der Altarraum der Kirche bot Platz für ein siebenköpfiges Streichorchester, einem Dudelsackspieler, einem ausufernden Arsenal an Drums und Percussion, sowie dem Piano von Masou. Es war augescheinlich pures Understatement der Komponisten, Produzenten und Arrangeure, sich selbst in den Hintergrund zu begeben, und dem Sound so die volle Entfaltung zu erlauben.

Was sie boten war ein Zusammenspiel aus den verschiedensten Elementen, die sich harmonisch in einander fügten und kraftvoll aus einer großen Stilbreite schöpften. Der weitgehende Verzicht auf Elektronik in der Instrumentierung, die Begrenzung auf die Akustik und die Entscheidung diesen Klangkörper damit – inklusive dem Gebäude und den beteiligten Musikern – in vollem Umfang zu nutzen, gaben dem Konzert eine Einmaligkeit, die staunen machte. 

Licht, Laser, überhaupt das komplette Design der Illumination verrieten akribische Feinarbeit und Abstimmung in Klang und Planung. Was ineinander greifen konnte, das tat genau dieses. 

Der Umfang der detailreichen Kleinarbeiten, die zum Gelingen des Projektes beitrugen, verdient schon deswegen große Aufmerksamkeit, weil die beiden Musiker unabhängig und fast unter dem Radar agierten. 

Die opulente Inszenierung war beruhigend, spannend und dramatisch gleichermaßen. In den Elementen klassisch, aber auch neo-klassisch, offen für progressive bis volkstümliche Akzente. Es waren Bezüge zum Aufbau der hymnischen Filmmusik ebenso erkennbar, ohne diese zu zitieren oder gar auf eine eigene Handschrift zu verzichten. 

Masou und Leise präsentierten ein farbgewaltiges, optisches und musikalisches Werk, das eine große Liebe und Leidenschaft zu diesem Projekt zeigte. Sie erzeugten Bilder, die das Publikum in ihren Herzen heimtrugen. Ein Event, das sicherlich in die Traditionen einfliessen darf. 

Masou & Leise in der Schlosskirche in Pforzheim am 20.12.2025
Masou & Leise in der Schlosskirche in Pforzheim am 20.12.2025

Externe Links:

Masou & Leise – https://masou-leise.de

Sarah Weiss – http://sarah-weiss.com

Lara Hulo (Support: Akryl) im Substage am 12.11.2025

Lara Hulo (Support: Akryl) im Substage am 12.11.2025

Lara Hulo im Substage am 12.11.2025
Lara Hulo im Substage am 12.11.2025

Die Tourankündigung lag fast ein Jahr zurück. Die Karte ploppte fast das ganze Jahr kontinuierlich im Smartphone auf, wenn ich mich in der Nähe des Substages befand. 

Das Substage ist gerade um die Ecke von meiner Wohnung. Daher war das Ticket über Wochen präsent und mein Begleiter. In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Lara Hulo hatte wie kaum eine andere KünstlerIn täglich und tapfer daran gearbeitet, ihr Ding zum Laufen zu bringen. 

Dabei war sie unermüdlich, omnipräsent, unglaublich aktiv auf den sozialen Medien und so vielfältig – eigentlich dauerhaft sichtbar. Ich war ziemlich sicher: Die Location wird voll. 

So voll wie befürchtet, war es dann doch nicht. Dennoch zeigte sich –  auf dieser ersten eigenen, größeren Tournee von ihr. – dass sich hier etwas entwickelt hat, was bleiben kann. 

Akryl im Substage als Vorprogramm von Lara Hulo am 12.11.2025
Akryl im Substage als Vorprogramm von Lara Hulo am 12.11.2025

Im Vorprogramm Akryl, eine junge Songwriterin, die – begleitet von ihrem Notebook  – nur mit einer Gitarre ihre Stücke präsentierte. 

Die Band, die in der Regel mit ihr auf Tour ist, blieb daheim. Ein Umstand, der die Stücke zerbrechlich, nahe und energisch präsentierte. Akryl zeigte sich damit sensibel und schwungvoll zugleich. Ihr Texte glichen Skizzen und lyrischen Betrachtungen der Coming-of-Age-Phase. Sie schilderten schmerzhafte und zugleich melancholische Entwicklungen. 

Akryl ist eine beachtenswerte, junge Songwriterin, deren warmer Stimme die deutschen Texte unterstrich. Die die Gratwanderung zwischen Trauer und Aufbruch meisterte, und damit durchaus zum Tanzen aufforderten. Eine Mischung, die Mut und Energie bedarf, aber auch zeigt, was sich daraus entwickeln kann.

Lara Hulo im Substage am 12.11.2025
Lara Hulo im Substage am 12.11.2025

So zurückhaltend und eher ruhig der Auftritt Akryls war, so enthusiastisch startete Lara Hulo mit ihrer Begleitband. Umgeben von einem kräftigen Bass, Keyboard und Schlagzeug bekam sie den Rückhalt, der ihr und ihren Songs guttat. Kraftvoll, energisch, trotz Erkältung und Aspirin C präsentiert sich eine der begabtesten Sängerinnen, die aktuell im Social Media-Bereich vertreten sind. 

Ihre Songs sind zu Hymnen geworden, entschlossene Statements, die gerne mitgesungen werden. Frustrationen, Wut und Trotz vermischen sich dabei mit Trauer, unerfüllter Liebe und Sehnsucht. Immer begleitet von einführenden Statements, kleinen Anekdoten und Geschichten, die Mut machen sollen, die Nähe beweisen, und gefeiert werden.

Lara Hulo schreibt Songs, die sich anfühlen, als würden sie schon ewig zu den Begleitern gehören.. Sie schafft es dabei, Klischees zu umgehen und Strukturen zu ihren eigenen zu machen, die bekannt und vertraut scheinen. 

Der Sound blieb dabei klar, transparent, die Stimme und ihr Gesang herausragend und unverkennbar persönlich. Lara Hulo beherrscht die Balance zwischen Spott, Hohn, Trotz und einer  fragilen Verletzlichkeit, die sie befähigt Liebeslieder zu schreiben, auf die so viele gewartet haben. Die Kommunikation mit ihrem Publikum fiel ihr erstaunlich leicht, irgendeine mögliche Distanz war schon mit den ersten Strophen verschwunden. Keine Chance eine solche aufzubauen, und so fand sie sich plötzlich zwischen allen wieder, und sang am anderen Ende, am Tonpult weiter. 

Es zeichnet sie aus, und belohnt ihren Mut, dass sie keine Sorge hat Vicky Leandros wieder zu Ehren kommen zu lassen („Ich liebe das Leben“) und ohne Berührungsängste zum Teil ihrer Show zu machen. Was erstaunlich gut funktionierte. Sich nahtlos ins Programm einfügte.

Lara Hulo bewies, dass sie die Kraft und das Ziel hat, die Hürden zu nehmen, eine Tournee zu meistern, und man darf gespannt sein, wie es weiter geht. Und es wird weiter gehen.

Externe Links:

Lara Hulo – Instagram : https://www.instagram.com/larahulo/?hl=de

Akryl – Instagram: https://www.instagram.com/akrylmusik/?hl=de

Substagehttps://substage.de

Jazznrhythm’s Podcast Nr. 3 mit Selina Cifric

Jazznrhythm’s Podcast Nr. 3 mit Selina Cifric

Selina Cifric beim Jazznrhytm Podcast Nr. 3 (released am 14.11.2025)
Selina Cifric beim Jazznrhytm Podcast Nr. 3 (released am 14.11.2025)

Der dritte Podcast von Jazznrhyhtm ging heute online. Diese Mal mit Selina Cifric. Zu finden ist er unter diesem Link:

Aber selbstverständlich findet ihr ihn auch unter Spotify, Apple und anderen Streaming-Diensten und findet sie gesammelt hier : https://jazznrhythm.com/podcasts/jazznrhythm

Selina Cifric ist eine junge SongwriterIn, die – geprägt durch Punk und Rock – ausgesprochen kraftvoll eigene und Cover-Songs interpretiert, und den meisten KarlsruherInnen sicherlich schon aufgefallen ist. Man sieht sie relativ häufig auf Festivals, aber auch im Tempel und in ähnlichen Locations.

Ihre Songs sind auf den verschiedenen Plattformen zu finden, sie ist in Social Media aktiv, und wer sie sehen will, findet bestimmt bald eine Chance dazu und sollte diese nutzen. Sie weiß ihr Publikum zu fesseln, es mitzureißen, den Abend zu einem Erfolg zu machen und bleibt auf jeden Fall nachhaltig in Erinnerung. Ihr Vortrag und ihr Umgang mit bekannten Klassikern, aber auch mit ihrem Material beweist nicht nur eine hohe Bandbreite ihres Könnens, sondern auch eine stetige und spannende Entwicklung.

Ich wollte von ihr wissen, wie sie das alles macht, alles unter einen Hut bringt und das Ding voran bringt. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Interview und hoffe euch gefällt es. Lasst gerne Kommentare da.

Externe Links:

Instagram: https://www.instagram.com/selina_cifric/

YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCAfD1iHgD6424ddznca5gVg