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Autor: Andreas Allgeyer

Redakteur und Autor auf Jazznrhythm.com. Interessiert an jeder Art Musik, lernt gerne dazu, möchte alle Konzerte erleben und alle Platten gehört haben. Klappt nicht. Aber auf dem Weg dahin sollen alle mitkommen. Weitere Infos (Bild, FAQ, Mail etc.)


Bisher schon in allen möglichen Berufen tätig gewesen (DJ, Zeitungsausträger, Hydraulik-Fachverkäufer, Autor, Bankkaufmann, pädagogische Arbeit, IT-Verkauf, IT-Administrator, IT-Support, Support in der Medizintechnik - Ophthalmologie -, Community-Administration - Musik, Literatur, Foto etc. -, Datenschutzkoordinator, Datenschutzauditor etc. etc.), aber immer noch neugierig auf die nächsten Jobs. 


Hört gerade folgendes (Externer Link):Jazznrhythm auf Last.FM
Ankündigung: Mustang Fang im Linden’s Irish Pub am 28.02.2026

Ankündigung: Mustang Fang im Linden’s Irish Pub am 28.02.2026

Mustang Fang - Spit Bucket
Mustang Fang – Spit Bucket

Mustang Fang machen den Lärm salonfähig und tun so als stünden sie zu zwölft im Ring. Sind aber nur zwei. Und die hauen das Ding raus, als seien Blues und Punk einfach Zwillinge von verrückten Eltern. Aus den Fünfzigern. Aus der Hütte. Von den Feldern. Dort wo der Aufstand geplant wurde. Undsoweiter.

Irgendwo um Karlsruhe rum, wo die Sümpfe am tiefsten sind, die Leute barfuß laufen und einen Kram sprechen, den keiner versteht, müssen die herkommen. Schlagzeug, Gitarre, Blut, Schweiß und Tränen wird da zu einem wilden, ungestümen Gemälde. Kann man sich mal geben.

Die Gitarre wird gespielt, als müsste sie aufgeben, das Schlagzeug malträtiert als hätte man nichts mehr zu verlieren. Dabei nehmen sie ein Tempo auf, dass der Matsch nur so spritzt, und die Altvorderen in Deckung gehen.

Mustang Fang spielen den blechernen, irdischen Blues. Ein Zeug, das in Kneipen gehört, und im Linden’s bestens aufgehoben ist. Zum Kopfnicken und Fußwippen und für alle, die gerne mit dem Bier in der Hand irgendwo dran lehnen.

Das bleibt ungezügelt, hat keine Durchhänger, aber eine Menge Enthusiasmus und die Entschlossenheit niemanden Gnade zu gönnen. Mustang Fang zelebrieren Rock’n’ Roll, Country, und all das derbe Zeug, dass obskure Plattenlabels aus dem Süden der USA auf den Markt warfen.

So einen Stoff findet man selten, schon deswegen – einfach mal dorthin gucken. Die arbeiten, als würden sie die Musikgeschichte verdübeln. Großes Kino. Breiter, dicker, fetter Sound, den sich Linden’s da so klammheimlich ins Haus holt.

Externe Links:

Mustang Fang – https://www.instagram.com/mustangfangband/

Linden’s Irish Pub – https://www.instagram.com/lindensirishpub/?hl=de

Ankündigung: Fernanda Tarrech bei den Finca Roasters am 28.02.2026

Ankündigung: Fernanda Tarrech bei den Finca Roasters am 28.02.2026

Fernanda Tarrech bei den Finca Roasters am 28.02.2026
Fernanda Tarrech bei den Finca Roasters am 28.02.2026

Für diejenigen, die ein Herz für lateinamerikanische Musik haben, sei das Konzert von Fernanda Tarrech in den Räumlichkeiten der Finca Roasters am 28.02. in Augartenstraße 30 um 16:30 Uhr empfohlen.

Eventuell ist einigen unter uns die Stimme schon mal aufgefallen. Vielleicht bei einem Besuch der Fußgängerzone oder bei ähnlichen Gelegenheiten. Fernanda ist eine junge Sängerin aus Uruguay, deren beeindruckenden Songs auch auf einigen Streamingplattformen (Apple, YouTube etc.) zu finden sind.

Neben Kooperation lassen sich dabei vor allem ruhige, ausgeruhte Stücke finden, die ihren lateinamerikanischen Wurzeln entsprechen. Sie transportieren viel von dem Harmonieverständnis der Region, aber auch eine zurückgelehnte, angenehme Haltung, die wie geschaffen ist für die nächsten Monate voll Blüten und Sonne.

Für einen Samstag und den frühen Abend, die beste Gelegenheit bei einem feinen Kaffee, ihre eigenen Lieder zu geniessen, und den Tag ausklingen zu lassen. Sie hat es verdient, ist eine Art unentdecktes Juwel der hiesigen Szene und verdient definitiv mehr Beachtung.

Externe Links:

Fernanda Tarrech auf Instagram – https://www.instagram.com/ferfertarrech/

finca roasters – https://www.fincaroasters.de/

Ankündigung: Suzan Köcher im NUN am 06.03.2025

Ankündigung: Suzan Köcher im NUN am 06.03.2025

Suzane Köcher's Suprafone "In these dying times"-Album
Suzane Köcher’s Suprafone „In these dying times“-Album

Vor einiger Zeit hatte Suzan Köcher’s Suprafon im KOHI gastiert. Wer dabei war, schwärmt heute noch davon. Selbst hatte ich es leider verpasst. Umso mehr freut es mich, dass es eine neue Chance im NUN am 06.03.2026 gibt. Dieses Mal in einer verkleinerten, fast auf den Kern der Band reduzierten Duo-Version.

Suzan Köcher’s Suprafon ist im Namen und Konzept ein Projekt, dass sich an der Ästhetik vergangener Tage anlehnt, ohne den Bezug zu den aktuellen Richtungen zu verlieren. Damit ein Gesamtkunstwerk, dass sich aus tausend Jahre Popkultur nährt, die großen Namen zitiert und daraus etwas ganz Eigenes kreiert. 

Das hat eine Kraft, die es leicht macht ein Bündel Genres in einen Topf zu werfen und Verweise in einer langen Reihe zu nennen. Doch es gehört eine Menge musikalischer Kenntnis dazu all diese Quellen zu nutzen, um damit Songs zu schaffen, deren Leichtigkeit authentisch und originär wirkt. 

Wahrscheinlich aktuell Solingens bekannteste und chancenreichste Band für eine internationale Aufmerksamkeit. So pendelt Suzan Köcher’s Suprafon zwischen den farbenfrohen Tönen des psychedelischen Kulturguts, um eine Atmosphäre zu schaffen, die irgendwo in den mexikanischen Wüsten von dem wilden, urbanen Leben moderner Großstädte erzählt.

Klingt es unvereinbar, wird die Herausforderung angenommen. Das Werk Suzan Köchers ist spannend, und dabei in einer ganz eigenen Welt und verschrobenen Soundtüfteleien angesiedelt, die dem Pop huldigen und den Rock können.

Wenn sie im NUN auftritt, wird sie in der Duo-Version, die Möglichkeit zu einem ruhigen Event mit einem Repertoire haben, dass vor allem ihrer Stimme und den akustischen Instrumenten viel bietet. Das NUN befindet sich damit in der Tradition einiger Videoformate, die sich großer Beliebtheit erfreuen und den beteiligten Bands neue Aspekte abfordern, aber auch zu Entdeckungen einlädt.

Im Falle von Suzan Köcher darf man gespannt sein, gibt es doch bereits auf ihren Alben faszinierend verhaltene Stücke, die in ihrer Erzählweise geradezu geschaffen dafür sind. Suzan Köchers Suprafon darf man sich gerne fett in den Kalender eintragen. Wenn es noch Karten dafür gibt…

Externe Links:

Suzan Köcher’s Suprafone – https://suzankoecher.com

NUN – https://nun.cafe

Musik aus der Ladenecke (Teil 39) mit Pete Jay Funk „Perfect Cloudy Day“ (Youtube – Nearly Unplugged Konzert)

Musik aus der Ladenecke (Teil 39) mit Pete Jay Funk „Perfect Cloudy Day“ (Youtube – Nearly Unplugged Konzert)

Musik aus der Ladenecke (Teil 39) mit Pete Jay Funk und Oliver Grauer
Musik aus der Ladenecke (Teil 39) mit Pete Jay Funk und Oliver Grauer

Bekannt ist er als Sänger und Kopf der Band „No Sugar, No Cream“: Pete Jay Funk hat ein Solo-Album veröffentlicht, das in wieder mal als kreativen Americana-Songwriter zeigt. Spröde, sanft vorgetragene Songs, die in dem Video-Format (YouTube, siehe unten) durch gutes Handwerk und einer geradezu intimen Atmosphäre überzeugen können.

Zusammen mit Oliver Grauer am Bass präsentieren die beiden Musiker einen Auszug aus dem Programm, dass auch am 12.03 im Tollhaus vorgestellt werden wird. Dort allerdings mit kompletter Band und Besetzung, wie sie auch auf dem Release zu finden sind.

Das Format „Musik aus der Ladenecke“ ist ein Kind der Corona-Pandemie und damit ein Überbleibsel aus der Zeit, in der solche Auftritte zum Überleben der Kunst notwendig waren. Aufgenommen im Laden Zwei, in der Goethestraße, präsentieren Sandie Wollasch und Rolf Ableiter MusikerInnen aus ihrem Umfeld und Bekanntenkreis. Damit bieten sie einen Raum für neue Interpretationen und kleine, akustische Perlen an, die ein bißchen zwischen den bekannten Tinydesk- und Unplugged-Konzerten angesiedelt sind.

Pete Jay Funk weiß das zu nutzen – sind seine Stücke doch melancholische Erzählungen aus seinem Leben, die in der kargen Instrumentierung einen rauen, aber angenehm abklärten Charme entwickeln. 

Die Liebe zu einer Musik, die mit dem Country die Dramatik teilt und mit dem Folk die Freiheit verschiedenen Einflüsse zulässt, geben Pete Jay Funk eine Basis, auf der er zu erzählen weiß. Und das tut er, mit einer Ruhe, die Vergleiche nicht zu scheuen braucht.

Produziert wurde das alles von einem großen Kenner des Oeuvres von Leonard Cohen (Rolf Ableiter), der sicherlich zu der Authentizität des Werkes beigetragen hat.

Externe Links:

YouTube Link zum Video – https://youtu.be/SkoQB3uIz8k?si=n82WivADWX8Ts3w0

Laden Zwei – http://www.ladenzwei.com/

Pete Jay Funk – https://www.petejayfunk.com