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Schlagwort: Micor

2025 war ein gewaltiges Konzertjahr. Ein kleiner Ausschnitt:

2025 war ein gewaltiges Konzertjahr. Ein kleiner Ausschnitt:


Dieses ist nur ein eine kleine Galerie von dem was stattgefunden hat. Jazznrhythm.com startete vor 1,5 Jahren. Mittlerweile finden sich über 200 Beiträge über Konzerte, Musik-Themen, Plattenläden und vor allem dem Karlsruher Archiv auf diesen Seiten.

Allein das Karlsruher Archiv umfasst bereits weit über 600 Seiten zu Karlsruher Bands, Clubs, Bühnen und anderen Locations. Über 1700 Abbildungen mit Konzertfotos, Flyer, Eintrittskarten und Alben sind mittlerweile hier zu finden und in den nächsten Wochen und Monaten wird sich das sicherlich verdoppeln.

Jetzt schon zeichnet sich ab, dass der Arbeitsanfall höher ist, als am Anfang gedacht. Deswegen möchte ich jede Verzögerung entschuldigen. Aktuell liegen noch 4 Podcasts und Interviews unbearbeitet bei mir. Ca. 1000 Fotos warten auf ihre Veröffentlichung. Kommt alles noch, versprochen.

Bis das Jahr beendet ist, werde ich noch einige Galerien und Überblicke über die letzten Monate und das, was man hier vorfindet, zeigen.

Fragen beantworte ich gerne. Pläne gibt es eine ganze Menge für das nächste Jahr und Ideen sowieso. Aber wer etwas beitragen möchte, selbst Material hat, darf mir das gerne schicken oder sich auch an Tex Dixigas von Dixigas-Record wenden. Er ist meistens zu den Öffnungszeiten im Laden anzutreffen. Und freut sich auf euch.

Micor im KOHI am 29.11.2025

Micor im KOHI am 29.11.2025

Micor im Kohi am 29.11.2025
Micor im Kohi am 29.11.2025

Sie sagten es frühzeitig an. Sie hätten auch ein paar Uptempo-Nummern. Man dürfte ruhig tanzen, wenn man wollte. Dabei ist es die doch dunkle Entschleunigung, die die Musik von Micor prägt.

Sie stellten ihr erstes Album vor. Eine Premiere im Kohi. Eine Geburtstagsparty also. Für ein Werk, dass sich aufmachte, sein Publikum zu erobern. 

Spürbar ist eine ausgiebige, vielschichtige Beschäftigung mit den Arrangements. Konstruktionen, die den Musikern Zeit und Raum liessen, die Dinge langsam, fast geruhsam anzugehen. 

Den Stücken eben das zu geben, was sie brauchten. Und den Instrumenten einen Spielraum zu verschaffen, der der Dramatik ein Fundament – für die Lyrik und die damit verbundenen Stimmungen –  zu schaffen. 

So erzählen sie von den Katzen, die uns in ihren Entscheidungen voraus sind.  Auch der Liebe, wie sie Brecht einst beschrieb. Als temporäre, wichtigste Quelle des Lebens. 

Transportieren in ihren Worten eine durchaus positive Botschaft, die sie in einem Soundgewand kleideten, das eine Spannbreite zwischen Americana und dem rührigen Gitarrengewitter großer Barden aufwies. 

Sie traten zu fünft auf. Drums, Bass, Geige, Stimme mit Gitarre, sowie Keyboard und Posaune. Präsentierten auf diesem Weg eine instrumentale Breite, die die prägnante Stimme von Robert Besta ein Konzept mit oft sehr verhaltenen Drums, klagenden Geigentönen und akzentuierten Keyboardklängen schufen.

In den intimsten Phasen von Tragik durchzogen, konnte man durchaus Vergleiche wagen. Die schleppenden Rhythmen, die Verlangsamung als Element – das zeichnet auch all jene aus, die detailverliebt die Methodik der Rockmusik in ihre Bestandteile zerlegen. Um zurück zu den Wurzeln des Schreibens eines Songs zu kommen. Wo einem die Melancholie übermannt, und die Uhr einfach stehen bleibt. So lange bis es zur Erlösung führt. „Redemption“ (Erlösung) ist auch der Titel des Albums. Diese kann dann ja durchaus in einer Eruption erfolgen.

Micor nutzen die Möglichkeit, mit Bläsereinsatz und Geige, in verschiedenen Graustufen und Schattierungen, ihrer Melodik eine bestimmte Farbigkeit zu geben. Sie verlieh den Brüchen in der Stimmung eine wichtige Fragilität. 

Micor im Kohi am 29.11.2025
Micor im Kohi am 29.11.2025

So könnte es der langsame Walzer sein, ein verhaltener Two-Step oder das Verharren vor einer Steigerung, das den angekündigten Tanz ausmachte. 

Aber doch, sie hatten recht, der Tanz ist möglich. 

In den Zugaben noch mal beschleunigt, verarbschiedeten sich Micor mit einer Entschlossenheit, die sie krachend, lautstark, und einer anderen Facette präsentierte. Uptempo. Tatsächlich, das geht. Sie können auch das. 

Besetzung:

Robert Besta (Voc, Vl, Git)

Johannes Frisch (B)

Stefan Breuer (Dr)

Marcus Franzke (TRB,B)

Aktuelles Album:

Redemption

  1. Redemption I
  2. It’s everywhere
  3. Love is deeper
  4. Cat’s wouldn’t do it
  5. After all
  6. All in my head
  7. I saw the land
  8. Peace of mind
  9. Redemption II

Externe Links:

Websitehttps://www.micor.band/

Bandcamphttps://micor.bandcamp.com/album/redemption

YouTubehttps://www.youtube.com/@micor_band

Instagram https://www.instagram.com/m_i_c_o_r/

KOHIhttps://kohi.de